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Deutschland und Costa Rica: Bilaterale Beziehungen

18.05.2022 - Artikel

Das bilaterale Verhältnis zu Costa Rica ist traditionell eng und vertrauensvoll. Dass zahlreiche Costa-Ricaner deutsche Wurzeln und wichtige Rollen in der Regierung Chaves Robles übernommen haben, schafft ein besonderes Verhältnis zu Deutschland. Costa Rica und Deutschland sind Partner in der Allianz für Multilateralismus. Kooperation bei Umwelt- und Klimaschutzthemen, Dual Education, Handels- und Wirtschaftsaustausch, sowie enge wissenschaftlichen Beziehungen sind Schwerpunkte einer breitgefächerten bilateralen Zusammenarbeit.

Die Zahl deutscher Reisenden stieg in Costa Rica mit seiner hohen Biodiversität, seinen Küsten und zahlreichen Nationalparks vor der Pandemie kontinuierlich. Im März 2022 besuchten Costa Rica fast so viele Deutsche wie vor der Covid-Pandemie (2019).

Deutschland zählt innerhalb der Europäischen Union mit zu den wichtigsten Handelspartnern des Landes, doch der Handel bleibt hinter dem Potential zurück. Exportgüter aus Deutschland sind chemische Erzeugnisse, Maschinen, Kraftfahrzeuge und Kfz-Teile. Deutschland importiert aus Costa Rica hauptsächlich Medizintechnik, Früchte, Nahrungsmittel sowie unter anderem Mess-/Regeltechnik, Elektrotechnik und Elektronik. Wichtigste Handelspartner sind USA und China, Japan, Südkorea.

Seit dem 24. März 1998 ist ein bilaterales Investitionsschutz- und Förderungsabkommen, seit dem 10. August 2016 ein bilaterales Doppelbesteuerungsabkommen in Kraft. Mehrere deutsche Unternehmen sind in Costa Rica ansässig. Seit Herbst 2019 wird nach deutschem Beispiel eine duale Berufsausbildung in Costa Rica eingeführt. Die Deutsche Auslandsschule in San José, das Colegio Humboldt, führt bis zum deutschen Abitur. Seit 2019 ist Deutschunterricht an allen öffentlichen Schulen zugelassen.

Deutschland unterstützt die engagierte Klima- und Menschenrechtsschutzpolitik Costa Ricas seit Jahren, insbesondere durch Projekte zugunsten Rechtstaatlichkeit, nachhaltiger Wirtschaft, zum Schutz der Biodiversität, zugunsten von Dekarbonisierung und Digitalisierung und darüber hinaus auch zum Schutz von Frauen- und Minderheitenrechten. Deutschland unterstützt auch den in San José ansässigen Interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte und ist Beobachter in der Interamerikanischen Organisation für Landwirtschaft IICA.

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