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Deutschland und Costa Rica: Bilaterale Beziehungen Costa Rica

10.06.2021 - Artikel

Das bilaterale Verhältnis zu Costa Rica ist traditionell eng und vertrauensvoll. Dass zahlreiche Costa-Ricaner deutsche Wurzeln haben, schafft ein besonderes Verhältnis zu Deutschland. Costa Rica und Deutschland sind Partner in der Allianz für Multilateralismus. Der costa-ricanische Präsident Alvarado Quesada besuchte im Mai 2019 Deutschland, führte Gespräche mit Bundespräsident Steinmeier und Bundeskanzlerin Merkel und eröffnete mit Außenminister Maas das Digital Future Forum im Auswärtigen Amt. Handels- und Wirtschaftsaustausch, Kooperation bei Umwelt- und Klimaschutzthemen sowie die kulturellen und wissenschaftlichen Beziehungen sind Schwerpunkte einer breitgefächerten bilateralen Zusammenarbeit. Ein Gegenbesuch musste wegen der Corona-Pandemie verschoben werden.

Die Zahl deutscher Touristen stieg in Costa Rica mit seiner hohen Biodiversität, seinen Küsten und zahlreichen Nationalparks vor der Pandemie kontinuierlich.

Deutschland zählt innerhalb der Europäischen Union mit zu den wichtigsten Handelspartnern des Landes. Exportgüter aus Deutschland sind chemische Erzeugnisse, Maschinen, Kraftfahrzeuge und Kfz-Teile. Deutschland importiert aus Costa Rica hauptsächlich Nahrungsmittel sowie unter anderem Mess-/Regeltechnik,  Elektrotechnik, Elektronik und chemische Erzeugnisse.

Seit dem 24. März 1998 ist ein bilaterales Investitionsschutz- und Förderungsabkommen, seit dem 10. August 2016 ein bilaterales Doppelbesteuerungsabkommen in Kraft. Zahlreiche deutsche Unternehmen sind in Costa Rica ansässig. Seit Herbst 2019 wird nach deutschem Beispiel eine duale Berufsausbildung in Costa Rica eingeführt. Die Deutsche Auslandsschule in San José, das Colegio Humboldt, führt bis zum Abitur.

Deutschland unterstützt die engagierte Klima- und Menschenrechtsschutzpolitik Costa Ricas seit Jahren, insbesondere durch Projekte zugunsten nachhaltiger Wirtschaft, zum Schutz der Biodiversität, zugunsten von Dekarbonisierung und Digitalisierung und darüber hinaus auch zum Schutz von Frauen- und Minderheitenrechten.

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