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Deutschland und Chile: Bilaterale Beziehungen Chile

09.03.2021 - Artikel

Offizielle Beziehungen zwischen Deutschland und Chile bestehen seit 1952. Die bilateralen Beziehungen haben eine breite Grundlage in Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur sowie ähnlichen Auffassungen zu wichtigen multilateralen Themen. Chile ist Mitglied der OECD und gehört seit 2017 zu den Ländern mit oberem mittleren Einkommen. Deutschland unterstützt Chile in der Begleitung des aktuellen Verfassungsprozesses und anderer durch die Unruhen seit Oktober 2019 ausgelöster Reformen.

Die EU steht nach China und den USA an dritter Stelle der Handelspartner Chiles. Innerhalb der EU ist Deutschland der wichtigste Handelspartner Chiles. Deutschland bezieht aus Chile überwiegend Rohstoffe (Kupfer) und Nahrungsmittel. Bei den deutschen Exporten nach Chile stehen traditionell industrielle Erzeugnisse im Vordergrund.

Das Interesse an deutscher Kultur und an der deutschen Sprache ist in Chile groß. Die Leistungen deutscher Einwanderer im Süden Chiles (ab 1850) sowie das Engagement deutscher Wissenschaftler, Erzieher, Unternehmer und Experten aller Bereiche haben viel zum Aufbau des Landes beigetragen und finden noch heute Anerkennung. Insbesondere im Süden des Landes sind deutsche Kultur und Sprache auch heute noch präsent.

Die bilateralen Kulturbeziehungen sind eng und vielseitig. Schwerpunkte sind die deutsche Sprache, wissenschaftliche Kontakte zwischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen, Programmarbeit des Goethe-Instituts sowie die Förderung von 26 Schulen im Rahmen der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH) des Auswärtigen Amts.

Deutschland genießt auch als Partner in Forschung und Wissenschaft einen sehr guten Ruf in Chile. Seit 2013 ist ein aktualisiertes umfassendes Rahmenabkommen zur bilateralen Zusammenarbeit in der wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit in Kraft.

Inhaltliche Schwerpunkte der umfangreichen und vielseitigen deutsch-chilenischen Wissenschaftskooperation liegen auf Erneuerbare Energien, Umweltschutz, Astronomie, Biotechnologie, Gesundheit, Digitalisierung und Dualer Berufsausbildung.

Leuchtturmprojekte sind u.a. das in Santiago de Chile ansässige „Heidelberg Center Lateinamerika“ sowie die beiden Institute der Stiftung „Fraunhofer Chile Research“ (Biotechnologie und Solarenergie).

Chile ist regionaler Vorreiter bei Erneuerbaren Energien und mit einer ambitionierten Wasserstoffstrategie ein wichtiger Partner bei der Entwicklung „Grünen Wasserstoffs“.

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