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Bulgarien: Beziehungen zu Deutschland Bulgarien

15.05.2019 - Artikel

Politische Beziehungen

Die Republik Bulgarien und die Bundesrepublik Deutschland sind durch ihre Mitgliedschaft in EU und NATO eng miteinander verbunden. Bulgarien betrachtet Deutschland als den zentralen strategischen Partner in der EU, umgekehrt ist Bulgarien besonders im Bereich Migration für Deutschland bedeutend. Die bilateralen politischen Beziehungen sind partnerschaftlich und vertrauensvoll, dazu tragen u.a. Parlamentariergruppen im Bundestag und in der bulgarischen Volksversammlung bei. Besonders intensiv sind die Kontakte zu den Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern. Die Konrad-Adenauer-Stiftung, Friedrich-Ebert-Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung und Hanns-Seidel-Stiftung unterhalten Büros in Sofia. Am 4./5. April 2019 hat Bundespräsident Steinmeier Bulgarien besucht.

Wirtschaftliche Beziehungen

Die wirtschaftlichen Beziehungen Bulgariens zu Deutschland sind eng. Deutschland hat sich seit 2014 vor Italien, Rumänien, Russland und der Türkei als wichtigster Handelspartner positioniert und hält sowohl als Importeur als auch als Exporteur den ersten Rang. Etwa 5.000 Firmen sind im Bulgariengeschäft tätig, davon haben 1.200 eine meist von Bulgaren geleitete Vertretung vor Ort. Bei einem Gesamtumsatz von 56 Mrd. Euro des Außenhandelsvolumens (2017) beträgt das bilaterale deutsch-bulgarische Handelsvolumen rund 7,5 Mrd. Euro - davon 3,7 Mrd. Euro Exporte nach Bulgarien und 3,8 Mrd. Euro Importe aus Bulgarien. Das Handelsvolumen entwickelt sich weiter sehr dynamisch, wobei die Importe aus Bulgarien deutlicher steigen als die Exporte, so dass sich für 2018 ein Handelsüberschuss zugunsten von Bulgarien abzeichnet. Die Deutsch-Bulgarische Industrie- und Handelskammer (DBIHK) ist die mitgliederstärkste bilaterale Handelskammer (545 Mitglieder) vor Ort. Im Tourismus, auf den ca. 13% des BIP entfallen, stellt Deutschland mit zuletzt über 800.000 Besuchern - hauptsächlich an der Schwarzmeerküste - die drittgrößte Gruppe.

Kulturelle Beziehungen

Die kulturelle Zusammenarbeit ist traditionell gut und intensiv. Grundlegend für die Kulturbeziehungen seit der deutschen Einheit ist das Kulturabkommen vom 19. März 1996 sowie weitere Lehrer-Entsende- und Schulabkommen.

Deutsch als Fremdsprache ist auch unter der jüngeren Generation weit verbreitet. Nach Englisch und Russisch steht Deutsch an bulgarischen Schulen auf Platz 3 der am häufigsten unterrichteten Fremdsprachen, in Städten sogar auf Platz 2. Auch an Universitäten und in der Erwachsenenbildung ist Deutsch als Fremdsprache sehr weit verbreitet. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) unterstützt den Aufbau deutschsprachiger Studiengänge und Fakultäten. Derzeit bestehen mehr als 150 interuniversitäre Partnerschaften mit deutschen Hochschulen und fünf deutschsprachige Studiengänge mit ca. 400 Studierenden, die personell und finanziell von Deutschland gefördert werden. Wissenschaftlicher Austausch wird im Wesentlichen durch Stipendien des DAAD, der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sowie der Alexander-von-Humboldt-Stiftung gefördert. Deutschland ist für junge Bulgaren eines der beliebtesten Länder für ein Auslandsstudium. Bulgarinnen und Bulgaren stellen mit rund 7.000 Studierenden eine der größten Gruppen ausländischer Studierender an deutschen Universitäten und Hochschuleinrichtungen.

Hinweis: Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

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