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Deutsche Hilfe für Brasilien: Lieferung von Atemgeräten nach Manaus Brasilien

Flugzeug der Luftwaffe wird beladen

Um die Versorgung der Patienten zu unterstützen, liefert die Bundesregierung 80 Atemgeräte nach Manaus, © Luftwaffe

26.03.2021 - Artikel

Die Corona-Pandemie trifft Lateinamerika ebenso wie Europa besonders schwer. In den letzten Wochen stiegen v.a. in Brasilien die Zahl der Infizierten und auch der Todesopfer stark an. Die Bundesregierung unterstützt die Versorgung von Corona-Patienten mit der Lieferung von Atemgeräten nach Manaus.

Die Corona-Pandemie hat Lateinamerika und die Karibik ebenso wie Europa weltweit am stärksten getroffen. Bis heute wurden in der Region rund 23,6 Millionen Infektionen und mehr als 740.000 Todesfälle registriert. In den vergangenen Wochen ist insbesondere Brasilien stark von der Pandemie betroffen. Mehr als 12 Millionen Menschen haben sich in Brasilien bereits mit Covid-19 angesteckt. Über 300.000 Menschen verloren in Brasilien ihr Leben in Verbindung mit einer Corona-Infektion.

Hilfe für Manaus

Die Amazonas-Stadt Manaus hatte sich in den vergangenen Wochen zu einem Hotspot der Corona-Pandemie entwickelt. Die hohe Zahl an Corona-Patienten stellte eine hohe Belastung für das Gesundheitssystem dar. Um die Versorgung der Patienten zu unterstützen, liefert die Bundesregierung 80 Atemgeräte nach Manaus. Dabei handelt es sich um nicht-invasive Atemgeräte, die ohne externen Sauerstoff auskommen. Die Geräte stammen aus Beständen des Bundesgesundheitsministeriums und werden durch die Bundeswehr nach Manaus transportiert. Mit der Lieferung reagiert die Bundesregierung auf eine Anfrage aus Manaus.

Keiner ist sicher, bis wir alle sicher sind: globale Bekämpfung der Pandemie

Die Hilfsaktion erfolgt im Rahmen der Strategie der Bundesregierung “für eine wirksame internationale Antwort Deutschlands auf Covid-19„. Mit dieser Strategie hat die Bundesregierung bereits im Juni 2020 auf die globale Dimension der Krise reagiert. Das Auswärtige Amt koordiniert die Antwort auf Anfragen anderer Staaten und internationaler Organisationen im Rahmen einer Interministeriellen Arbeitsgruppe. Die Pandemie kann nur überwunden werden, wenn sie weltweit unter Kontrolle gebracht wird. Neben der bilateralen Unterstützung von Partnern mit medizinischem Material und Schutzausrüstung setzt die Bundesregierung hier in erster Linie auf den von der WHO und der Europäischen Union initiierten multilateralen “Access to Covid-19-Tools Accelerator“ (ACT-A) und dessen Impfstoffarm Covax.  In dieser Initiative liegt der Schlüssel für einen weltweiten fairen Zugang zu Covid-19-Medikamenten, Impfstoffen und Diagnostikmitteln. Deutschland unterstützt ACT-A deshalb mit 2,1 Milliarden Euro. Auch Brasilien beteiligt sich an Covax und hat am 21. März eine erste Lieferung von 1 Mio. Impfdosen erhalten.

Solidarität in Krisenzeiten: Unterstützung für Lateinamerika

Seit Beginn der Corona-Pandemie unterstützt die Bundesregierung auch die Länder Lateinamerikas auf verschiedenen Wegen bei deren Überwindung: Ein Element ist die Stärkung des Wissensaustauschs: Im Rahmen eines Pandemiedialogs wird die Vernetzung von Experten gestärkt, um effizienter die Pandemie bekämpfen zu können. Zudem wurden Gesundheitsexpertinnen und –experten in die Region entsandt. In multilateralen Foren wie der G20 oder dem IWF setzt sich Deutschland dafür ein, die fiskalischen und wirtschaftlichen Folgen der Krise abzumildern. Die Auslandsvertretungen in der Region unterstützen dort, wo Hilfe am dringendsten benötigt wird: Sei es durch die Bereitstellung von Covid-19-Testkits, die Förderung von Gesundheitszentren oder die Verteilung von Lebensmittelspenden oder Desinfektionsmitteln.  

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