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Botsuana: Beziehungen zu Deutschland Botsuana

22.02.2019 - Artikel

Politische Beziehungen

Die Beziehungen zwischen Botsuana und Deutschland sind gut. Sie sind geprägt von gegenseitigem Respekt und Einvernehmen in internationalen Angelegenheiten. Mit dem Besuch von Bundesminister Dr. Gerd Müller im August 2018 und einen Staatsbesuch von Bundespräsident Steinmeier im November 2018 zeigt Deutschland sein fortdauerndes Interesse an Botsuana. Seit Herbst 2013 hat Botsuana eine Botschaft in Berlin.

Im Februar 2012 stattete der botsuanische Präsident Seretse Khama Ian Khama Deutschland einen offiziellen Besuch ab. Dabei traf er mit Bundeskanzlerin Merkel und Bundespräsident Wulff zusammen. Anlässlich der Internationalen Tourismusbörse (ITB) besuchte er Deutschland im März 2017 erneut und führte Gespräche mit Bundeskanzlerin Merkel und Bundespräsident Gauck.

Eine Delegationsreise von Bundestagsabgeordneten der Parlamentariergruppe Südliches Afrika fand zuletzt im Juni 2015 statt. Der persönliche Afrika-Beauftragte der Bundeskanzlerin, Günther Nooke, vertrat die Bundesrepublik bei den Jubiläumsfeierlichkeiten zum fünfzigsten Jahrestag der Unabhängigkeit Ende September 2016. Kurz zuvor, im August 2016, war die damalige Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Prof. Maria Böhmer, in Botsuana zu Gast.

Im Februar 2019 weilt eine Delegation des Bundestagsauschusses für Wirtschat und Energie in Botsuana  Hauptthemen ihres Aufenthalts waren die bilaterale Kooperation in der Berufsbildung, Perspektiven für eine wirtschaftliche Diversifizierung des Landes und die Aussichten für die Nutzung erneuerbarer Energie.

Wirtschaftsbeziehungen

Der deutsch-botsuanische Handelsverkehr und die deutschen Direktinvestitionen in Botsuana sind gering. Angaben des Statistischen Bundesamtes zufolge betrug das Handelsvolumen zwischen Deutschland und Botsuana 2017 etwa 56,2 Millionen US-Dollar, davon 52,3 Millionen US-Dollar deutsche Exporte nach Botsuana. Wichtigstes Exportgut Botsuanas nach Deutschland sind Fleischwaren; Deutschland liefert hauptsächlich Maschinen und elektrotechnische Erzeugnisse, Fahrzeuge, Nahrungsmittel, Metallwaren, chemische Erzeugnisse, Holz- und Papierprodukte. Zu berücksichtigen ist dabei, dass Botsuana den größten Teil seiner Einfuhren aus Südafrika bezieht, darunter auch vielfach Produkte deutscher Unternehmen. Diese Einfuhren deutscher Produkte aus Südafrika erscheinen nicht in der bilateralen Handelsstatistik.

Ausländische Investoren verhalten sich aufgrund des relativ kleinen Marktes und der günstigen Einfuhrmöglichkeiten aus Südafrika eher zurückhaltend. Gleichwohl könnte Botsuana auch für die deutsche Wirtschaft aufgrund seiner innenpolitischen Stabilität, seiner geographischen Lage in der Region und seiner soliden Finanzlage interessant sein. Der deutsch-botsuanische Investitionsschutz- und -fördervertrag ist im August 2007 in Kraft getreten.

Im März 2017 war Botsuana, als erstes Land des südlichen Afrikas überhaupt, offizielles Partnerland der ITB.

Entwicklungspolitische Zusammenarbeit

Aufgrund der beeindruckenden wirtschaftlichen Entwicklung Botsuanas und seines mittlerweile erreichten Status eines Landes mit gehobenem mittleren Einkommen wurde 1992 die bilaterale Finanzielle Zusammenarbeit eingestellt. Die bilaterale Technische Zusammenarbeit endete 2004.

Aufgrund einer gesonderten Vereinbarung vom März 2004 wird die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit seither mit Fokussierung auf den Bereich der beruflichen Bildung fortgesetzt, und zwar mit einer Ko-Finanzierung der botsuanischen Regierung und der nationalen Bergbaukammer (zu insgesamt 70 Prozent). Das Programm wurde Ende 2017 mit einer deutschen Zusage von weiteren drei Millionen Euro verlängert. Botsuana partizipiert daneben an der umfangreichen Entwicklungszusammenarbeit der EU und Deutschlands mit der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (SADC).

Hinweis:
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

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