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Bosnien und Herzegowina: Überblick Bosnien und Herzegowina

25.06.2019 - Artikel

Ländername: Bosnien und Herzegowina / Bosna i Hercegovina (BiH)

Klima: Kontinentalklima; zur Küste hin Mittelmeerklima

Lage: Südosteuropäischer Staat mit den Nachbarn Serbien im Osten, Montenegro im Südosten und Kroatien im Norden, Süden und Westen;

Fläche: 51.197 Quadratkilometer

Hauptstadt: Sarajewo (ca. 290.000 Einwohner)

Bevölkerung: ca. 3,5 Millionen Einwohner, davon circa 63 Prozent in der Entität „Föderation Bosnien und Herzegowina“ (FBiH), circa 35 Prozent in der Entität „Republika Srpska“ (RS), etwa 2 % Sonderbezirk Brcko (jeweils lt. Volkszählung 2013)

Landessprache: Bosnisch, Serbisch, Kroatisch, mit lateinischem (Bosnisch/Kroatisch) und kyrillischem Alphabet (Serbisch).

Religionen: Religionszugehörigkeit wird oft gleichgesetzt mit Zugehörigkeit zu einer ethnischen Gruppe, die sich über die Religion definiert. Laut Angaben der Bürger in der Volkszählung von 2013: 50,7 Prozent Muslime (größtenteils Bosniaken), 30,7 Prozent Serbisch-Orthodoxe (größtenteils Serben), 15,2 Prozent Katholiken (größtenteils Kroaten) und 1 Prozent andere Religionen.

Wichtige Feiertage:

In Bosnien und Herzegowina gibt es mangels entsprechender Gesetzesgrundlage keine gesamtstaatlichen Feiertage. In der FBiH werden der 1. März („Unabhängigkeitstag“, Referendum 1992) und der 25. November („Tag der Staatlichkeit“ oder „Dan Drzavosti“, Ausrufung der „Volksrepublik Bosnien und Herzegowina“ in Mrkonjic Grad 1943) gefeiert. In der RS werden der 1. März und der 25. November hingegen nicht begangen, dafür ist der 21. November (Paraphierung des Friedensabkommens von Dayton) ein Feiertag. Der dort jeweils am 9. Januar begangene „Tag der Republika Srpska“ ist vom gesamtstaatlichen Verfassungsgericht mehrfach für verfassungswidrig erklärt worden, die RS-Regierung will dennoch daran festhalten. Bosnische Kroaten feiern zudem den kroatischen Nationalfeiertag am 25. Juni. Die seit längerem geplante Verabschiedung eines einheitlichen Feiertagsgesetzes für ganz Bosnien und Herzegowina ist noch nicht erfolgt.

Unabhängigkeit: Ausrufung der Republik Bosnien und Herzegowina am 3.3.1992; Anerkennung durch EU und USA am 6./7.4.1992

Aufnahme diplomatischer Beziehungen:

  • 13.11.1992 (Bundesrepublik Deutschland)

Staats- und Regierungsform: Demokratischer Staat mit zwei weitgehend autonomen Entitäten: Föderation Bosnien und Herzegowina (FBiH) und Republika Srpska (RS)

Staatsoberhaupt: Staatspräsidium, bestehend aus jeweils einem Vertreter der bosniakischen, serbischen und kroatischen Volksgruppe: Šefik Džaferović (bosniakisch), Milorad Dodik (serbisch, seit November 2018 Vorsitzender der Präsidentschaft), Željko Komšić (kroatisch); der Vorsitz rotiert alle 8 Monate.

Regierungschef: Denis Zvizdić (geschäftsführend)

Außenminister: Igor Crnadak (geschäftsführend)

Parlament: Zweikammerparlament (Abgeordnetenhaus und Völkerkammer)

Regierungsparteien: Die neue gesamtstaatliche Regierung (Ministerrat) hat sich nach den Wahlen vom 07.10.2018 wegen politischer Uneinigkeit der maßgeblichen Parteien noch nicht konstituiert. Geschäftsführend ist weiterhin die nach der Wahl im Jahr 2015 gebildete Regierung unter Ministerpräsident Denis Zvizdić im Amt.

Auch in der Entität „Föderation“ hat sich nach den Wahlen vom 07.10.2018 noch keine neue Regierung konstituiert.

Bruttoinlandsprodukt: circa 16,07 Mrd. Euro (2017)

Pro-Kopf-Einkommen: circa 4.586 Euro (2017; GDP/C)

Währung: Konvertible Mark (KM; 1 Euro = 1,95583 KM)

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