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Deutschland und Bosnien und Herzegowina: Bilaterale Beziehungen Bosnien und Herzegowina

19.02.2020 - Artikel

Deutschland hat mit Bosnien und Herzegowina 1992 diplomatische Beziehungen aufgenommen und unterstützt seit vielen Jahren Projekte zur Konfliktprävention mit Mitteln des Stabilitätspakts für Südosteuropa.

Die von Deutschland mit-initiierte Reformagenda 2015-2018 hat dazu beigetragen, den wirtschaftlichen und sozialen Reformprozess wiederzubeleben und das Land auf seinem Weg der EU-Annäherung voran zu bringen. Das Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit der EU trat 2015 in Kraft, am 15. Februar 2016 überreichte Bosnien und Herzegowina seinen EU-Beitrittsantrag, auf den die EU-Kommission am 29. Mai 2019 mit einer Stellungnahme reagierte.

Nach dem Friedensabkommen von Dayton hat Deutschland eine Vorreiterrolle bei Investitionen in der produzierenden Industrie von Bosnien und Herzegowina übernommen. Deutschland zählt seit Jahren zu den wichtigsten Wirtschaftspartnern. Das Handelsvolumen stieg 2017 auf 1,6 Milliarden Euro (+ 11 % gegenüber 2016).

Deutschland gehört zu den wichtigsten Gebern im Bereich der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau und die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit fördern im Auftrag der Bundesregierung eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Infrastrukturmaßnahmen, Erneuerbare Energien und Energieeffizienz, daneben aber auch Demokratie und Zivilgesellschaft.

Die kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Bosnien und Herzegowina sind aufgrund der geographischen Nähe und vielfältigen Zusammenarbeit eng. Es wurde ein Kulturabkommen unterzeichnet, das am 4. Januar 2006 in Kraft trat.

Das Goethe-Institut ist in Sarajewo mit einem umfangreichen Programm und zahlreichen Veranstaltungen vertreten.

Wichtig ist zudem der Bildungs- und Wissenschaftsaustausch. Zwei Lektorinnen des DAAD sind vor Ort tätig.

Sieben sogenannte FIT-Schulen wurden als Partnerschulen des Goethe-Instituts im Rahmen der PASCH-Initiative ausgewählt. Daneben betreut die ZfA im PASCH-Netzwerk derzeit 15 Schulen, an denen das Deutsche Sprachdiplom erworben werden kann. Deutsch wird an vielen Schulen des Landes nach Englisch als zweite Fremdsprache unterrichtet.  

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