Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Deutschland und Belarus: bilaterale Beziehungen

22.09.2026 - Artikel

Ländername: Republik Belarus

Aufnahme diplomatischer Beziehungen: 13. März 1992 (Bundesrepublik Deutschland)

Regierungsform: Präsidialrepublik

Die bilateralen Beziehungen der Republik Belarus zu Deutschland sowie zur Europäischen Union sind schwer belastet. Ursache hierfür sind insbesondere die brutale Niederschlagung demokratischer Proteste im Jahr 2020, die Unterstützung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, die dramatische Menschenrechtssituation sowie massive Wahlfälschungen u.a. im Zuge der Präsidentschaftswahlen 2020 und 2025. Die Europäische Union, die G7 und viele Partner weltweit haben hierauf mit weitreichenden Sanktionen gegen Belarus reagiert.

Die Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen in Belarus ist vor diesem Hintergrund auf ein Minimum reduziert. Zugleich hat die Bundesregierung die Unterstützung für die belarussische Zivilgesellschaft deutlich ausgebaut und setzt sich gegenüber der belarussischen Staatsführung mit Nachdruck für ein Ende aller politischen Repressionen ein.

Die Kulturmittler Goethe-Institut, DAAD und ZfA mussten auf Forderung der belarussischen Behörden hin ihre Aktivitäten vor Ort vorübergehend einstellen. Enge Verbindungen zwischen Belarus und Deutschland bestehen im zivilgesellschaftlichen Bereich, etwa mit der Tschernobyl-Hilfe oder der gesellschaftlichen Aussöhnung vor dem Hintergrund begangener NS-Verbrechen, trotz aller Einschränkungen weiterhin fort.

Das bilaterale Handelsvolumen mit Deutschland betrug im ersten Halbjahr 2026 laut Angaben des statistischen Bundesamtes ca. 327 Mio. EUR.

Weitere Informationen

Schlagworte

nach oben