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Deutschland und Argentinien: Bilaterale Beziehungen Argentinien

17.09.2021 - Artikel

Offizielle Beziehungen zwischen Deutschland und Argentinien bestehen seit 1857, als der „Vertrag über Freundschaft, Handel und Schifffahrt“ zwischen Argentinien und Deutschland - genauer gesagt, zwischen dem Deutschen Zollverein und der Argentinischen Konföderation - unterzeichnet wurde. Die bilateralen Beziehungen haben eine breite Grundlage in Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur sowie ähnlichen Auffassungen zu wichtigen multilateralen Themen. Argentinien ist neben Brasilien und Mexiko einer der drei lateinamerikanischen Vertreter in der G20, der Gruppe der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer.

In Lateinamerika ist Argentinien der drittwichtigste Handelspartner Deutschlands (nach Brasilien und Mexiko). Deutschland bezieht aus Argentinien überwiegend Rohstoffe und Nahrungsmittel und ist der größte Abnehmer argentinischen Rindfleischs in der EU. Die Einfuhr von Fahrzeugen und Kfz-Teilen stellt ebenfalls einen wichtigen Anteil der deutschen Importe aus diesem Land dar. Bei den deutschen Exporten nach Argentinien stehen industrielle Erzeugnisse im Vordergrund. 

Das Interesse an deutscher Kultur und an der deutschen Sprache ist in Argentinien groß. Die sehr positive Grundhaltung wird durch die (nach Schätzungen circa eine Million) deutschstämmigen Argentinierinnen und Argentinier befördert, sie geht jedoch weit darüber hinaus. Die Goethe-Institute in den Städten Buenos Aires und Córdoba sowie zwei Goethe-Zentren und neun Kulturgesellschaften gestalten die deutsche auswärtige Kulturpolitik vor Ort mit. Zugleich gehören die deutschen Auslandsschulen - vier davon im Großraum Buenos Aires - zu den angesehensten Privatschulen im Land. Deutschland unterstützt im Rahmen der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ (PASCH) vor Ort insgesamt 30 Schulen, an denen Deutsch als Fremdsprache einen besonders hohen Stellenwert einnimmt.

Deutschland genießt auch als Partner in Akademie und Wissenschaft einen sehr guten Ruf in Argentinien. Die bilaterale wissenschaftlich-technologische Zusammenarbeit basiert auf einer langjährigen Tradition (Rahmenabkommen vom 31. März 1969). Leuchtturmprojekte sind u.a. das Deutsch-Argentinische Hochschulzentrum, das Max-Planck-Partnerinstitut (Biomedizin) oder das deutsch-argentinische Geodätische Observatorium.


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