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Deutschland und Angola: bilaterale Beziehungen Angola

23.09.2019 - Artikel

Die bilateralen Beziehungen zwischen beiden Ländern sind gut. Deutschland hat mit Angola im Zuge des Besuchs der Bundeskanzlerin in Angola im Juli 2011 eine umfassende Partnerschaft vereinbart. Die daraufhin gegründete „Bilaterale Kommission“ auf Staatsekretärs-Ebene und unter Beteiligung diverser Ressorts tagte im April 2012 und im April 2016.

Nach dem Ende des Bürgerkriegs nahmen deutsche Exporte nach Angola zunächst stetig zu. 2010 wurde in Luanda ein Delegiertenbüro der Deutschen Wirtschaft mit einem entsandten Leiter eröffnet. Seit dem Verfall internationaler Rohölpreise, das die sehr vom Ölexport abhängige angolanische Wirtschaft besonders stark traf, stagniert das bilaterale Handelsvolumen. Bis zum Jahr 2012 stieg es auf 391 Millionen Euro, sank dann jedoch deutlich und liegt heute bei 300 Millionen Euro.  Angola ist derzeit der sechstwichtigste Handelspartner Deutschlands in Subsahara-Afrika.

Angola ist seit 2012 kein Partnerland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mehr. Regional profitiert Angola weiterhin von der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit mit der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (SADC) in den Schwerpunkten grenzüberschreitendes Wassermanagement und grenzüberschreitender Schutz und Nutzung natürlicher Ressourcen sowie von Vorhaben der Finanziellen Zusammenarbeit.

Mehr als 2000 Angolaner und Angolanerinnen haben in der DDR studiert oder sind dort zu Fachkräften ausgebildet worden. Dieser Personenkreis – unter ihnen auch einige derzeitige und frühere Minister – bleibt Deutschland und der deutschen Sprache verbunden. Es gibt zahlreiche Rückkehrer nach Angola mit hervorragenden Deutschkenntnissen und doppelter Staatsangehörigkeit. Seit August 2012 ist ein deutsch-angolanische Kulturabkommen in Kraft und bildet die Rechtsgrundlage für das 2009 eröffnete Goethe-Institut Angola.

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