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Andorra: Politisches Porträt

22.03.2022 - Artikel

Das Fürstentum Andorra zählt derzeit etwa 80.000 Einwohner (2021), von denen ca. die Hälfte nicht aus Andorra stammt. Amtssprache ist Katalanisch. Spanisch, Französisch und Portugiesisch sind ebenfalls weit verbreitet. Mit 468 qkm ist Andorra etwa halb so groß wie Berlin.

Die Entstehung des Fürstentums ist auf das Jahr 1278 zurückzuführen, in dem Andorra als gemeinsames Lehen des französischen Königs und des Bischofs von Seu d’Urgell hervorging..  1993 erlangte Andorra mit seiner ersten Verfassung vollständige Souveränität. Andorra ist eine parlamentarische Demokratie. Mit dem französischen Präsidenten und dem  Bischof von Seu d’Urgell als gemeinsamen (ausländischen) Staatsoberhäuptern genießt Andorra weltweit ein Alleinstellungsmerkmal. Xavier Espot Zamora wurde am 16. Mai 2019 im Einkammerparlament zum Regierungschef gewählt. Seit dem 20. Mai 2019 amtiert in der Geschichte Andorras zum ersten Mal eine Regierung aus einer Dreiparteienkoalition. Das Kabinett ist zudem erstmalig paritätisch besetzt.

Andorra strebt eine weitere Öffnung des Landes nach Europa. Das andorranische nominale BIP betrug 2020 ca. 2,5 Mrd. € Die Wirtschaft ist stark abhängig vom Tourismus: 2019 zählte Andorra vor der Corona-Pandemie mehr als 8,2 Millionen Besucher. Pandemiebedingt hat sich die Zahl der Besucher im Jahr 2020 und 2021 deutlich reduziert (4,6 Millionen/ 5,4 Millionen).

Seit 1.7.1991 besteht ein Abkommen über die Handelsbeziehungen mit der EU; Andorra verhandelt seit 2013 gemeinsam mit San Marino und Monaco über ein Assoziierungsabkommen.

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