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Andorra: Politisches Porträt Andorra

01.03.2021 - Artikel

Das Fürstentum Andorra zählt derzeit etwa 78.000 Einwohnerinnen und Einwohner, von denen ca. die Hälfte nicht aus Andorra stammt. Amtssprache ist Katalanisch; Spanisch, Französisch und Portugiesisch sind ebenfalls weit verbreitet. Mit 468km² ist Andorra etwa halb so groß wie Berlin.

Die Entstehung des Fürstentums ist auf das Jahr 1278 zurückzuführen, in dem Andorra als gemeinsames Lehen des französischen Königs und des Bischofs von Seu d’Urgell hervorging. Im Jahre 1993 erlangte Andorra mit seiner ersten Verfassung vollständige Souveränität. Andorra ist eine parlamentarische Demokratie. Mit dem  französischen Präsidenten und dem  Bischof von Seu d’Urgell als gemeinsamen (ausländischen) Staatsoberhäuptern genießt Andorra weltweit ein Alleinstellungsmerkmal. Xavier Espot Zamora wurde am 16. Mai 2019 zum Regierungschef gewählt (Einkammerparlament). Seit dem 20. Mai 2019 amtiert in der Geschichte Andorras zum ersten Mal eine Regierung aus einer Dreiparteienkoalition. Das Kabinett ist ebenfalls erstmalig paritätisch besetzt.

Andorra strebt eine weitere Öffnung des Landes nach Europa an und verhandelt seit 2013 über ein Assoziierungsabkommen mit der EU.  Das andorranische nominale BIP betrug 2019 2,8 Mrd. €. Die Wirtschaft ist stark abhängig vom Tourismus: 2019 zählte Andorra mehr als 8,2 Mio. Besucherinnen und Besucher. Pandemiebedingt hat sich die Zahl der Besucherinnen und Besucher im Jahr 2020 fast halbiert (4,6 Mio.). Auch die Bedeutung der Banken ist für die dortige Volkswirtschaft hoch. Pandemiebedingt rechnet Andorra für 2020 mit einem Defizit von ca. 165 Mio. €.


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