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Deutschland und Algerien: bilaterale Beziehungen Algerien

28.10.2020 - Artikel

Die politischen Beziehungen zwischen Algerien und Deutschland sind gut. Auch in den 1990er Jahren, als Algerien unter islamistischem Terror litt, wurden die diplomatischen Kontakte aufrechterhalten. 2001 stattete der damalige Präsident Bouteflika als erster algerischer Präsident Deutschland einen offiziellen Besuch ab. Der Besuch von Bundespräsident Köhler im November 2007 war der erste Staatsbesuch eines deutschen Bundespräsidenten in Algerien. Die erste Auslandsreise des amtierenden Präsidenten Tebboune führte am 19. Januar 2020 nach Berlin zur Teilnahme an der Berliner Libyen-Konferenz.

Deutschland ist für Algerien viertwichtigstes Lieferland. Die wichtigsten Ausfuhrgüter Deutschlands sind Kraftfahrzeuge und Fahrzeugteile, Maschinen sowie chemische Erzeugnisse. Importe nach Deutschland umfassen überwiegend Erdöl sowie Petrochemie. Die deutsche Außenhandelskammer zählt rund 350 Mitglieder.

Neben der von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Präsident Bouteflika 2011 vereinbarten deutsch-algerischen „Gemischten Wirtschaftskommission“ ist mit der Energiepartnerschaft 2015 noch ein weiteres Forum für Wirtschaftskontakte hinzugekommen. Die zweite Auflage des deutsch-algerischen Energietages fand am 28.11.2019 in Algier statt.

Deutschland und Algerien unterhalten verschiedene bilaterale Abkommen, so etwa seit 2002 ein Investitionsschutzabkommen und seit 2008 ein Doppelbesteuerungsabkommen; darüber hinaus u.a. ein Seeschifffahrts- sowie ein Luftverkehrsabkommen.

Derzeit verhandeln Deutschland und Algerien über den Abschluss eines bilateralen Kulturabkommens, das die Basis für die Vertiefung der kulturellen und wissenschaftlichen Zusammenarbeit beider Länder bilden soll.

Das Goethe-Institut Algier wurde 1963 gegründet und ist seit 2002 wieder aktiv. Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegen auf der Spracharbeit und Bildungszusammenarbeit. Vier algerische Schulen sind Teil des Partnerschulwerks PASCH und bieten Deutsch als Fremdsprache an. Die Zahl der Deutschlernenden hat sich innerhalb weniger Jahre auf 48.000 verdoppelt.

Seit 2008 arbeiten das Deutsche Archäologische Institut (DAI) und das Nationalmuseum Cherchell bei der Restaurierung archäologischer Objekte, der Ausbildung von Personal sowie bei der Reorganisation des Museums zusammen.

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