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Afghanistan: Politisches Porträt

24.10.2022 - Artikel

Afghanistan verfügt über außerordentlichen ethnischen und kulturellen Reichtum. Die Bevölkerung, rund 39 Millionen überwiegend junge Menschen, setzt sich aus Paschtunen, Tadschiken, Usbeken, Hazara, Turkmenen und weiteren Bevölkerungsgruppen zusammen. Amtssprachen sind Dari und Paschto.

Afghanistan ist ein Zentralstaat mit 34 Provinzen, die in Distrikte gegliedert sind.

Nachdem die Taliban in den vergangenen Jahren ihren Einfluss vor allem in ländlichen Gebieten militärisch und politisch wieder ausgeweitet hatten, gelang es ihnen im Sommer 2021, weite Teile Afghanistans unter ihre Kontrolle zu bringen. Mit der Einnahme Kabuls am 15. August 2021 haben die Taliban den bestimmenden Einfluss  im Land. Seitdem haben sie begonnen, staatliche und institutionelle Strukturen an ihre religiösen und politischen Vorstellungen anzupassen, dieser Prozess hält an. Die bereits zuvor schwierige wirtschaftliche und humanitäre Lage hat sich deutlich verschärft.

Zwischen 2001 und 2021 hatte sich in Afghanistan eine immer aktivere Zivilgesellschaft und weitgehend freie Medienlandschaft herausgebildet. Unter den neuen Machthabern werden Freiräume, darunter auch insbesondere von Frauen und Mädchen oder für die Presse, deutlich eingeschränkt. Es kommt zu teils schweren Menschenrechtsverletzungen.

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