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Deutschland und Afghanistan: Bilaterale Beziehungen Afghanistan

01.03.2021 - Artikel

Die deutsch-afghanischen Beziehungen gehen auf die erste Kontaktaufnahme zwischen den Regierungen des Deutschen Reiches und des Königreichs Afghanistan im Jahr 1915 zurück. Nach dem Sturz des Taliban-Regimes Ende 2001 überreichte der deutsche Botschafter als erster ausländischer Missionschef der neuen Übergangsregierung sein Beglaubigungsschreiben. Deutschland war 2001 und 2011 Gastgeber zweier wegweisender Konferenzen zur Zukunft Afghanistans und leistet als zweitgrößter Geber umfassende Unterstützung für Afghanistan.

Nach der Übernahme der Sicherheitsverantwortung durch die afghanischen Sicherheitskräfte und dem damit verbundenen Ende des NATO-Einsatzes ISAF, beteiligt sich Deutschland als zweitgrößter Truppensteller an der NATO-Mission “Resolute Support” zur Ausbildung, Beratung und Unterstützung der afghanischen Verteidigungs- und Sicherheitskräfte.

Um das Engagement der internationalen Gemeinschaft zu bekräftigen und die Unterstützung für die Stabilisierung und Entwicklung Afghanistans zu koordinieren, finden regelmäßig Geberkonferenzen statt. Dabei vereinbaren die Geber gemeinsam mit der afghanischen Regierung auch die Reformagenda, an die das internationale Engagement geknüpft ist, und die Bereiche wie gute Regierungsführung, Korruptionsbekämpfung, Frauenrechte und Wirtschaft umfasst. Auf der Geberkonferenz im November 2020 hat Deutschland bis zu 430 Millionen Euro an ziviler Unterstützung für das Jahr 2021 zugesagt.

Maßnahmen zur Stabilisierung umfassen die Unterstützung lokaler Polizeikräfte, den Aufbau von Kapazitäten in Justiz und Verwaltung, die Förderung von Zivilgesellschaft und Hochschulkooperationen und die Unterstützung des Friedens- und Versöhnungsprozesses. Schwerpunkte der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit sind Wirtschaftsförderung, gute Regierungsführung und Stadtentwicklung (einschließlich Wasser und Energie). Die Bundesregierung unterstützt darüber hinaus humanitäre Maßnahmen wie Hilfe für Binnenvertriebene und Flüchtlinge, Katastrophenvorsorge, Minen- und Kampfmittelräumen und Minenopferfürsorge.

Mit zahlreichen Hochschulkooperationen, Stipendienprogrammen und Projekten zum Kulturerhalt trägt Deutschland auch dazu bei, Kapazitäten im afghanischen Bildungs- und Wissenschaftssektor aufzubauen.  

Weitere Informationen

Deutscher Soldat auf dem Vogelmarkt in Kundus, Afghanistan © picture-alliance/dpa/dpaweb

Afghanistan darf nicht wieder zum Rückzugsraum für internationale Terroristen werden. Deshalb helfen Deutschland und die internationale Gemeinschaft Afghanistan, ein stabiles Land zu werden, in dem die Menschen sicher leben können und selbst über ihre Zukunft bestimmen.

Weitere Informationen finden Sie unter Berichte der Bundesregierung zu Afghanistan.

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