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Äthiopien: Politisches Porträt Äthiopien

13.10.2020 - Artikel

Das nie kolonialisierte Äthiopien blickt auf eine lange staatliche Tradition zurück. Nach dem Ende der Militärdiktatur 1991 wurde der Vielvölkerstaat föderalistisch aufgebaut, innerstaatliche Grenzen orientieren sich heute an ethnischer Zugehörigkeit.

Gegenwärtig befindet sich das Land in einem weitreichenden Umbruchprozess, der durch innen- und außenpolitische Reformen gekennzeichnet ist. Im Inneren gehen diese mit größeren bürgerlichen Freiheiten und geplanten Privatisierungen in der staatlich gelenkten Wirtschaft einher. Gleichzeitig lässt sich eine Zunahme von ethnischen Spannungen, Gewaltausbrüchen und Binnenvertreibungen beobachten. Außenpolitisch markiert das Friedensabkommen mit Eritrea von 2018 eine radikale Kehrtwende.

Angestoßen wurden die Reformen durch Ministerpräsident Dr. Abiy Ahmed Ali, der seit April 2018 im Amt ist. Die seit dem Ende der Militärdiktatur regierende und das Parlament dominierende Parteienkoalition EPRDF wurde im Frühjahr 2020 aufgelöst, ihre Teile gingen größtenteils in der neu gegründeten Wohlstandspartei auf. Die für August 2020 angesetzten Wahlen wurden aufgrund von Covid-19 verschoben.

Weitere Informationen

Äthiopien ist Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Mehr dazu beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

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