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Äthiopien: Politisches Porträt Äthiopien

19.07.2021 - Artikel

Der nie kolonialisierte Vielvölkerstaat Äthiopien wurde nach dem Ende der Militärdiktatur 1991 föderalistisch aufgebaut, innerstaatliche Grenzen orientieren sich heute an ethnischer Zugehörigkeit.

Gegenwärtig befindet sich das Land in einem weitreichenden Umbruchprozess, der durch innen- und außenpolitische Reformen gekennzeichnet ist. Im Inneren gehen diese mit größeren bürgerlichen Freiheiten und geplanten Privatisierungen einher. Gleichzeitig lässt sich eine Zunahme von ethnischen Spannungen, Gewaltausbrüchen und Binnenvertreibungen beobachten. Am gravierendsten ist der Konflikt in der Region Tigray, welcher im November 2020 militärisch eskalierte. Außenpolitisch markierte das Friedensabkommen mit Eritrea von 2018 eine radikale Kehrtwende.

Angestoßen wurde der Umbruch durch Ministerpräsident Dr. Abiy Ahmed Ali, der seit April 2018 im Amt ist. Die seit dem Ende der Militärdiktatur regierende Parteienkoalition EPRDF wurde im Frühjahr 2020 aufgelöst und ging größtenteils in der neuen Wohlstandspartei auf. Im Juni 21 wurde im Großteil des Landes gewählt, verbleibende Wahlkreise sollen mit Ausnahme Tigrays im September wählen.

Weitere Informationen

Äthiopien ist Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Mehr dazu beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

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