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Äthiopien: Beziehungen zu Deutschland

12.12.2022 - Artikel

Die seit 1905 bestehenden deutsch-äthiopischen Beziehungen sind traditionell gut und werden durch hochrangigen Besucherverkehr gepflegt.

Der Besuch Kaiser Haile Selassies 1954 war der erste eines ausländischen Staatsoberhauptes in der noch jungen Bundesrepublik Deutschland. In jüngerer Zeit reisten Bundeskanzlerin Merkel 2016 sowie Bundespräsident Steinmeier 2019 nach Äthiopien. Ministerpräsident Dr. Abiy Ahmed Ali besuchte Berlin im Oktober 2018 und Außenminister Demeke Mekonnen besuchte Berlin zuletzt im November 2020.

Unter deutscher G20-Präsidentschaft wurde Äthiopien 2017 in den „Compact with Africa“ aufgenommen. Äthiopien ist ein wichtiges bilaterales Partnerland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit Fokus auf beruflicher Bildung, Ernährung und Landwirtschaft sowie dem Schutz natürlicher Ressourcen. Ein wichtiges Ziel ist auch die Steigerung von Investitionen und die Schaffung von Arbeitsplätzen.

Der zwischen November 2020 und November 2022 militärisch ausgetragene Konflikt im Norden des Landes hat die zuvor vielversprechende Entwicklung des Landes massiv zurückgeworfen. Daher wurde die Entwicklungszusammenarbeit zunehmend bevölkerungs­nah ausgerichtet und um Maßnahmen zu Menschen­rechten, guter Regierungsführung und Demokratisierung ergänzt. Auch der Kampf gegen Ernährungskrisen und akute humanitäre Notlagen, u.a. durch die Heuschreckenplage 2020 und die sich am Horn von Afrika ausbreitende Dürre, wird von Deutschland weiterhin finanziell unterstützt.

Deutschland ist einer der größten Abnehmer äthiopischer Waren, vor allem von Kaffee und Textilien. Deutsche Exporte nach Äthiopien bestehen in erster Linie aus Fertigprodukten wie Maschinen, Motoren, Kraftfahrzeugen sowie Chemikalien und Medikamenten.

Die deutsch-äthiopischen Kulturbeziehungen gründen auf eine lange Tradition deutscher Forschung in Äthiopien, aus der eine Vielzahl von Hochschulpartnerschaften entstanden ist. In der Praxis zeichnen sich die kulturellen Beziehungen ferner durch die Arbeit des Goethe-Instituts, des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, der Deutschen Botschaftsschule Addis Abeba sowie des Deutschen Archäologischen Instituts mit Grabungskampagnen in Yeha und Wuqro aus. Der amharische Kanal der Deutschen Welle ist dabei wichtiges Medium der kulturellen Beziehungen.

Weitere Informationen

Äthiopien ist Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Mehr dazu beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

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