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Übersicht: Die UN-Einrichtungen in Deutschland

08.09.2017 - Artikel

Die meisten UN-Einrichtungen in Deutschland sind in Bonn angesiedelt. Darüber hinaus gibt es Standorte in Berlin, Dresden, Frankfurt a. M., Hamburg, Nürnberg und München. Eine Übersicht über alle in Deutschland ansässigen UN-Organisationen finden Sie hier.

Bonn

Sekretariat des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen zur Bekämpfung des Klimawandels (UNFCCC)
Das Rahmenübereinkommen über Klimaänderungen wurde im Jahr 1992 geschlossen und hilft den Staaten, den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen. Ziel ist, die Konzentrationen der Treibhausgase in der Atmosphäre auf einem nachhaltigen Niveau zu stabilisieren. Weiterhin organisiert das Sekretariat Konferenzen und unterstützt Regierungen und Institutionen in der Entwicklung von Techniken, die dazu beitragen sollen, den Folgen des Klimawandels begegnen zu können.

Sekretariat des Übereinkommens der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Desertifikation (UNCCD)
Bereits 1992 auf dem Umweltgipfel von Rio wurde die Wüstenbildung als eine der größten Herausforderungen unserer Zeit identifiziert. Seit Inkrafttreten des Vertrags 1994 richtet sich die Arbeit dieses multilateralen Projekts auf die Förderung von nachhaltiger Entwicklung in ariden Ökosystemen, um Wüstenbildung zu bekämpfen und die Auswirkungen von Dürrekatastrophen, insbesondere in Afrika, zu reduzieren.

Freiwilligenprogramm der Vereinten Nationen (UNV)
UNV ist seit 1970 die zentrale Koordinationsstelle für den Freiwilligendienst innerhalb der Vereinten Nationen. UNV mobilisiert erfahrenes und engagiertes Personal, das vor Ort oder online Arbeitszeit und Fachwissen in den Dienst der Entwicklung stellt. Jährlich sind rund 7000 Freiwillige in über 130 Entwicklungsländern eingesetzt. Das Programm wird vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) verwaltet.

Aktionskampagne für die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (SDG Action Campaign)
Die Aktionskampagne für die Ziele für nachhaltige Entwicklung soll als strategischer Knotenpunkt ihr Mandat erfüllen, die Menschen zum Handeln für die Ziele für die nachhaltige Entwicklung zu inspirieren, die Anstrengungen der Beteiligten zueinander in Bezug zu setzen und Synergien zu schaffen, bürgergenerierte Daten aufzuschlüsseln, Erfolge an die Öffentlichkeit zu tragen, bewährte Verfahrensweisen auszutauschen sowie Innovationen zu entwickeln und zu erproben.

Sekretariat des Übereinkommens zur Erhaltung der wandernden wild lebenden Tierarten (UNEP/CMS)
1979 wurde das Übereinkommen – auch bekannt als „Bonner Konvention“ – von 116 Ländern geschlossen. Es wird vom UN-Umweltprogramm UNEP verwaltet und enthält verbindliche Regeln für den globalen Schutz bedrohter Tierarten. Darüber hinaus werden im Rahmen der Konvention internationale Abkommen für bestimmte wandernde Tierarten geschlossen.

Sekretariat des Abkommens zur Erhaltung der afrikanisch-eurasisch wandernden Wasservögel (UNEP/AEWA)
Das Abkommen zur Erhaltung der afrikanisch-eurasischen wandernden Wasservögel (AEWA) ist ein internationaler Vertrag, der 1995 als Ableger der Konvention der wandernden wildlebenden Tierarten (CMS) geschlossen wurde. Das Abkommen schützt 255 Wasservogelarten in 119 Ländern.

Sekretariat des Abkommens zur Erhaltung der Kleinwale in der Nord- und Ostsee, dem Nordatlantik und der Irischen See (UNEP/ ASCOBANS)
Das 1991 zwischen 10 europäischen Staaten geschlossene Abkommen schützt mit Ausnahme des Pottwals alle Arten von Zahnwalen in der Nord- und Ostsee. Das Sekretariat sammelt und verbreitet Informationen mit Bezug auf die Umsetzung des Abkommens und organisiert, unterstützt und bereitet die Treffen der Gremien und Beiräte des Abkommens vor.

Sekretariat des Abkommens zur Erhaltung der europäischen Fledermauspopulationen (UNEP/EUROBATS)
EUROBATS wurde 1991 unter der Schirmherrschaft von UNEP/CMS geschlossen. Durch das Abkommen werden 52 europäische Fledermausarten geschützt, die Entwicklung der Fledermauspopulationen überwacht und wichtige Gebiete für den Fledermausschutz identifiziert.

Zwischenstaatliche Plattofrm für Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen (IPBES)
Dieses Beratergremium soll weltweit wissenschaftliche Daten zum Schutz der Biologischen Vielfalt sammeln und analysieren sowie Handlungsoptionen anbieten. Seit Anfang 2014 ist IPBES auf dem UN-Campus in Bonn angesiedelt.

Internationales Zentrum der UNESCO für Berufsbildung (UNESCO-UNEVOC)
Das Internationale Zentrum UNESCO-UNEVOC hilft den Mitgliedstaaten weltweit, ihre Einrichtungen zur Berufsbildung und Fortbildung am Arbeitsplatz zu entwickeln und zu verbessern. Das Zentrum koordiniert ca. 280 Organisationen und Institutionen im Bereich der Berufsbildung in 165 Ländern, darunter nationale Ministerien und Forschungseinrichtungen.

Internationale Strategie zur Katastrophenvorsorge der Vereinten Nationen (UNISDR) - Verbindungsbüro Bonn
UNISDR verfolgt die Aufgabe, Akteure und Ressourcen auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene im ISDR-System für die Stärkung von Katastrophenvorsorge zu mobilisieren und zu unterstützen. Das Verbindungsbüro hält den Kontakt zu den UN-Organisationen in Bonn und deutschen einschlägigen Institutionen (z.B. dem Deutschen Komitee für Katastrophenvorsorge)

Plattform der Vereinten Nationen für raumfahrtgestützte Informationen für Katastrophenmanagement und Notfallmaßnahmen (UNOOSA/ UN-SPIDER)
SPIDER als Programm des UN-Weltraumbüros OOSA (Office for Outer Space Affairs) in Wien wurde auf Empfehlung des UN-Weltraumausschusses (Committee on the Peaceful Uses of Outer Space - COPUOS) von der Generalversammlung der Vereinten Nationen am 14. Dezember 2006 verabschiedet. Es soll den Zugang zu Weltraumdaten zur Unterstützung von Katastrophenvorbeugung und zum Katastrophenmanagement wesentlich verbessern. Dazu ermöglicht es als weltweit anerkannte Schnittstelle zwischen Raumfahrtorganisationen und Nutzern eine schnelle Orientierung im Katastrophenfall und stellt den Zugang zu weltraumgestützten Informationen für betroffene Staaten sowie für nationale und internationale Hilfsorganisationen sicher.

Regionales Informationszentrum der Vereinten Nationen - Verbindungsbüro in Deutschland (UNRIC)
Das Regionale Informationszentrum der Vereinten Nationen (UNRIC) in Brüssel und sein deutsches Verbindungsbüro in Bonn dienen als Kontaktstelle für die Vereinten Nationen in Deutschland. Als Teil der UNO-Hauptabteilung Presse und Information ist die Hauptaufgabe von UNRIC die Verbreitung von Informationen über die Tätigkeit der Vereinten Nationen. Für die UN in Bonn koordiniert UNRIC außerdem die gemeinsame Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Universität der Vereinten Nationen - Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit (UNU-EHS)
Die Mitarbeiter des Instituts für Umwelt und menschliche Sicherheit (UNU-EHS) erforschen die Verwundbarkeit der Gesellschaft durch naturgegebene sowie von Menschen verursachte Umweltgefahren, z.B. durch Natur- und Umweltkatastrophen.

Universität der Vereinten Nationen - Vizerektorat in Europa (UNU-ViE)
Als erstes UNU-Vizerektorat außerhalb des UNU-Hauptsitzes Tokio zielt das Vizerektorat zielt auf die Stärkung der Präsenz der UNU in Europa und soll enge Verbindungen zwischen Gremien des UN-Systems, Regierungen und Hochschul- und Forschungseinrichtungen sowie anderen Stellen entwickeln. Dabei trägt es als ein Forum für Dialog und Ideenaustausch insbesondere zur Entwicklung von Kapazitäten in Entwicklungsländern bei. Thematischer Schwerpunkt des Vizerektorats in Europa sind Fragen der Wissenschaft und Technologie im Dienst der menschlichen Sicherheit sowie Nachhaltigkeitsforschung und E-Learning.

Universität der Vereinten Nationen - Vizerektorat in Europa - Operating Unit SCYCLE (UNO-ViE-SCYCLE)
Das Programm will Gesellschaften befähigen, die durch Produktion, Konsum und Entsorgung von Verbrauchsgütern hervorgerufene Umweltlast zu vermindern. SCYCLE – eine Einheit des in Bonn ansässigen Vizerektorats der Universität der Vereinten Nationen – steht für „sustainable cyclesd.h. nachhaltige Kreisläufe.

Wissenszentrum für Nachhaltige Entwicklung (UNSSC Knowledge Centre for Sustainable Development)
Das Knowledge Centre for Sustainable Development ist integraler Bestandteil der Fortbildungsakademie des Systems der Vereinten Nationen (UNSSC) mit Sitz in Turin, Italien. Gemäß dem gemeinsamen Ziel der VN Bonn „Nachhaltigkeit gestalten“, stehen die Agenda 2030 mit 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) und deren Umsetzung thematisch im Mittelpunkt. Von Bonn aus werden nun auch Aus- und Weiterbildungsangebote nicht nur für EntscheidungsträgerInnen der Vereinten Nationen sondern auch für RegierungsvertreterInnen, Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft angeboten. .

Weltgesundheitsorganisation - Europäisches Zentrum für Umwelt und Gesundheit (WHO-ECEH)
Das Zentrum ist ein Büro der WHO und liefert Informationen und Rat zu den Auswirkungen von Umweltgefahren auf die Gesundheit von Menschen an die Medien, die Gesellschaft und die Mitgliedstaaten. Es bearbeitet schwerpunktmäßig unter anderem die Themen Luft, Lärm, Wohnen, gesunde Arbeit und Chemikaliensicherheit.

Investitions- und Technologieförderungsbüro (UNIDO/ITPO Germany)
UNIDO eröffnete im Mai 2017 ein Investitions- und Technologieförderungsbüro (Investment and Technology Promotion Office, ITPO) am UN-Standort Bonn, finanziell gefördert von der Bundesregierung. Hier können potentielle Investoren aus der deutschen Privatwirtschaft mit Vertretern von Entwicklungsländern (z.B. Wirtschaftsverbänden, Delegationen, Regierungsvertretern) direkt zusammenkommen, zum gegenseitigen Nutzen. Deutschland hat für Entwicklungsländer komparative Vorteile z.B. bei nachhaltigen und umweltfreundlichen Technologien. Die UNIDO betreibt derzeit 8 dieser ITPOs sowohl in Industrie- als auch Entwicklungsländern.

Berlin

Internationale Arbeitsorganisation – Vertretung in Deutschland (ILO)
Die Internationale Arbeitsorganisation, 1919 in Genf gegründet, ist die für die Arbeits- und Sozialpolitik zuständige Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Die jährlich im Internationalen Arbeitsamt, dem Ständigen Sekretariat der Organisation, zusammentretende Internationale Arbeitskonferenz erarbeitet und verabschiedet internationale Übereinkommen zu wichtigen Bereichen der Arbeits- und Sozialpolitik. Auf diese Weise ist im Laufe der Zeit ein Geflecht internationaler Regelungen geschaffen worden, die dem Sozialschutz der arbeitenden Menschen weltweit dienen und einen fairen internationalen Wettbewerb gewährleisten sollen.

Der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen – Regionalvertretung für Deutschland, Österreich und die Tschechische Republik (UNHCR)
Der Schwerpunkt der UNHCR-Aktivitäten in Deutschland liegt im Bereich des Rechtsschutzes für Asylbewerber und anerkannte Flüchtlinge. Rechtsberater der UNHCR-Büros kommentieren, auch auf Einladung von Regierungsstellen oder des Bundestages und seiner Ausschüsse, Verfahrensregelungen sowie Änderungen des materiellen Asylrechts aus internationaler Sicht.

Internationale Organisation für Migration (IOM)
Zu den Schwerpunkten der Arbeit der IOM in Deutschland mit Büros in Berlin und Nürnberg gehören die Unterstützung der freiwilligen Rückkehr, Hilfe bei Aus- und Weiterwanderung, die Bekämpfung des Menschenhandels und die Integration von Migrantinnen und Migranten. Ziel der IOM ist es, durch Migration die soziale und wirtschaftliche Entwicklung zu fördern, die Menschenwürde und das Wohl von Migrantinnen und Migranten zu wahren und das Verständnis für Migration zu verbessern. IOM hat 149 Mitgliedstaaten. Deutschland gehört der IOM seit 1954 an. IOM wurde in 2016 als verwandte Organisation in das System der Vereinten Nationen aufgenommen.

Welternährungsprogramm (WFP)
Als wichtigste Institution der Vereinten Nationen im Kampf gegen den Hunger muss das UN-Welternährungsprogramm (World Food Programme) immer wieder schnell auf Notsituationen reagieren. Gleichzeitig arbeitet es daran, die Ernährung auch langfristig zu sichern.

WFP und Deutschland haben 2015 mit der Eröffnung des WFP Innovation Accelerators in München neue Kooperationen aufgenommen. Das Zentrum wird WFP und seinen Partnern ermöglichen, in Zeiten vielfältiger Krisen innovative und nachhaltige Lösungen für die neuen Herausforderungen im Bereich der Nothilfe wie auch der Entwicklungsprogramme zu entwickeln.

Büro der Weltbank in Berlin
Die Weltbank unterstützt Entwicklungsländer weltweit durch finanzielle und technische Hilfe. Sie vergibt gering verzinste oder zinsfreie Kredite für Investitionen in Bildung, Gesundheit, öffentliche Verwaltung, Infrastruktur, die Entwicklung des privatwirtschaftlichen und des Finanzsektors, Landwirtschaft und die Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen.

Dresden

Universität der Vereinten Nationen – Institut für nachhaltige Ressourcenbewirtschaftung (UNU-FLORES)
UNU-FLORES beschäftigt sich mit internationalen Strategien zur nachhaltigen Ressourcennutzung, insbesondere dem integrierten Management von natürlichen Ressourcen wie Wasser, Boden und Abfall. Im Zentrum stehen dabei Schwellen- und Entwicklungsländer. Forschungsthemen sind Wasser-, Boden- und Abfallwirtschaft sowie Altlasten.

Frankfurt

Internationale Finanzkorporation (IFC) der Weltbank
Die IFC übernimmt für die Weltbank Aufgaben aus den Feldern Investitionen, Beratung und Vermögensverwaltung und stellt ihr Wissen Kunden aus mehr als 100 Entwicklungsländern zur Verfügung. Dabei werden den Unternehmen sowohl kurzfristige als auch langfristige Finanzierungslösungen angeboten, die außerdem mit wachstumsfördernder Beratung verbunden werden.

Hamburg

Internationaler Seegerichtshof (ITLOS)
Der Internationale Seegerichtshof wurde aufgrund der Seerechtskonvention 1982 eingerichtet und ist seit Oktober 1996 in Hamburg ansässig. Seine 21 Richter können zur Streitschlichtung zwischen den Vertragsstaaten in Fragen der Schifffahrt, der Meeresbodennutzung, der Fischerei und der marinen Umwelt angerufen werden.

UNESCO-Institut für Lebenslanges Lernen (UIL)
Das UNESCO-Institut für Lebenslanges Leben, gegründet 1951, ist ein gemeinnütziges internationales Forschungs-, Informations-, Trainings-, Dokumentations- und Publikationszentrum der UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur). Als eins von sechs erziehungswissenschaftlichen Instituten der UNESCO konzentriert sich das UIL hauptsächlich auf Erwachsenen- und Weiterbildung, Alphabetisierung und non-formale Grundbildung in der Perspektive des Lebenslangen Lernens.

Nürnberg

UNHCR Nürnberg
Der Schwerpunkt der UNHCR-Aktivitäten in Deutschland liegt im Bereich des Rechtsschutzes für Asylbewerber und anerkannte Flüchtlinge. Rechtsberater der UNHCR-Büros kommentieren, auch auf Einladung von Regierungsstellen oder des Bundestages und seiner Ausschüsse, Verfahrensregelungen sowie Änderungen des materiellen Asylrechts aus internationaler Sicht. Die Außenstelle in Nürnberg koordiniert die Arbeit mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

München

Welternährungsprogramm (WFP) - Innovation Accelerator
Das UN World Food Programme eröffnete 2015 sein Innovation Accelerator um die Entwicklung von innovativen Lösungsansätzen für eine Welt ohne Hunger zu beschleunigen. Der Accelerator – ein Instrument der Start-up-Szene – soll kreative neue Werkzeuge identifizieren und fördern, um effektiver in humanitären Krisen zu helfen und die Nachhaltigen Entwicklungsziele bis 2030 zu erreichen.

Weitere Informationen über Tätigkeiten und Adressen der Institutionen der Vereinten Nationen in Deutschland finden Sie hier:

Regionales Informationszentrum der Vereinten Nationen für Westeuropa (UNRIC)

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