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Internationales Krisenmanagement

02.12.2019 - Artikel

Die Allianz leistet einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung in Krisengebieten und im Kampf gegen den internationalen Terrorismus.

Im Kampf gegen den internationalen Terrorismus arbeitet die NATO eng mit anderen internationalen Akteuren und Partnern zusammen. Durch Beratungs- und Ausbildungsleistungen für Partner, Stärkung der alliierten Länder und NATO-Missionen und -Operationen, will die NATO besser auf terroristische Bedrohungen reagieren können. Auch die NATO-Beteiligung an der internationalen Anti-IS-Koalition folgt diesem Ziel.

Derzeit werden im NATO-Rahmen folgende Einsätze durchgeführt:

Resolute Support (RS) in Afghanistan

Seit dem Ende der Internationalen Sicherheitsunterstützungstruppe in Afghanistan (International Security Assistance Force Afghanistan, ISAF) unterstützt die NATO Afghanistan seit Januar 2015 in der Resolute Support Mission durch Ausbildung, Beratung und Unterstützung seiner Verteidigungs- und Sicherheitskräfte. Diese sollen so in die Lage versetzt werden, ihre alleinige Sicherheitsverantwortung für das gesamte Land besser umsetzen zu können. Resolute Support ist somit, anders als seine Vorgängermission ISAF, kein Kampfeinsatz. 2019 waren die ca. 17.000 Soldatinnen und Soldaten der NATO und ihrer operationellen Partner im Raum Kabul und vier regionalen Speichen tätig. Deutschland ist mit bis zu 1.300 Soldatinnen und Soldaten an Resolute Support beteiligt und verantwortet als Rahmennation die Speiche Nord, mit Zentrum in Masar-e Scharif in der Provinz Balkh.

Kosovo Force (KFOR)

Seit 1999 leistet KFOR einen Beitrag zu einem sicheren und stabilen Umfeld in Kosovo und unterstützt dabei auch die EU-Mission EULEX. KFOR unterstützt den Aufbau eines stabilen, demokratischen und multi-ethnischen Staats Kosovo und seiner Sicherheitsstrukturen. KFOR arbeitet dabei eng mit der kosovarischen Regierung, den lokalen Autoritäten und anderen internationalen Organisationen (EU, Vereinte Nationen) zusammen. Derzeit beteiligen sich 28 Nationen, darunter auch Deutschland, mit insgesamt ca. 3.500 Soldaten an dem Einsatz.

Operation Sea Guardian (OSG)

Mit dem NATO-Gipfel in Warschau hat die NATO eine neue maritime Sicherheitsoperation im Mittelmeer beschlossen. Die Operation Sea Guardian folgt auf die bereits 2001 begonnene Operation Active Endeavour. OSG ist mit der Überwachung der Seegebiete des Mittelmeers, einem Beitrag zum maritimen Kapazitätsaufbau der Anrainerstaaten und der Unterstützung bei der Bekämpfung von Terrorismus betraut. Rechtliche Grundlage der Operation ist das allgemeine Seerecht. Die Operation soll auch die EU und deren Marinemission EUNAVFOR Med Operation Sophia unterstützen und ergänzen, beispielsweise bei der Durchsetzung des Waffenembargos gegenüber Libyen.

NATO Mission Iraq

Auf dem NATO-Gipfel in Brüssel 2018 beschlossen die alliierten Staats-und Regierungschefs eine neue Trainingsmission im Irak: Die NATO unterstützt die irakische Regierung mit bis zu 580 Soldaten bei der Entwicklung eines professionellen militärischen Ausbildungssystems sowie durch Beratung und Ausbildung der irakischen Streitkräfte. Die Mission baut auf vorherigen NATO-Aktivitäten in Irak auf u.a. im Sanitätswesen, zur Sprengfallenbeseitigung, Minen- und Kampfmittelräumung, Instandhaltung von Militärfahrzeugen aus Sowjetbeständen und bei der zivil-militärischen Planung.

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