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Internationales Krisenmanagement

12.03.2021 - Artikel

Die Allianz leistet einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung in Krisengebieten und im Kampf gegen den internationalen Terrorismus.

Die Allianz leistet einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung in Krisengebieten und im Kampf gegen den internationalen Terrorismus.

Die NATO arbeitet dabei eng mit anderen internationalen Akteuren und Partnern zusammen. Durch Stärkung der alliierten Fähigkeiten, Beratungs- und Ausbildungsleistungen für Partner sowie NATO-Missionen, -Operationen und -Aktivitäten will die NATO besser auf terroristische Bedrohungen reagieren können. Auch der NATO-Beitrag zu der internationalen Anti-IS-Koalition folgt diesem Ziel.

Derzeit werden im NATO-Rahmen folgende Einsätze durchgeführt:

Resolute Support (RS) in Afghanistan

Seit dem Ende der Internationalen Sicherheitsunterstützungstruppe in Afghanistan (ISAF) unterstützt die NATO seit Januar 2015 in der RS Mission durch Ausbildung, Beratung und Unterstützung der Verteidigungs- und Sicherheitskräfte Afghanistans. Diese sollen so in die Lage versetzt werden, ihre alleinige Sicherheitsverantwortung für das gesamte Land besser umsetzen zu können. RS ist somit, anders als die Vorgängeroperation ISAF, eine reine Ausbildungs-, Beratungs- und Unterstützungsmission.

Deutschland ist mit bis zu 1.300 Soldatinnen und Soldaten an RS beteiligt und verantwortet als Rahmennation die Speiche Nord mit Zentrum in Masar-e Scharif in der Provinz Balkh.

Kosovo Force (KFOR)

Seit 1999 leistet KFOR einen Beitrag zu einem sicheren und stabilen Umfeld in Kosovo. Der Einsatz unterstützt den Aufbau eines stabilen, demokratischen und multi-ethnischen Staats Kosovo und seiner Sicherheitsstrukturen. KFOR arbeitet dabei eng mit der kosovarischen Regierung, den lokalen Autoritäten und den Vereinten Nationen zusammen und unterstützt die EU-Mission EULEX. Derzeit beteiligen sich 27 Nationen, darunter auch Deutschland, mit insgesamt ca. 3.500 Soldat*innen an dem Einsatz.

Operation Sea Guardian (OSG)

Auf dem NATO-Gipfel in Warschau 2016 beschloss die NATO eine neue maritime Sicherheitsoperation im Mittelmeer. Die OSG folgt dabei auf die bereits 2001 begonnene ‚Operation Active Endeavour‘. OSG ist mit der Überwachung der Seegebiete des Mittelmeers als Beitrag zum maritimen Kapazitätsaufbau der Anrainerstaaten sowie der Unterstützung bei der Bekämpfung von Terrorismus betraut. Rechtliche Grundlage der Operation ist das allgemeine Seerecht. Vorbehaltlich eines entsprechenden Übereinkommens mit der EU kann die Operation per Konsens-Beschluss des Nordatlantikrats ferner dazu beauftragt werden, die EU und deren Marinemission EUNAVFOR MED Irini bei der Durchsetzung des Waffenembargos gegenüber Libyen zu unterstützen. Deutschland beteiligt sich mit bis zu 650 Soldatinnen und Soldaten.

NATO Mission Iraq

Aufbauend auf vorherigen Aktivitäten in Irak beschlossen die Staats-und Regierungschefs auf dem NATO-Gipfel 2018 in Brüssel eine Unterstützungsmission zur Entwicklung eines professionellen militärischen Ausbildungssystems sowie zur Beratung und Ausbildung der regulären irakischen Streit- und Sicherheitskräfte in Zentralirak. Nach mehrmonatigen Planungen beschlossen die NATO-Verteidigungsminister bei ihrem Treffen im Februar 2020, in Abstimmung mit der irakischen Regierung und im Kontext einer umfassenderen Anpassung des internationalen Engagements, eine Erweiterung der NATO-Mission in Irak. Diese Mission führt die Unterstützung zur Stabilisierung Iraks durch Fähigkeitsaufbau fort, mit einem verstärkten Fokus auf Beratung der institutionellen Ebene sowie irakischer Sicherheitsinstitutionen. Dabei findet eine fortwährend enge Abstimmung mit irakischen Partnern, der internationalen Anti-IS Koalition sowie der EU Advisory Mission Iraq statt. Aktuelle Informationen zur NMI-Truppenstärke finden Sie unter www.nato.int.

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