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Klima und Sicherheit
Dürreperiode in der Provinz Düzce in der Türkei © AA, Omer Urer
Der Klimawandel verschärft Konflikte, destabilisiert Gesellschaften und beeinträchtigt Frieden und Stabilität weltweit. Deswegen ist Klimapolitik ein Schwerpunkt deutscher Außenpolitik.
Ob steigende Meeresspiegel, Dürren am Horn von Afrika, Hitzewellen in Indien und Nordamerika oder Brände in Kanada und am Mittelmeer- überall zerstört der Klimawandel Lebensgrundlagen, bedroht Menschenleben und verschärft Konflikte um knappe Ressourcen. Die dramatischen Auswirkungen auf die Existenz und den Lebensraum von Millionen von Menschen zeigen: Der menschengemachte Klimawandel ist nicht nur ein Umweltphänomen, sondern eine zentrale Bedrohung für Frieden, Stabilität und Sicherheit.
Oft kommen soziale, politische oder wirtschaftliche Herausforderungen hinzu. Dann wirkt der Klimawandel als Katalysator für Konflikte und Spannungen. In der Sahel-Region etwa drängen Wüstenbildung und Dürren nomadische Viehhirten in von sesshaften Bauern besiedelte Gebiete - häufig mit Konflikten um knappe Ressourcen wie Weideland als Folge. In Pazifik oder Karibik, wo Meeresspiegelanstieg, Küstenerosion und schrumpfende Fischbestände ganze Lebensgrundlagen zerstören, sind kleine und tiefliegende Inselstaaten in ihrer Existenz bedroht. Deutschland engagiert sich u.a. als Co-Vorsitz der Coalition for Addressing Sea-Level Rise and its Existential Threats (C SET) für die Anliegen der vulnerabelsten Inselstaaten.
Das Auswärtige Amt arbeitet zum Nexus Klima und eng mit sicherheitspolitischen sowie humanitären Akteuren zusammen. Der Bundesnachrichtendienst hat die Auswirkungen des Klimawandels als eine der fünf großen externen Bedrohungen für unser Land beschrieben. Den Zusammenhang von Klima, Frieden und Sicherheit herauszustellen, ist ein Kernanliegen unserer Kandidatur für den UN-Sicherheitsrat 2027/28.