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Ostseekooperation

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Die drei Säulen der Ostseekooperation, an denen sich Deutschland beteiligt, sind der Ostseerat, die EU-Ostseestrategie und die Nördliche Dimension.

Am Ostsee-Strand in der Nähe von Wustrow
Am Ostsee-Strand in der Nähe von Wustrow© picture alliance

Der Ostseerat (CBSS) wurde 1992 auf Initiative der Außenminister Deutschlands und Dänemarks gegründet, um die politische und wirtschaftliche Transformation des Ostseeraums zu unterstützen und die Region zu stabilisieren. Mitglieder sind die 9 Ostseeanrainer Deutschland, Dänemark, Estland, Finnland, Litauen, Lettland, Polen, Russland und Schweden sowie Norwegen, Island und die EU. Seit seiner Gründung hat sich der Ostseerat zu einem breiten Netzwerk zwischenstaatlicher Kooperation auf zahlreichen Fachgebieten rund um die Ostsee, und auch in Nordwestrussland, entwickelt. Im Jahr 2014 einigte sich der Ostseerat auf drei neue Langzeitprioritäten:

  • Schaffung einer regionalen Identität
  • Förderung einer Region der Nachhaltigkeit und des Wohlstands
  • Förderung einer Region der Sicherheit.

Das Sekretariat des Ostseerats hat seinen Sitz in Stockholm. Den jährlich rotierenden Ratsvorsitz hat Schweden im Juli 2017 von Island übernommen und wird ihn im Juli 2018 an Lettland weitergeben.

Weitere Informationen finden Sie unter www.cbss.org.

EU-Ostseestrategie

Als erste von vier „makroregionalen“ Strategien ist die EU-Ostseestrategie (EUSBSR), gegründet 2009, ein Pilotprojekt für eine neue Form der Zusammenarbeit innerhalb der EU. Aufgabe der EU-Ostseestrategie ist eine regionale Strategieplanung der Ostseeanrainer, die über die EU koordiniert wird. Die Gesamtsteuerung erfolgt durch den Rat der EU; hinzu kommt eine Evaluierung von Strategie und Aktionsplan alle zwei Jahre. Der Aktionsplan nimmt eine strategische Fokussierung auf drei Ziele vor:

  • Bewahrung der Ostsee
  • Anbindung der Region
  • Förderung des Wohlstandes.

Ein Forum wird einmal jährlich durchgeführt, um Projekte der EU-Ostseestrategie vorzuführen. Unter dem Motto „Nach 2020“ richtet Estland das 9. Jahresforum im Juni 2018 in Tallinn aus.

Weitere Informationen finden Sie unter www.balticsea-region-strategy.eu.

Nördliche Dimension

Die Nördliche Dimension (ND) ist eine gemeinsame Regionalpolitik der vier Partner EU, Russland, Norwegen und Island. Sie bietet einen gemeinsamen Rahmen für Dialog und Zusammenarbeit zur Förderung von Integration, Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltiger Entwicklung. Die ND deckt ein breites geografisches Gebiet in Nordeuropa ab, einschließlich des Hohen Nordens (und der Barentssee-Region), der Ostsee-Region sowie Nordwestrusslands. Seit ihrer Erneuerung 2006 lässt sich die Nördliche Dimension in vier Partnerschaftsbereiche gliedern: Umwelt (NDEP), Kultur (NDPC), Gesundheit und soziales Wohlergehen (NDPHS) und Transport und Logistik (NDPTL). Durch das ND Institut (NDI) und den ND Wirtschaftsrat (NDBC) werden Wissenschaft und Wirtschaftswelt in die Arbeit der Nördlichen Dimension einbezogen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.northerndimension.info.

Weitere Informationen

Hamburg (im Bereich Bildung):

http://groupspaces.com/eusbsr-education/

www.hibb.hamburg.de

Mecklenburg-Vorpommern (im Bereich Tourismus):

www.baltic-sea-strategy-tourism.eu

https://www.regierung-mv.de/

Schleswig-Holstein (im Bereich Kultur):

www.eusbsrculture.eu/

www.schleswig-holstein.de

Interreg B für den Ostseeraum:

www.interreg.de

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