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Ostasien und Ozeanien: Partner für Sicherheit und Wohlstand
Skyline von Seoul, Südkorea © Zoonar.com/Dmitry Rukhlenko
In Ostasien und Ozeanien liegen wichtige Wirtschafts- und Wertepartner Deutschlands. Diese Region ist außerdem stark von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen, besonders die pazifischen Inselstaaten.
Deutsches Engagement in der Region
Mit Japan verbinden Deutschland enge und umfassende Beziehungen. Japan ist der zweitgrößte deutsche Handelspartner in Asien. Die Herausforderungen im Bereich Sicherheit und wirtschaftlicher Resilienz, aber auch Fragen des Umgangs mit dem demographischen Wandel oder der klimaneutralen Energieversorgung verbinden beide Nationen. Auf multilateraler Ebene arbeiten Deutschland und Japan in Formaten wie den G7 und G20 aber auch bei den Vereinten Nationen eng miteinander zusammen. Der bilaterale hochrangige Besucherverkehr ist in jüngster Zeit besonders dicht. Der zivilgesellschaftliche Austausch ist rege. Das Japanisch-Deutsche Zentrum Berlin (JDZB) fördert seit 1985 Kontakte in allen gesellschaftlichen Bereichen. Es gibt zudem zahlreiche Partnerschaften auf der Ebene von Kommunen und Ländern bzw. Präfekturen. Der akademische Austausch von Naturwissenschaften bis Rechtswissenschaft ist intensiv.
Die bilateralen Beziehungen mit dem G20-Partner Südkorea (Republik Korea) reichen über 140 Jahre zurück und sind eng und vertrauensvoll. Beide Länder sind als exportstarke Mittelmächte auf offene Märkte, sichere Handelswege und eine internationale Ordnung auf Grundlage des Völkerrechts angewiesen. Korea ist ein wichtiger Handelspartner Deutschlands, dem durch seine Spitzenstellung im High-Tech-Bereich eine besondere Rolle zukommt. 2026 findet die Asien-Pazifik-Konferenz der deutschen Wirtschaft in Seoul statt. Darüber hinaus erfreut sich die koreanische Kultur, wie K-POP, auch in Deutschland großer Beliebtheit.
Mit Nordkorea (Demokratische Volksrepublik Korea) unterhält die Bundesrepublik seit 2001 diplomatische Beziehungen. Angesichts der Abschottung des Landes besteht jedoch kaum Austausch. Über die besorgniserregende Menschenrechtslage dringen nur wenige Informationen ins Ausland. Die wiederholten ballistischen Raketenstarts, die gegen das umfassende Sanktionsregime der Vereinten Nationen wegen der nordkoreanischen Atomwaffen- und Raketenprogramme verstoßen, verurteilen wir scharf, ebenso die Entsendung nordkoreanischer Soldaten nach Russland.
Die Mongolei sieht in Deutschland einen wichtigen „Drittnachbarn“ neben den direkten Nachbarn China und Russland. Beim Besuch von Bundespräsident Steinmeier 2024 wurde zwischen Deutschland und der Mongolei eine strategische Partnerschaft vereinbart. Deutschland unterstützt das am dünnsten besiedelte Land der Welt u.a. im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit.
Als Regionalmacht kommt Australien eine Schlüsselrolle im Indopazifik zu. Seit 2021 besteht eine „Erweiterte Strategische Partnerschaft“ zwischen Deutschland und Australien. Das Land ist ein wichtiger Handelspartner für Deutschland und verfügt über großes Potential bei seltenen Erden und grüner Energie. Auch kulturelle Verbindungen nach Deutschland sind stark. Viele Menschen in Australien besitzen deutsche Wurzeln; Deutsch als Fremdsprache ist nach wie vor beliebt. Der akademische Austausch floriert mit einer Vielzahl an Kooperationen deutscher und australischer Universitäten.
Neuseeland vertritt ähnliche Werte und Interessen wie Deutschland. Auch die wirtschaftlichen Beziehungen nach Neuseeland sind stark. So trat am 1. Mai 2024 ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und Neuseeland in Kraft, das den Handel für Deutschland und Neuseeland umfassend erleichtert. Innerhalb der EU ist Deutschland der wichtigste Handelspartner Neuseelands. Seit 2000 gibt es ein „Working Holiday“-Programm, das insbesondere bei Abiturientinnen und Abiturienten sehr beliebt ist, von etwa 20.000 Deutschen pro Jahr genutzt wird und den kulturellen Austausch ungemein gefördert hat. Auch über das Goethe-Institut und wissenschaftliche Kooperationen herrscht reger Austausch zwischen den Nationen.
Deutschland engagiert sich auch in den pazifischen Inselstaaten. Die Länder dieser Region sind besonders vom Klimawandel und Anstieg des Meeresspiegels betroffen, obwohl sie kaum zur weltweiten Erwärmung beitragen. Sie sind als Vorreiter, engagierte Partner und auch aufgrund ihres Stimmengewichts in den Vereinten Nationen wichtige Verbündete in der internationalen Klimapolitik und im Engagement für Multilateralismus und die Durchsetzung des Völkerrechts. Hierauf fokussiert sich auch das Engagement Deutschlands und die Zusammenarbeit mit der Region. Über die Internationale Klimaschutz-Initiative (IKI) unterstützt Deutschland Naturschutz, den Ausbau nachhaltiger Trinkwasserinfrastruktur, fördert die unabhängige Elektrizitätsgewinnung und die Reduzierung fossiler Emissionen, z. B. auch im küstennahen Schiffstransport. Um die Zusammenarbeit zu vertiefen wurde 2023 die deutsche Botschaft in Suva, Fidschi, eröffnet. Ein weiterer Schritt ist die baldige Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit dem pazifischen Inselstaat Niue, die vom Bundeskabinett am 7. Januar 2026 beschlossen wurde.
Das Pacific Island Forum (PIF) ist ein Zusammenschluss der pazifischen Inselstaaten. Zum PIF gehören auch Australien und Neuseeland. Es fungiert als Gremium für die politische Abstimmung und ist zentral für die Zusammenarbeit in der Region. Seit 2016 ist Deutschland Dialogpartner des Forums und baut seine Partnerschaft mit dem Blauen Kontinent, u.a. auch bei hochrangigen Begegnungen und gegenseitigen Besuchen, stetig aus. Deutschland unterstützt zudem den vom Forum ins Leben gerufenen regionalen Klimafonds „Pacific Resilience Facility“.
Mehr zur Zusammenarbeit mit dem Pacific Island Forum finden Sie hier.