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Unsere Sicherheit hängt auch vom Klima ab: Berlin Climate and Security Conference im Auswärtigen Amt

Plakat zur Berlin Climate and Security Conference 2026

Plakat zur Berlin Climate and Security Conference 2026 © Auswärtiges Amt

06.10.2026 - Artikel

Wie können wir Klimaschutz und Sicherheit künftig noch stärker zusammen denken, darum geht es am 6. Oktober bei der 8. Berlin Climate and Security Conference im Auswärtigen Amt – denn die Folgen des Klimawandels sind auch in Sicherheitsrisiko.

Dürren, Überschwemmungen oder Hitzewellen führen zu schwindenden Lebensgrundlagen, steigern Migrationsdruck und führen so zu Konflikten und Hungerkatastrophen, unterbrechen Lieferketten und gefährden kritische Infrastruktur. Die Folgen des Klimawandels verursachen so Kosten weit über die direkt betroffenen Regionen hinaus. Wer über Sicherheit spricht, muss deshalb auch über das Klima sprechen.

Seit ihrer ersten Ausgabe 2019 hat sich die Berlin Climate and Security Conference (BCSC) als das führende globale Forum für diese Fragen etabliert. Sie bringt Regierungen, internationale Organisationen, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Praxis zusammen, um konkrete Lösungen an der Schnittstelle von Klima, Frieden und Sicherheit zu erarbeiten.

Die achte Ausgabe der Konferenz, organisiert vom Auswärtigen Amt und dem Think Tank adelphi global, steht unter dem Motto „Ein Klima für Sicherheit, Freiheit und Wohlstand“.

In Zeiten steigender Verteidigungsausgaben und knapper Kassen steht die Frage im Mittelpunkt, wie sich Sicherheit und Klimaschutz gegenseitig stärken können. So wird beispielsweise diskutiert, wie Klimaanpassung zum strategischen Vorteil für Energieversorgung und Verteidigung werden – und wie auch KI hierbei eine Rolle spielen kann. Auch der klimaresiliente Wiederaufbau in Syrien oder die Frage, wie Klimaeffekte Extremismus und Terrorismus verstärken, werden Thema sein.

Daneben wird auch die Frage im Mittelpunkt stehen, wie effektiver Klimaschutz auch zu wirtschaftlicher Sicherheit beitragen kann. Besonders deutlich wird die Lage bei Nahrungsmitteln: Schon jetzt steht die Versorgung mit Nahrungsmittel weltweit massiv unter Druck. Russlands völkerrechtswidriger Krieg in der Ukraine und die daraus resultierende Transportkrise im Schwarzen Meer verknappt weltweit Dünge- und damit Nahrungsmittel, der Konflikt in der Straße von Hormus und die dadurch gestiegenen Energiepreise verstärken diese Dynamik nochmals. Durch den Klimawandel ausgelöste Katastrophen sowie Phänomene wie der diesjährige Super El Niño werden in einer angespannten Lage so wortwörtlich zum Brandbeschleuniger.

Die Ergebnisse aus Berlin sollen u.a. in die Weltklimakonferenz COP31 im November in Antalya (Türkei) und in die Wasserkonferenz der Vereinten Nationen im Oktober in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) einfließen.

Programm und Livestream finden sich unter https://berlin-climate-security-conference.de

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