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Abteilung für Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung

Containerschiff

Containerschiff, © colourbox.com

09.02.2021 - Artikel

Schwerpunkte der Abteilung sind Handelspolitik, Wirtschaftsdiplomatie und Außenwirtschaftsförderung, Wirtschaftssanktionen und Investitionsprüfung, Digitale Transformation, Verkehrspolitik, Raumfahrt, Wirtschaft und Menschenrechte, Energie- und Klimapolitik, Umweltschutz sowie Exportkontrolle.

Deutschland in der Weltwirtschaft

Deutschland ist eines der führenden Industrieländer und zugleich eine der offensten Volkswirtschaften der Welt. Nahezu jeder vierte Arbeitsplatz in Deutschland hängt vom Außenhandel ab. Dabei ist Deutschland auch einer der größten Importeure: die produzierende Wirtschaft ist sowohl auf Rohstoffe als auch auf Rohprodukte internationaler Zulieferindustrien angewiesen.

Für faire internationale Wettbewerbsbedingungen

Eine wichtige Aufgabe der Außenwirtschaftspolitik besteht darin, der deutschen Wirtschaft den Weg auf Auslandsmärkte zu ebnen. In multilateralen Verhandlungen und Vereinbarungen werden die Rahmenbedingungen für ein offenes, faires, ökologisch und sozial nachhaltiges Welthandelssystem geschaffen, das deutschen Unternehmen überall fairen, diskriminierungsfreien Zugang zu den Weltmärkten gewährt. Um Marktverzerrungen durch wirtschaftliche Zwangsmaßnahmen sowie Beeinträchtigungen der Sicherheitsinteressen der Bundesrepublik Deutschland zu vermeiden, setzt sich das Auswärtige Amt für die Stärkung der europäischen ökonomischen Souveränität ein und ist als Kernressort an der Investitionsprüfung des Bundes beteiligt.

Konnektivität – die Lebensadern für internationalen Handel und Tourismus

Für eine moderne Volkswirtschaft ist es unverzichtbar, weltweit Waren austauschen, Dienstleistungen bereitstellen und den Menschen umfassende Mobilität ermöglichen zu können. Um im internationalen Wettbewerb erfolgreich bestehen zu können bedarf es nachhaltigere und effizientere Mobilitätssysteme– nicht nur lokal, sondern rund um den Globus. Dies gilt gleichermaßen für die Luftfahrt, die maritime Wirtschaft, den Straßenverkehr und die Schiene. Das Auswärtige Amt bringt sich in die Verhandlungen internationaler Verkehrsabkommen ein und wirkt an deren Abschluss mit. Fragen der internationalen Verkehrspolitik werden dafür in den Kontext deutscher Außenpolitik eingebettet. Dabei kommt dem weltweiten Netz an Botschaften und Konsulaten die wichtige Aufgabe zu, unsere Vorstellungen und Ziele gegenüber unseren Partnern zu erläutern und für sie zu werben.

Wirtschaftsdiplomatie als Grundlage erfolgreicher Außenwirtschaftsbeziehungen

Enge und vertrauensvolle Beziehungen zu unseren Partnern sind die Voraussetzung für die Pflege und den Ausbau der Handelsbeziehungen mit der ganzen Welt. Für die Arbeit des Auswärtigen Amts heißt das: eine erfolgreiche Außenpolitik schafft die Grundlagen für erfolgreiche Außenwirtschaftsbeziehungen. Außenwirtschaftliche Erfolge beruhen nicht zuletzt auf wirksamer und aktiver Wirtschaftsdiplomatie. Das deutsche System der Außenwirtschaftsförderung ist durch Aufgabenteilung zwischen Staat und Wirtschaft gekennzeichnet.
Um die deutschen Unternehmen bestmöglich zu unterstützen, arbeiten die deutschen Auslandsvertretungen eng mit dem Netz der Deutschen Auslandshandelskammern und den Auslandsmitarbeiterinnen und -mitarbeitern von Germany Trade & Invest  (GTAI) zusammen.
Die deutschen Botschaften und Konsulate gewährleisten hierbei weltweit die Koordinierung, pflegen die Kontakte zu den staatlichen Stellen der Gastländer, setzen sich für die Verbesserung des Marktzugangs für deutsche Unternehmen ein und leisten diesen, wo notwendig, auch direkte Unterstützung. Dies gilt insbesondere für kleinere und mittlere deutsche Unternehmen.

Achtung von Menschenrechten in der Lieferkette

Da Deutschland und die deutsche Wirtschaft in besonderem Maße von der globalen Wirtschaftsvernetzung profitieren, besteht auch eine besondere Verantwortung, die Rechte der Menschen zu schützen, die in den weltweiten Liefer- und Wertschöpfungsketten arbeiten. Mit der Federführung bei der Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) leistet das Auswärtige Amt einen wichtigen Beitrag, um die soziale Marktwirtschaft international zu fördern. Bei der Umsetzung internationaler Arbeitsstandards und der Fortentwicklung derselben in der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) arbeiten wir eng mit dem federführenden BMAS zusammen.

Internationale Energiepolitik

Deutschland ist als vergleichsweise rohstoffarmes Land in hohem Maße auf Energieimporte angewiesen. Die Bundesregierung setzt dazu national die Rahmenbedingungen und engagiert sich auf internationaler Ebene zugunsten von mehr Versorgungssicherheit, Wettbewerb und Umwelt- und Klimaschutz. Eine langfristige und verlässliche Energieaußenpolitik muss dabei auch die Endlichkeit fossiler Energieträger einbeziehen. Ganz im Sinne des Leitbilds einer nachhaltigen Entwicklung unterstützt das Auswärtige Amt das Bundesumweltministerium in den internationalen Klimaverhandlungen und wirbt weltweit für eine Umsetzung des Übereinkommens von Paris. Schlüssel hierfür ist eine globale Energiewende mit einer umfassenden Dekarbonisierung aller Wirtschaftssektoren. Hierfür wirbt das Auswärtige Amt mit internationalen Konferenzen wie dem Berlin Energy Transition Dialogue, einer internationalen Wanderausstellung und zahlreichen Auftritten von Rednerinnen und Rednern auf internationalen Konferenzen und in sozialen Medien. Damit leistet das Auswärtige Amt auch einen wichtigen Beitrag, um Partner bei der Transformation hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft zu unterstützen.

Digitale Transformation als Game Changer

Digitale Transformation verändert die Welt aktuell in rasantem Tempo. Big Data, Künstliche Intelligenz und Quanten-Computing verschieben die wirtschaftlichen und politischen Machtverhältnisse weltweit. Damit ergeben sich neue Herausforderungen für die Wirtschaft, für die Gesellschaft und natürlich auch die deutsche Außenpolitik. Darauf müssen Deutschland und die EU wirtschaftliche, aber auch außenpolitische Antworten entwickeln. Auch in der Außenwirtschaftsförderung sind Digitalisierung, Start-Ups und Industrie 4.0 omnipräsente Themenfelder. Im Ausland unterstützt das Auswärtige Amt innovative deutsche Unternehmen bei ihren Aktivitäten. In der internationalen Digitalisierungspolitik ist viel in Bewegung, ein neuer Rahmen dafür ist global mitten im Entstehen. Deshalb bringt sich das Auswärtige Amt aktiv in nationale und internationale Diskussionen und Prozesse ein und wirkt so an der Gestaltung der digitalen Zukunft mit.

Rolle des Auswärtigen Amtes in der Exportkontrolle

Die Bundesregierung verfolgt eine restriktive und verantwortungsvolle Rüstungsexportpolitik und will die Proliferation von Massenvernichtungswaffen und deren Trägermitteln verhindern. In diesem Rahmen ist das Auswärtige Amt an der Entscheidungsfindung des federführenden BMWi bei Ausfuhrgenehmigungen und Investitionen ausländischer Akteure beteiligt und bekämpft den unerwünschten Transfer sensitiver Technologien. Dies trägt auch dazu bei, außenpolitischen Schaden (z.B. durch Verletzung internationaler Verpflichtungen oder durch den Völkerfrieden gefährdende Lieferungen) abzuwenden und zu verhindern, dass  das internationale Ansehen der deutschen Wirtschaft durch problematische Exporte Einzelner beeinträchtigt wird. Im Rahmen der Einzelfallprüfung misst das Auswärtige Amt der politischen Situation im Empfängerland, insb. der Beachtung der Menschenrechte, besonderes Gewicht bei.

Weitere Informationen

Weltwirtschaft

Deutschland ist stärker als viele andere Länder mit der Weltwirtschaft verflochten. Handel und gegenseitige wirtschaftliche Verflechtung schaffen Vertrauen und stabilisieren die internationalen Beziehungen.

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Instrumente der Außenwirtschaftsförderung

Die Arbeit des Auswärtigen Amts ist essenziell für viele Instrumente der Außenwirtschaftsförderung wie z.B. Auslandsmessen.

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Verkehr

Ohne eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist wirtschaftliche Entwicklung nicht denkbar.

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Klima, Energie und Umwelt

Klima-, Energie- und Umweltpolitik steht in direktem Zusammenhang mit deutscher Außenwirtschaft.

Mehr zu Klima

Mehr zu Energie

Mehr zu Umwelt

G7/G8 und G20

Deutsche Wirtschaft bedeute auch Globalisierung mitzugestalten.

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Exportkontrolle

Verhindert die Proliferation von Massenvernichtungswaffen und Militärtechnologie und wahrt den guten Ruf der deutschen Wirtschaft

Exportkontrolle  

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