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Abteilung Amerikas

Außenminister Johann Wadephul spricht bei der Veranstaltung Chancen des EU-Mercosur-Abkommens in São Paulo (02.07.2026)

Außenminister Johann Wadephul spricht bei der Veranstaltung „Chancen des EU-Mercosur-Abkommens“ in São Paulo (02.07.2026) © Photothek Media Lab

30.06.2026 - Artikel

Die Amerikas-Abteilung (Abteilung AM) des Auswärtigen Amtes gestaltet die Beziehungen zu den 35 Staaten Nord- und Lateinamerikas und der Karibik aus einer Hand.

Mit der neuen Abteilung AM trägt Deutschland den politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verflechtungen des Doppelkontinents Rechnung. Jedes Land hat wichtige, historisch gewachsene bilaterale Beziehungen mit Deutschland und Europa. Neben der Vertiefung dieser bilateralen Beziehungen fördert die Abteilung eine kohärente Außenpolitik gegenüber einem geopolitisch zunehmend vernetzten Raum, stärkt Partnerschaften für Demokratie, Multilateralismus, Freiheit, Sicherheit und Wohlstand und erschließt Chancen für die Zusammenarbeit bei globalen Zukunftsfragen.

Dafür analysiert, plant, gestaltet und koordiniert die Amerikas-Abteilung des Auswärtiges Amts die deutsche Außenpolitik innerhalb der Bundesregierung, der EU sowie gegenüber den amerikanischen Staaten und Regionalorganisationen.

In die transatlantische Partnerschaft investieren

Die transatlantische Partnerschaft ist ein zentraler Pfeiler der deutschen Außenpolitik. Eine enge transatlantische Abstimmung zum Erhalt von Frieden und Sicherheit in Europa und weltweit bleibt Kernbestandteil der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik. Diese Zusammenarbeit ist für die großen Herausforderungen unserer Zeit fundamental, insbesondere vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Eine zukunftsgerichtete transatlantische Partnerschaft muss auf Grundlage der traditionell engen kulturellen, gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Bande der Partnerschaft mit den USA und Kanada gestaltet werden. Gleichzeitig gilt es, neue Partnerschaften und Kooperationsfelder insbesondere im Bereich der Schlüsseltechnologien für die Zukunft in der gesamten Breite der Beziehungen zu erschließen.

Partnerschaft mit Lateinamerika und Karibik ausbauen

Deutschland baut seine Zusammenarbeit mit den Staaten und Gesellschaften Lateinamerikas und der Karibik strategisch aus, um gemeinsam wirtschaftliche Interessen und Chancen, einschließlich im Bereich der kritischen Rohstoffe und Lieferketten zu realisieren, Organisierte Kriminalität zu bekämpfen und zusammen für einen stärkeren und effizienteren Multilateralismus einzutreten. Die Länder der Region sind für Deutschland unverzichtbare Partner bei der Bewältigung globaler Herausforderungen - vom Klimawandel über den Schutz der Biodiversität bis hin zur Förderung von Wohlstand, regelbasiertem Handel, Innovation und sozialem Zusammenhalt.

Die EU und Lateinamerika und die Karibik verbindet seit 1999 eine Strategische Partnerschaft. Beide Regionen arbeiten auf dieser Grundlage auf politischem, wirtschaftlichem, kulturellem und wissenschaftlich-technologischem Gebiet eng zusammen. Neben Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs finden regelmäßig Treffen auf Minister- und hochrangiger Beamtenebene statt. Deutschland hat mit der 2019 ins Leben gerufenen Lateinamerika- und Karibik-Initiative weitere Impulse für eine intensivierte Zusammenarbeit in einer Reihe von Bereichen gesetzt. Mit dem gemeinsamen Einsatz für Freihandelsabkommen wie EU-Mercosur und EU-Mexiko vertiefen beide Regionen – die EU und Lateinamerika – ihre strategischen Beziehungen, indem neue Exportchancen entstehen und Lieferketten gestärkt werden.

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