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Außenpolitik zum Mitspielen

Pathways - Europe at your fingertips

Pathways - Europe at your fingertips, © Artificial Rome

22.10.2020 - Artikel

Hier erfahren Sie, wie Außenpolitik mit Spielen und Gaming verbunden und damit erlebbar werden kann – und wie Sie sich den ganzen europäischen Kontinent in Ihr Wohnzimmer holen können.

Spielen macht Spaß – und trotzdem – oder gerade deswegen – soll es sich auch mit wichtigen und komplexen Themen befassen. Und das kann auf verschiedene Art und Weise geschehen – mit dem Handy können wir, wo wir auch gerade sind, tief in persönliche Geschichten und auch in die Geschichte unseres Kontinents eintauchen. Am Brettspieltisch grübeln, verhandeln und kombinieren  wir – und dabei können wir,  ohne es direkt zu merken, viel über Klimapolitik oder internationale Verhandlungen lernen.

Seit 2018 gibt es im Auswärtigen Amt Überlegungen, wie Außenpolitik spielerisch vermittelt werden kann. Mehr dazu können Sie im „Podcast vom Posten“ erfahren, in der Folge „MitSpielen in der Außenpolitik“.

Pathways – Europe at Your Fingertips“ – Mit dem Handy im Wohnzimmer durch

Hier nehmen Sie die Spuren von fünf Menschen aus Deutschland, Frankreich, Polen, Griechenland und Bulgarien auf, deren Geschichten sich über ganz Europa entfalten und durch Zufälle miteinander verwoben sind. Durch ihre persönlichen Erzählungen lernen Sie nicht nur die Protagonistinnen und Protagonisten kennen: Sie berühren zugleich Themen wie Klimawandel, EU-Forschungsprojekte, Freizügigkeit, die soziale und kulturelle Vielfalt Europas sowie den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel in Osteuropa.

Daneben werden der europäische Kontinent und seine Städte in ihrer Schönheit und Einzigartigkeit dargestellt und akustisch untermalt – vom geschäftigen Gare du Nord in Paris über eine Forschungsstation in der Arktis bis hin zur Altstadt Plowdiws. Mithilfe der neuesten Augmented-Reality-Technik werden Sie per Handy an die fünf Hauptziele der Reise „teleportiert“: über den Lagesensor des Handys können diese Orte in 360°-Sicht erkundet werden. Rund zwanzig weitere „Hotspots“ können auf der Reise angesteuert werden. Hierzu gehören historische Bauwerke, europäische Kulturhauptstädte sowie wichtige Orte politischer Geschichte, etwa Lissabon (Abschaffung der Todesstrafe 1867), Straßburg, Rom, Danzig (Solidarnosc), das Baltikum (Menschenkette 1989) und die Bernauer Straße in Berlin.

Das Europagame „Pathways – Europe at Your Fingertips“ kann seit Juli 2020 – aus Anlass der deutschen EU-Ratspräsidentschaft - kostenlos auf Androidhandys und iPhones gespielt werden. Es ist auf Englisch (Audio und Untertitel) sowie Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Polnisch, Rumänisch, Ungarisch, Griechisch und Bulgarisch (jeweils Untertitel) verfügbar.

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Perspectives in Play – Außenpolitik am Brettspieltisch

Lange Parlamentsdebatten über Subventionen in der Energiewende erscheinen Ihnen unnötig? Internationale Konflikte einmal multiperspektivisch in all ihren Facetten zu betrachten klingt anstrengend? Die Antwort auf die Frage, ob Sommer- und Winterzeit europaweit einheitlich geregelt werden sollten, halten Sie für sonnenklar? Die Grenze zwischen Nordsee und Atlantik liegt genau ... ja, wo eigentlich?

Consensus
Consensus© Carl Spiele

In diesem durch das Auswärtige Amt geförderten Projekt entwickelten Studierende des Studiengangs Industrial Design der Bergischen Universität Wuppertal verschiedene Spiele, die unterschiedliche politische Themen interaktiv und spielerisch erlebbar machen.

Die Idee, die dem Projekt zu Grunde liegt, ist einfach: Spielen macht Spaß. Und: Spielen kann komplexe Zusammenhänge vermitteln, da man in die Materie eintaucht und selbst Entscheidungen treffen muss. Entstanden sind Spiele, die Themen behandeln, mit denen wir uns im Alltag nicht unbedingt auseinandersetzen – und die unseren Alltag doch stärker prägen, als das auf den ersten Blick der Fall zu sein scheint.

Alle Spiele können kostenlos als „Print and Play“-Variante in Form eines PDF-Dokuments heruntergeladen und zum sofortigen Losspielen ausgedruckt werden – in der Schule, am Küchentisch oder auf  Ihrer Europareise. Zudem werden alle Spiele als bearbeitungsfähige Quelldateien zur Verfügung gestellt – das Hinzufügen eigener Inhalte, Regelmodifikationen und Übersetzungen in andere Sprachen sollen so erleichtert werden.

Mehr Informationen sowie Zugang zu den Spielen bekommen Sie unter  www.powers-in-play.com

Let’s Play – Let’s Discuss – das Auswärtige Amt „zockt“ auf Twitch.tv

Auch auf Twitch.tv mischt das Auswärtige Amt mit – regelmäßig können Sie hier Diplomatinnen und Diplomaten dabei zuschauen, wie virtuell umgezogen wird und digitale Bomben entschärft werden. Während eines Games stellen sich die Kolleginnen und Kollegen den Fragen der Community – zur Zukunft der EU, den Lebensbedingungen an den verschiedensten Auslandsposten, aber auch zu ihren Lieblingsspielen. Folgen Sie den sozialen Medien des Auswärtigen Amts, um über die nächste Folge von „Let’s Play – Let’s Discuss“ informiert zu werden.

Zocken für eine bessere Welt – Gamesproduzenten übersetzen beim „Gamejam“ Außenpolitik in Computerspiele

Den ansteigenden Meeresspiegel am Bildschirm bekämpfen, aber zugleich genug Wirtschaftswachstum produzieren, um die Energiewende zu gestalten – oder auf einem digitalen Streifzug durch den Amazonas die Folgen politischer Entscheidungen und die Gefahren neuer Virusstämme am eigenen Leib verspüren? Das können Sie jetzt in Ihrem Wohnzimmer tun, seit dem ersten internationalen „Gamejam“ des Auswärtigen Amts, der 2021 in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung stattfand. 

Knapp die Hälfte der Deutschen spielt regelmäßig oder gelegentlich Computerspiele. Games sind inzwischen kulturelles Leitmedium und kommunizieren Werte und Weltanschauungen, mal direkt, mal indirekt. Denn Spiele und deren Spielmechaniken können komplexe Sachverhalte, Zielkonflikte und Perspektiven durch das Eintauchen in Spielwelten vermitteln.

Beim Gamejam trafen über 60 Teilnehmende aus über 30 Ländern digital zusammen, um gemeinsam Ideen zu entwickeln, die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen in Computerspielform zu bringen. Dazu hatten sie die Gelegenheit, mit dem deutschen Vize-Botschafter bei den Vereinten Nationen sowie mit Vertretern der Vereinten Nationen zu diskutieren. Die Resultate des ersten „Gamejams“ zum Thema „Tomorrowcraft – Global Sustainability“ können Sie hier anspielen. Über Ihre Erfahrungen berichteten zwei Teilnehmende in einem Interview auf der Plattform deutschland.de.



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