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Ross-River-Fieber
Das Ross-River-Fieber ist eine durch Mücken übertragene Erkrankung, die in Australien und im Südpazifik auftritt. Es verursacht grippeähnliche Symptome mit Gelenkbeschwerden, die mehrere Tage nach dem Stich beginnen. Eine Impfung existiert nicht.
Erreger
Die Krankheit wird durch das Ross-River-Virus verursacht. Das Virusreservoir liegt im Tierreich bei Kleinsäugetieren wie Känguruhs und Wallabies. Die Übertragung erfolgt über vorrangig nachtaktive Stechmücken wie Aedes, Culex und Mansonia.
Erkrankung
Einige Tage nach der Übertragung (Inkubationszeit i.d.R. 7 - 9 Tage) kann es zu plötzlichen, symmetrischen Gelenkschmerzen, Fieber, Muskelschmerzen oder erhöhter Temperatur und großflächigen Hautausschlägen kommen. In etwa der Hälfte der Fälle treten jedoch keine Symptome auf. Vor allem bei Kindern verläuft die Infektion oft asymptomatisch.
Die Erkrankung ist selbstlimitierend. Symptome, insbesondere Gelenkbeschwerden, können jedoch Monate bis Jahre andauern.
Verbreitung
Das Ross-River-Fieber kommt in Australien, Papua-Neuguinea und den benachbarten Inseln vor.
Diagnose
Bei Verdacht wird die Erkrankung in Speziallaboren untersucht. Die Diagnose erfolgt über einen direkten Virusnachweis per PCR oder über einen serologischen Antikörpernachweis.
Therapie
Es gibt derzeit keine direkten Therapiemöglichkeiten zur Behandlung von Ross-River-Fieber. Die Behandlung ist auf die Linderung der Symptome ausgerichtet. Bei Gelenkschmerzen können Schmerzmitteln eingesetzt werden. Auch Krankengymnastik kann unterstützend helfen.
Prävention
So kann man sich schützen:
- Mückenstiche vermeiden durch lange Kleidung und Repellents
- Verwendung von imprägnierten Mositonetzen in der Nacht
Referenzen
- Australian Center for Disease Control
- CDC
- World Health Organization