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Lassafieber

09.03.2026 - Artikel

Lassafieber ist eine Virusinfektion, die vor allem in Westafrika vorkommt. Meist steckt man sich über Ausscheidungen von Nagetieren oder Körperflüssigkeiten erkrankter Menschen an. Die Krankheit kann mild verlaufen, aber auch lebensbedrohlich werden. Frühe Behandlung verbessert die Heilungschancen.

Erreger

Das Lassafieber wird durch das Lassa-Virus verursacht. Das Virus lebt hauptsächlich in einer Nagetierart, der sogenannten Vielzitzenmaus, die in Westafrika weit verbreitet ist.

Wie erfolgt die Ansteckung?

  • Kontakt mit Urin oder Kot infizierter Nagetiere
  • Einatmen von aufgewirbeltem, verunreinigtem Staub
  • Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln
  • enger Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten erkrankter Menschen
  • Ansteckungen im Krankenhaus bei fehlenden Schutzmaßnahmen

Erkrankung

Die Beschwerden beginnen meist 6 bis 21 Tage nach der Ansteckung. Viele Infektionen verlaufen mild oder sogar ohne Beschwerden.

Frühe Symptome

  • Fieber
  • allgemeines Krankheitsgefühl
  • Kopf- und Halsschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Übelkeit und Erbrechen

Schwere Verläufe

Bei einem Teil der Erkrankten können auftreten:

  • Schwellungen im Gesicht
  • Blutungen (z. B. an Schleimhäuten)
  • Flüssigkeitsansammlungen im Brustraum
  • neurologische Beschwerden
  • Versagen mehrerer Organe

Wichtige mögliche Spätfolge:

  • Hörverlust, der dauerhaft sein kann

Verbreitung

Lassafieber kommt vor allem in Westafrika vor, insbesondere in Nigeria, Sierra Leone, Liberia und Guinea. In Deutschland treten fast nur eingeschleppte Einzelfälle auf.

Besonders gefährdet sind:

  • Reisende oder Helfende in betroffenen Regionen
  • Menschen mit Kontakt zu Nagetieren oder schlecht gelagerten Lebensmitteln
  • medizinisches Personal ohne ausreichende Schutzkleidung
  • enge Haushaltskontakte Erkrankter

Diagnose

Bei Verdacht wird die Erkrankung in Speziallaboren untersucht.

Wichtige Tests sind:

  • Virusnachweis (PCR) im Blut
  • Antikörpertests im späteren Verlauf
  • Blutuntersuchungen (z. B. Leberwerte, Blutplättchen)

Therapie

Es gibt keine speziell zugelassene Therapie. Die Behandlung besteht vor allem aus:

  • sorgfältiger medizinischer Überwachung
  • Flüssigkeits- und Elektrolytausgleich
  • Behandlung von Komplikationen
  • intensivmedizinischer Betreuung bei schweren Verläufen

Der Wirkstoff Ribavirin kann bei früher Gabe helfen, der Nutzen ist jedoch nicht in allen Studien eindeutig.

Prävention

So kann man das Risiko senken:

  • Lebensmittel vor Nagetieren schützen
  • Kontakt mit Nagetierausscheidungen vermeiden
  • Wohnräume sauber halten und Nagetiere fernhalten
  • Schutzmaßnahmen im Krankenhaus einhalten
  • Erkrankte frühzeitig isolieren
  • Reisende in Risikogebiete informieren

Referenzen

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