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Die COVID-19-Reisewarnung im Wortlaut

15.06.2020 - FAQ

FAQ

Stand: 1.8.2021

Allgemeine Informationen

Die Ausbreitung von COVID-19 und das Auftreten von Virusmutationen können weiterhin in vielen Ländern zu teilweise drastischen Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr, Einreisebeschränkungen, Quarantänemaßnahmen und Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens wie z.B. Ausgangssperren führen.

Änderungen der Einreise- und Quarantänevorschriften im Ausland erfolgen teilweise ohne jede Vorankündigung und mit sofortiger Wirkung. Einige Länder verlangen ein negatives PCR-oder Antigen-Schnelltestresultat für die Einreise oder lassen nur noch Geimpfte einreisen. Die Anerkennung von Impfzertifikaten und Genesenennachweisen erfolgt in sehr unterschiedlichem Maße und unter verschiedenen Voraussetzungen, die sich schnell ändern können.

Im Infektions- und zum Teil auch im Verdachtsfall wie bei einem positiven COVID-19-Test im Ausland müssen Quarantänevorgaben des Reiselandes Folge geleistet werden, eine Rückholung kann nicht erfolgen. In diesen Fällen ist unter Umständen mit einem längeren Verbleib im Land bis zur Erlangung eines negativen Testergebnisses zu rechnen.

Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in Hochrisiko- und Virusvariantengebieten wird gewarnt. Weiterhin gilt auch bei allen Reisen besondere Vorsicht.

Die Einstufung als Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet erfolgt nach gemeinsamer Analyse und Entscheidung durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat.

Aktuelle Neuinfiziertenzahlen in Europa bietet das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC), für alle Länder die Weltgesundheitsorganisation WHO und z.B. die Johns Hopkins University.
Detaillierte Informationen zur epidemiologischen Lage, Maßnahmen und Beschränkungen im Land, wie auch Ein- und Durchreisebestimmungen samt Quarantäne- und Testbestimmungen und Apps zur Kontaktverfolgung in der Ländern der Europäischen Union, in Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz bietet die Europäische Union auf Re-open EU, verfügbar auch als Gratis-App als Android-Version sowie als iOS-Variante.

Von der Teilnahme an Kreuzfahrten wird aufgrund der besonderen Risiken dringend abgeraten. (Hiervon sind Flusskreuzfahrten innerhalb der EU bzw. Schengen mit besonderen Hygienekonzepten ausgenommen. Ausgenommen sind auch Kreuzfahrten auf Schiffen mit spezifischen Hygienekonzepten, deren Reise in einem Hafen in Deutschland beginnt und ohne ein Anlegen in einem ausländischen Hafen wieder in einem Hafen in Deutschland endet.)


Einreisebeschränkungen

Seit 17. März 2020 gelten EU-weit einheitliche Einreisebeschränkungen aus Drittstaaten. Diese Beschränkungen gelten insbesondere auch für Einreisen nach Deutschland. Einzelheiten hierzu bietet das Bundesinnenministerium.

Die Einreise von deutschen Staatsangehörigen, freizügigkeitsberechtigten EU-Bürgern und ihren Familienangehörigen und Drittstaatsangehörigen mit Wohnsitz und gültigem Aufenthaltstitel in Deutschland ist weiterhin möglich.

Die Coronavirus-Einreiseverordnung vom 12. Mai 2021, zuletzt aktualisiert am 1. August 2021, regelt bundesweit einheitlich die Anmelde-, Nachweis- und Quarantänepflicht sowie das Beförderungsverbot aus Virusvarianten-Gebieten.

Die Verordnung beinhaltet eine generelle Nachweispflicht für alle aus dem Ausland nach Deutschland einreisenden Personen. Der Nachweispflicht kann - mit Ausnahme von Einreisen aus Virusvariantengebieten - entweder mit einem vollständigen Impfnachweis, einem Genesenennachweis oder mit einem aktuellen negativen COVID-19-Testergebnis entsprochen werden. Reisende müssen - unabhängig davon, ob sie sich in einem Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet aufgehalten haben - bei Inanspruchnahme eines Beförderers bereits vor der Abreise im Ausland dem Beförderer ein negatives Testergebnis, einen Impf- oder Genesenennachweis vorlegen bzw. bei individueller Einreise auf dem Landweg zum Einreisezeitpunkt über einen entsprechenden Nachweis verfügen.

Daneben sind bei Einreise in die Bundesrepublik Deutschland nach einem Aufenthalt in einem Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet spezielle Anmelde-, Nachweis- und Quarantänepflichten zu beachten.

Bei Einreise aus sogenannten Virusvariantengebieten gilt grundsätzlich die Nachweispflicht eines aktuellen negativen COVID-19-Testergebnisses für alle Einreisenden unabhängig von ihrem Impfstatus und – vorbehaltlich sehr eng begrenzter Ausnahmen - ein Beförderungsverbot für den Personenverkehr per Zug, Bus, Schiff und Flug direkt aus diesen Ländern. Eine Liste der derzeit ausgewiesenen Hochrisiko- und Virusvariantengebiete veröffentlicht das Robert-Koch-Institut.

Ausführliche Fragen und Antworten zu Einreisen aus Hochrisiko- und Virusvarianten-Gebieten hat das Bundesgesundheitsministerium veröffentlicht.

I. Anmeldepflicht

Einreisende mit Voraufenthalt innerhalb der letzten zehn Tagen vor Einreise in Hochrisiko- und Virusvariantengebieten müssen vor ihrer Ankunft in Deutschland grundsätzlich eine Digitale Einreiseanmeldung (DEA) auf www.einreiseanmeldung.de vornehmen und den Nachweis über die Anmeldung bei Einreise mit sich führen.

Weitere Informationen zur Anmeldepflicht, einer Ersatzmitteilung in Papierform bei fehlender technischer Ausstattung und zu Ausnahmen bietet das Bundesministerium für Gesundheit.

II. Nachweispflicht

Reisende, die das zwölfte Lebensjahr vollendet haben, müssen bei Einreise nach Deutschland entweder über

  • einen negativen Testnachweis,
  • einen Genesenennachweis oder
  • einen Impfnachweis,

verfügen und diesen dem Beförderer, beispielsweise der Fluggesellschaft, und den Grenzkontrollbehörden vorlegen können.

Reisende aus einem Virusvariantengebiet müssen immer einen Testnachweis vorlegen, ein Genesenen- oder Impfnachweis genügt nicht.
Maßgeblich ist stets die Einstufung eines Gebietes zum Zeitpunkt der Einreise.

Für den Testnachweis wird ein Nachweis hinsichtlich des Nichtvorliegens einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache in verkörperter oder digitaler Form anerkannt.
Verfahren der Nukleinsäureamplifikationstechnik (PCR, LAMP1, TMA2) und Antigentests müssen die Anforderungen des Robert Koch-Instituts erfüllen. Eine Übersicht aller anerkannten Tests bietet das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte.

PCR-Tests dürfen im Zeitpunkt der Einreise (geplante Ankunftszeit in Deutschland) nicht älter als 72 Stunden, Antigentests nicht älter als 48 Stunden, bei Einreise aus Virusvariantengebieten nicht älter als 24 Stunden sein. Das Bundesministerium für Gesundheit hat hierzu FAQs veröffentlicht.

Als geimpft gilt, wer alle erforderlichen Impfdosen eines auf der Webseite des Paul Ehrlich Instituts genannten COVID-19-Impfstoffs erhalten hat. Seit der letzten Impfdosis müssen mindestens 14 Tage vergangen sein. Der Nachweis kann durch den gelben WHO-Impfausweis oder das neue Digitale COVID-Zertifikat der EU erfolgen. Zusätzlich dürfen Geimpfte keine einschlägigen Symptome aufweisen.
Als genesen gilt, wer einen positiven PCR-Test vorweisen kann, der mindestens 28 Tage und maximal 6 Monate zurückliegt und keine einschlägigen Symptome aufweist.

Nachweise zur vollständigen Impfung oder Genesung können in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache in verkörperter oder digitaler Form vorgelegt werden.

Weitere Informationen zu Behandlung von Geimpften und Genesenen bietet die Webseite der Bundesregierung.

III. Absonderungspflicht

Nach der neuen Coronavirus-Einreiseverordnung müssen sich Ein- bzw. Rückreisende aus dem Ausland, die sich innerhalb der letzten zehn Tage vor der Einreise in einem Hochrisikogebiet aufgehalten haben, unverzüglich nach Einreise zehn Tage absondern (häusliche Quarantäne), bei Einreise aus einem Virusvariantengebiet 14 Tage.
Für genesene und vollständig geimpfte Personen mit Voraufenthalt in einem Hochrisikogebiet endet die Quarantäne vorzeitig bzw. muss nicht angetreten werden, wenn diese den Genesenennachweis oder den Impfnachweis über das Einreiseportal der Bundesrepublik unter www.einreiseanmeldung.de übermitteln. Für getestete Personen kann die häusliche Quarantäne frühestens fünf Tage nach Einreise vorzeitig beendet werden, wenn ein negativer Testnachweis über das Einreiseportal der Bundesrepublik übermittelt wird.
Nach Aufenthalt in einem Virusvariantengebiet ist eine vorzeitige Beendigung der Quarantäne nur möglich für Personen, die über einen vollständigen Impfschutz mit einem Impfstoff verfügen, dessen Wirksamkeit gegen die entsprechende Virusvariante vom Robert Koch-Institut auf seiner Homepage bekannt gemacht wurde.

IV. Ausnahmen

Um das Gemeinwesen und den Wirtschaftsverkehr aufrecht zu erhalten, können bestimmte Personengruppen von der Nachweis- und Quarantänepflicht ausgenommen sein, etwa für Kurzaufenthalte von bis zu 72 Stunden aus zwingenden beruflichen und familiären Gründen. Zudem bestehen unter bestimmten Bedingungen Ausnahmen für den beruflich bedingten grenzüberschreitenden Personen-, Waren- und Güterverkehr, für Transitreisende sowie für Grenzgänger und Grenzpendler.

Bei Voraufenthalten in Virusvariantengebieten gelten grundsätzlich deutlich weniger Ausnahmetatbestände als bei Voraufenthalten in Hochrisikogebieten.

Ausführliche Fragen und Antworten zu Einreisen aus Risiko-, Hochinzidenz- und Virusvarianten-Gebieten hat das Bundesgesundheitsministerium veröffentlicht.

V. Beförderungsverbot aus Virusvarianten-Gebieten

Es gilt ein Beförderungsverbot im grenzüberschreitenden Eisenbahn-, Bus-, Schiffs- und Flugverkehr für Personen aus Virusvariantengebieten mit einigen eng begrenzten Ausnahmen.  

Informationen zu Ausnahmen bietet das Bundesinnenministerium.


Empfehlungen vor Antritt einer Reise ins Ausland

  • Informieren Sie sich über die aktuelle epidemiologische Lage in Ihrem Reiseland, beachten Sie unbedingt geltende Reisewarnungen und halten Sie stets Abstands-, Hygiene- und Alltagsmaskenregeln ein.
  • Seien Sie bei allen Reisen in das Ausland weiterhin besonders vorsichtig.
  • Erkundigen Sie sich bei Aufenthalt in einem Virusvarianten-Gebiet unbedingt bei Ihrer Fluggesellschaft über die aktuellen Beförderungsbedingungen und mögliche Änderungen im Reiseplan.
  • Erkundigen Sie sich über COVID-19-Maßnahmen sowohl für Ihr Transportmittel als auch an Ihrem Reiseziel z.B. über die Seite Re-open EU oder nutzen Sie die Gratis-App als Android-Version oder iOS-Variante.
  • Informieren Sie sich unbedingt vor Reiseantritt bei der Vertretung Ihres Reiseziels über die aktuellsten Einreisebestimmungen.
  • Lassen Sie sich Flugverbindungen und Beförderungsbedingungen vor Reiseantritt von Ihrer Fluggesellschaft bestätigen.
  • Kümmern Sie sich ggf. rechtzeitig um einen PCR- oder Antigen-Schnelltest, sofern Ihr Zielland einen fordert. An den Flughäfen Frankfurt, Düsseldorf, Hamburg, München, Berlin-Brandenburg, Rostock und Wiesbaden bieten Testzentren (kostenpflichtige) Schnelltests mittels Rachenabstrich an.
  • Buchen Sie möglichst umbuchbare Flüge und stornierbare Unterkünfte für den Fall einer erneuten Verschlechterung der pandemischen Lage vor Ort.
  • Halten Sie sich über die epidemiologische Entwicklung in Ihrem Reiseland informiert, z.B. über das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC).
  • Nutzen Sie die Corona-Warn-App sowie ggf. an Ihrem Reiseziel zur Verfügung gestellte Apps.
  • Bereiten Sie sich auf möglicherweise zusätzliche Kosten bei einem verlängerten Aufenthalt vor und lassen Sie ggf. Ihren Kreditrahmen erhöhen.
  • Befolgen Sie die Anordnungen lokaler Gesundheitsbehörden, auch bei angeordneten Quarantänemaßnahmen, die ggf. im Ausland, teilweise auf eigene Kosten, absolviert werden müssen.
  • Registrieren Sie sich weiterhin in unserer Krisenvorsorgeliste und halten Sie Ihre Eintragung aktuell.
  • Überprüfen Sie die Gültigkeit und den Leistungsumfang Ihres Reisekrankenversicherungsschutzes und erweitern Sie diesen gegebenenfalls.
  • Achten Sie auf einen ausreichenden Vorrat an notwendigen Medikamenten auch für den Fall eines verlängerten Aufenthalts im Ausland.
  • Buchen Sie Tickets vor Ort möglichst online und vermeiden Sie damit Warteschlangen an Verkaufsschaltern.
  • Beachten Sie die Informationen im Merkblatt COVID-19 sowie auf den Seiten der WHO, des RKI sowie der BZgA einschließlich der dortigen Hinweise zu weltweiten Pandemielage.


Empfehlungen vor Antritt einer Rückreise nach Deutschland


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