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Die COVID-19-Reisewarnung im Wortlaut

15.06.2020 - FAQ

FAQ

Stand: 23.12.2021

Allgemeine Informationen

Die Ausbreitung von COVID-19 kann weiterhin in vielen Ländern zu teilweise drastischen Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr, Einreisebeschränkungen, Quarantänemaßnahmen und Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens wie z.B. Ausgangssperren führen. Aufgrund der schnellen Ausbreitung der sogenannten Omikron-Variante des SARS-CoV-2-Coronavirus werden derzeit in vielen Staaten kurzfristig zusätzliche Maßnahmen verhängt. Der internationale Reiseverkehr kann davon in größerem Ausmaß betroffen sein.

Änderungen der Einreise- und Quarantänevorschriften im Ausland erfolgen teilweise ohne jede Vorankündigung und mit sofortiger Wirkung. Viele Länder verlangen ein negatives PCR-oder Antigen-Schnelltestresultat für die Einreise oder lassen nur noch Geimpfte einreisen. Die Anerkennung von Impfzertifikaten und Genesenennachweisen erfolgt in sehr unterschiedlichem Maße und unter verschiedenen Voraussetzungen, die sich schnell ändern können.

Im Infektions- und zum Teil auch im Verdachtsfall wie bei einem positiven COVID-19-Test im Ausland muss den Quarantänevorgaben des Reiselandes Folge geleistet werden, eine Rückholung kann nicht erfolgen. In diesen Fällen ist unter Umständen mit einem längeren Verbleib im Land bis zur Erlangung eines negativen Testergebnisses zu rechnen.

Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in Virusvarianten- und Hochrisikogebiete wird gewarnt.

Die Einstufung als Virusvarianten- oder Hochrisikogebiet erfolgt nach gemeinsamer Analyse und Entscheidung durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat.

Detaillierte Informationen zur epidemiologischen Lage, Maßnahmen und Beschränkungen im Land, wie auch Ein- und Durchreisebestimmungen samt Quarantäne- und Testbestimmungen und Apps zur Kontaktverfolgung in den Ländern der Europäischen Union, in Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz bietet die Europäische Union auf Re-open EU verfügbar auch per Gratis-App als Android-Version sowie als iOS-Variante.

Von der Teilnahme an Kreuzfahrten wird abgeraten. Es besteht das Risiko, dass im Falle eines COVID-19-Ausbruchs an Bord – auch unter geimpften Reisenden – von den zuständigen Behörden im Ausland eine mehrtägige Schiffsquarantäne verhängt wird. Ein zeitnaher Rücktransport nach Deutschland wäre ausgeschlossen. (Flusskreuzfahrten innerhalb der EU bzw. Schengen mit besonderen Hygienekonzepten sind ausgenommen. Ausgenommen sind auch Kreuzfahrten auf Schiffen mit spezifischen Hygienekonzepten, deren Reise in einem Hafen in Deutschland beginnt und ohne ein Anlegen in einem ausländischen Hafen wieder in einem Hafen in Deutschland endet.)


Einreisebeschränkungen

Seit 17. März 2020 gelten EU-weit einheitliche Einreisebeschränkungen aus Drittstaaten. Diese Beschränkungen gelten insbesondere auch für Einreisen nach Deutschland. Einzelheiten hierzu bietet das Bundesinnenministerium.

Die Einreise von deutschen Staatsangehörigen, freizügigkeitsberechtigten EU-Bürgern und ihren Familienangehörigen und Drittstaatsangehörigen mit Wohnsitz und gültigem Aufenthaltstitel in Deutschland ist jederzeit möglich.

Die Coronavirus-Einreiseverordnung vom 28. September 2021, zuletzt verlängert am 23. Dezember 2021, regelt bundesweit einheitlich die Anmelde-, Nachweis- und Quarantänepflicht bei Einreise nach Deutschland aus Virusvarianten- und Hochrisikogebieten sowie das Beförderungsverbot aus Virusvariantengebieten. (Liste veröffentlicht durch das Robert-Koch-Institut).

Es gilt eine allgemeine 3G-Nachweispflicht für alle aus dem Ausland nach Deutschland einreisenden Personen ab 6 Jahren. Bei Einreise aus Virusvariantengebieten gilt grundsätzlich die Nachweispflicht eines aktuellen negativen Testergebnisses für alle Einreisenden, unabhängig von ihrem Impfstatus.

Bei Inanspruchnahme eines Beförderers muss der 3G-Nachweispflicht bereits vor der Abreise im Ausland entsprochen werden, bei individueller Einreise auf dem Landweg muss zum Einreisezeitpunkt ein entsprechender Nachweis vorgelegt werden können.

Es gilt ein Personenbeförderungsverbot im grenzüberschreitenden Eisenbahn-, Bus-, Schiffs- und Flugverkehr aus Virusvariantengebieten mit einigen eng begrenzten Ausnahmen, unter anderem für deutsche Staatsangehörige. Informationen zu Ausnahmen bietet das Bundesinnenministerium.

Nach Voraufenthalt in einem Virusvariantengebiet gilt grundsätzlich eine verpflichtende 14-tägige Quarantäne, von der keine Ausnahmen möglich sind, auch nicht für vollständig geimpfte Personen. Eine vorzeitige Beendigung der Quarantäne ist nach Voraufenthalt in einem Virusvariantengebiet nur dann möglich, wenn die betroffene Person über einen vollständigen Impfschutz mit einem Impfstoff verfügt, dessen Wirksamkeit gegen die entsprechende Virusvariante vom Robert Koch-Institut festgestellt und veröffentlicht wurde. Ausführliche Fragen und Antworten zu Einreisen aus Hochrisiko- und Virusvariantengebieten hat das Bundesministerium für Gesundheit veröffentlicht.

Das Auswärtige Amt bietet eine Zusammenfassung der geltenden Regelungen bei der Einreise nach Deutschland.


Empfehlungen vor Antritt einer Reise ins Ausland
  • Informieren Sie sich über die aktuelle epidemiologische Lage in Ihrem Reiseland, beachten Sie unbedingt geltende Reisewarnungen und halten Sie stets Abstands-, Hygiene- und Alltagsmaskenregeln ein.
  • Seien Sie bei allen Reisen in das Ausland weiterhin besonders vorsichtig.
  • Erkundigen Sie sich bei Aufenthalt in einem Virusvariantengebiet bei Ihrer Fluggesellschaft bzw. Ihrem Transportunternehmen über die aktuellen Beförderungsbedingungen und mögliche Änderungen im Reiseplan.
  • Vor der Beförderung aus einem Virusvariantengebiet nach Deutschland muss dem Beförderer (Fluggesellschaft) ein aktueller negativer PCR-Test vorgelegt werden. Nach Ihrer Ankunft können weitere PCR-Testungen durch das Gesundheitsamt am Flughafen oder am Ort der Absonderung angeordnet werden. Bitte beachten Sie die Pflicht zur 14-tägigen Quarantäne, die auch für geimpfte und genesene Personen gilt. Eine Verkürzung der Quarantänedauer ist nach Voraufenthalten in Virusvariantengebieten nicht möglich.
  • Erkundigen Sie sich über COVID-19-Maßnahmen sowohl für Ihr Transportmittel als auch an Ihrem Reiseziel z.B. über Re-open EU oder nutzen Sie die Gratis-App als Android-Version oder iOS-Variante.
  • Informieren Sie sich unbedingt vor Reiseantritt bei der Vertretung Ihres Reiseziels über die aktuellsten Einreisebestimmungen.
  • Kümmern Sie sich ggf. rechtzeitig um einen PCR- oder Antigen-Schnelltest, sofern Ihr Zielland einen fordert. An vielen Flughäfen in Deutschland bieten Testzentren (kostenpflichtige) Schnelltests an.
  • Buchen Sie möglichst umbuchbare Flüge und stornierbare Unterkünfte für den Fall einer erneuten Verschlechterung der pandemischen Lage vor Ort.
  • Halten Sie sich über die epidemiologische Entwicklung in Ihrem Reiseland informiert, z.B. über das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC).
  • Nutzen Sie die Corona-Warn-App, die CovPass-App bzw. das Digital Covid Certificate der EU sowie ggf. an Ihrem Reiseziel zur Verfügung gestellte Apps.
  • Bereiten Sie sich auf möglicherweise zusätzliche Kosten bei einem verlängerten Aufenthalt vor und lassen Sie ggf. Ihren Kreditrahmen erhöhen.
  • Befolgen Sie die Anordnungen lokaler Gesundheitsbehörden, auch bei angeordneten Quarantänemaßnahmen, die ggf. im Ausland, teilweise auf eigene Kosten, absolviert werden müssen.
  • Registrieren Sie sich weiterhin in unserer Krisenvorsorgeliste und halten Sie Ihre Eintragungen aktuell.
  • Überprüfen Sie die Gültigkeit und den Leistungsumfang Ihres Reisekrankenversicherungsschutzes und erweitern Sie diesen gegebenenfalls.
  • Achten Sie auf einen ausreichenden Vorrat an notwendigen Medikamenten auch für den Fall eines verlängerten Aufenthalts im Ausland.
  • Beachten Sie die Informationen im Merkblatt COVID-19 sowie auf den Seiten der WHO, des RKI sowie der BZgA einschließlich der dortigen Hinweise zu weltweiten Pandemielage.


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