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COVID-19

15.11.2022 - Artikel

Seit Ende 2019 treten Infektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 auf, durch das die Erkrankung COVID-19 verursacht wird. Die WHO deklarierte am 30.01.2020 eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite (PHEIC) und erklärte den Ausbruch am 11.03.2020 zur Pandemie.

Erreger

Coronaviren (CoV) kommen weltweit vor und lösen vorrangig bei Wirbeltieren Erkrankungen aus. Es besteht die Möglichkeit der Überwindung der Artenbarriere, d.h. eine Infektion aus dem Tierreich kann auf den Menschen übertreten (Zoonose). Abgesehen vom 2020 neu diagnostierten Coronavirus SARS-CoV-2 sind sechs humanpathogene Coronaviren bekannt: Vier rufen eine leichte Infektion der oberen Atemwege hervor, die Coronaviren SARS-CoV-1 und MERS-CoV verursachen hingegen schwere Atemwegserkrankungen. Die Übertragung erfolgt vor allem per Tröpfcheninfektion. Eine spezifische Therapie oder eine Impfung gegen die bisher bekannten Coronaviren existiert nicht.

Coronaviren im Mikroskop
Coronaviren im Mikroskop © epa Center for Disease Control / dpa

Das 2020 neu diagnostizierte Coronavirus wurde am 07.01.2020 identifiziert und vorläufig als 2019-nCoV bezeichnet. Es besteht eine genetische Verwandschaft zu SARS-CoV-1. Am 11.02.2020 wurde durch das International Committee on Taxonomy of Viruses der Name SARS-CoV-2 (= Severe Acute Respiratory Syndrome-Corona Virus-2) festgelegt.

Die initiale Infektionsquelle ist unbekannt, fraglich besteht eine Verbindung mit einem Tiermarkt in der chinesischen Stadt Wuhan und dortiger Übertragung des Virus vom Tier auf den Menschen.

Die Virusübertragung von Mensch zu Mensch erfolgt vorrangig per Tröpfcheninfektion oder insbesondere in Innenräumen über Aerosole. Zu Beginn der Symptomatik ist die Viruslast in den oberen Atemwege hoch und nimmt im Verlauf ab. Dies spricht dafür, dass Personen besonders zu Beginn der Erkrankung ansteckend sind.

Erkrankung

Die durch SARS-CoV-2 ausgelöste Erkrankung heißt COVID-19 (= Coronavirus disease 2019).

Die Inkubationszeit liegt laut WHO in einem Bereich von 1 bis 14 Tagen bzw. im Schnitt bei 5-6 Tagen. Typische Symptome der Erkrankung sind Fieber, trockener Husten und Müdigkeit. Weniger häufige Symptome sind Kopf- und Halsschmerzen, Schnupfen, Bindehautentzündungen, Ausschläge, Durchfall sowie Geruchs- und Geschmacksverlust. In schweren Fällen tritt eine Lungenentzündung mit Lungeninfiltraten auf. Meist kommt es zu einem milden oder moderaten Verlauf. Komplett asymptomatische Fälle kommen vor.

Das größte Risiko für einen schweren Verlauf haben Personen höheren Alters sowie Personen mit Vorerkrankungen. Kinder haben häufig einen asymptomatischen oder milden Krankheitsverlauf. Schwangere haben ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf.

Das Risiko für Todesfälle nimmt mit steigendem Alter zu. Letalitätsberechnungen sind aufgrund der unklaren Anzahl der tatsächlich Erkrankten begrenzt aussagekräftig.

Verbreitung

Initial traten Infektionen vorrangig in China auf. Seit März 2020 wurden mehr Infektionen außerhalb Chinas als im Land dokumentiert. Im Verlauf verbreitete sich SARS-CoV-2 weltweit. Durch Mutation sind verschiedene Varianten des Coronavirus SARS-CoV-2 entstanden.

Diagnostik

Zur Diagnostik steht ein Test zum Nachweis von Virus-RNA zur Verfügung (PCR). Der direkte bzw. indirekte Nachweis von SARS-CoV-2 durch Antigen- und Antikörpertests ist weniger verlässlich.

Therapie

Das PEI listet die in Deutschland zugelassenen Medikamente zur Behandlung von COVID-19.

Prävention

Die in Deutschland zugelassenen Impfstoffe werden vom PEI gelistet.

Ausführliche Informationen zu Präventionsmaßnahmen finden Sie auf der Seite des BZgA.

Internationale Reaktionen

Am 30.01.2020 deklarierte die WHO den Ausbruch als gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite (PHEIC). Am 11.03.2020 erklärte die WHO den Ausbruch offiziell zur Pandemie. Ausschlaggebend hierfür waren die Geschwindigkeit und das Ausmaß des Ausbruchs sowie die mangelnden Ausbruchsbekämpfungsmaßnahmen in einigen Ländern. Zum Zweck der Eindämmung der Pandemie wurden in zahlreichen Ländern teils drastische Maßnahmen zur Kontaktreduktion erlassen.

Referenzen

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