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Argentinien

Argentinien

Stand: März 2014

Ländername: Argentinische Republik (República Argentina)

Lage: Südliches Südamerika, zwischen dem 22. und 55. Grad südlicher Breite und dem 54. und 73. Grad westlicher Länge (größte Nord/Süd-Ausdehnung: 3.700 km, größte Breite: 2.100 km)

Fläche: 2,78 Mio. qkm, zweitgrößtes Land Südamerikas, erhebt Anspruch auf 1,23 Mio. qkm Antarktis

Hauptstadt: Buenos Aires, Bundeshauptstadt: rund 2,89 Mio. Einwohner; Großraum (Bundeshauptstadt plus Einzugsgebiet): 12,8 Mio. Einwohner

Bevölkerung: Rd. 41 Mio. Einwohner; im 19./20. Jahrhundert Einwanderungsland, vorwiegend italienischer und spanischer Abstammung; ca. 2% indigener Abstammung; 5,4% unter Armutsgrenze (nach offizieller Statistik; über 25% nach Schätzung von Forschungseinrichtungen und wichtigen NGOs); ca. 1 Mio. Deutschstämmige

Landessprache: Spanisch

Religion(en); Kirche(n): Katholiken 90%, Protestanten 2% und Juden 1%, andere Glaubensrichtungen 6%

Nationaltag: 25. Mai (1810); Revolutionstag - "Tag des Vaterlandes" (Sturz des spanischen Vizekönigs)

Unabhängigkeit: 9. Juli 1816

Regierungsform: Präsidialdemokratie, Bundesrepublik; Kongress bestehend aus 2 Kammern: Senat mit 72 und Abgeordnetenkammer mit derzeit 257 Sitzen

Staatsoberhaupt: Präsidentin der Argentinischen Nation: Cristina Fernández de Kirchner; Vizepräsident: Amado Boudou

Außenminister: Minister für Auswärtige Beziehungen und Religionsfragen, Héctor Timerman

Parlamentspräsident: Präsident des Senats: Amado Boudou; Präsident der Abgeordnetenkammer: Julián Domínguez

Regierungspartei: "Frente para la Victoria" sowie "Partido Justicialista/PJ" (Peronisten), ab dem 10.12.2013: 32 (+10 Alliierte) von 72 Sitzen im Senat, 118 (+16 Alliierte aus anderen Parteien) von 257 Sitzen in der Abgeordnetenkammer

Andere im Parlament vertretene Parteien: Größte Fraktionen: Unión Cívica Radical/UCR (Radikale Bürgerunion), Unión PRO (Republikanischer Vorschlag), Frente Renovador (Erneuerungsfront)

Gewerkschaften: Vielzahl überwiegend peronistisch ausgerichteter Einzelgewerkschaften. Dachverband CGT (Confederación General del Trabajo, seit 2012 in einen regierungsnahen und einen regierungkritischen Flügel gespalten), daneben die CTA (Central de Trabajadores Argentinos)

Organisationen der Wirtschaft: Industrieverband UIA - Union Industrial Argentina (Pendant zum dt. BDI), Arbeitgeberverband AEA - Asociación Empresaria Argentina, daneben gibt es zahlreiche branchenspezifische Wirtschaftsverbände

Verwaltungsstruktur des Landes: In den 23 Provinzen jeweils eigene Exekutive unter Führung eines Gouverneurs, ein eigenes Parlament und eine eigene Gerichtsbarkeit. Bundeshauptstadt Buenos Aires (Capital Federal) hat eigene Verwaltung und eigenes Parlament, unterliegt jedoch der Zuständigkeit der Bundesgerichte und der Bundespolizei. Argentinien zählt 2.168 Gemeinden (municipios) mit jeweils einem Bürgermeister an der Spitze.

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen: UNO (Gründungsmitglied 24.10.1945) und OAS, 2013/2014 nichtständiges Mitglied im VN-Sicherheitsrat, Mitgliedschaft in sämtlichen wichtigen VN-Sonderorganisationen, WTO, MERCOSUR, UNASUR, CELAC.

Wichtigste Medien:
Rundfunk: Landesweiter Staatsrundfunk (Radio Nacional), daneben Vielzahl weiterer regionaler und kommunaler Radiosender sowie über 100 private Radiostationen.

Fernsehen: Landesweit senden ein staatlicher und vier private Sender. Daneben existiert eine Vielzahl an kleineren, teils lokalen Sendern. Die Deutsche Welle ist je nach Kabel-/-Sat- Anbieter auf Deutsch oder Spanisch zu empfangen.

Presse: "Clarín" (Auflage ca. 250.000), "La Nación" (ca.160.000) und weitere kleinere Tageszeitungen. Außerdem "Buenos Aires Herald" (englischsprachig) und "Argentinisches Tageblatt" (deutschsprachige Wochenzeitung).

Ansässige Deutsche: Deutsche Staatsangehörige: mit Pass ca. 50.000 (Doppelstaatler 30.000). Weitere Deutschstämmige, unter anderem Wolgadeutsche: ca. 1 Million.

Bruttoinlandsprodukt: 2013: (vorläufige Schätzung) ca. 534 Mrd- USD; 2012: 475,4 Mrd. USD; 2011: 445,7 Mrd USD (zu Marktpreisen). Erste offizielle Hochrechnungen gehen für 2013 von einem BIP Jahreswachstum in Landeswährung (zu konstanten Preisen) von 4,9 % aus; 2012 1,9%, 2011 + 8,9 % (private lokale und internat. Wirtschafts- und Finanzinstitute schätzen das Wachstum 2013 auf max. 3 %; 2012 max. 1%; 2011 ca. 7%). Für 2014 gehen die Wachstumsprognosen der IWF und Weltbank von ca. 2,8% aus, nach einer kürzlichen starken Abwertung der Landeswährung erwarten private Wirtschaftsforschungsinstitute mehrheitlich nur noch Nullwachstum oder gar leichte Rezession.

Pro-Kopf-BIP: 2013: ca.12.900 USD; 2012: 11.595 USD; 2011: 11.005 USD (zu Marktpreisen)

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.