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Mazedonien, ehemalige jugoslawische Republik

Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien

VN-Mitgliedschaft unter der Bezeichnung "ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien". Der Staatsname ist zwischen der griechischen und der mazedonischen Regierung umstritten. Es laufen zurzeit Vermittlungsbemühungen unter Schirmherrschaft der Vereinten Nationen.

Stand: März 2014

Ländername: Verfassungsname: „Republik Mazedonien“, UNO-Mitgliedschaft unter dem Namen „ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien“

Klima: kontinental, im Sommer sehr heiß, im Winter sehr kalt und feucht

Lage: im südlichen Zentralbalkan; grenzt im Norden an Serbien, im Nordwesten an Kosovo, im Osten an Bulgarien, im Süden an Griechenland, im Westen an Albanien

Landesfläche: 25.713 Quadratkilometer

Hauptstadt: Skopje, circa 580.000 Einwohner

Bevölkerung: 2,1 Millionen Einwohner, davon ethnische Mazedonier 64,2 Prozent, Albaner 25,2 Prozent, Türken 3,9 Prozent, Roma 2,6 Prozent, Serben 1,8 Prozent, Bosniaken 0,8 Prozent, Vlachen 0,5 Prozent, andere 1,0 Prozent

Landessprachen: Mazedonisch; Albanisch; Türkisch; Romani; Serbisch; Vlachisch

Religionen, Kirchen: Mazedonisch-Orthodoxe Kirche (circa 70 Prozent der Bevölkerung, Autokephalie seit 1967, von anderen orthodoxen Kirchen bisher nicht anerkannt); Islamische Gemeinschaft (circa 25 Prozent); Katholische Kirche (0,5 Prozent); Methodistische Gemeinde, Jüdische Gemeinde

Nationalfeiertag: 8. September (Unabhängigkeitstag), außerdem Gedenktag am 2. August (Ilinden-Aufstand gegen das Osmanische Reich 1903)

Unabhängigkeit: 8. September 1991 (Unabhängigkeits-Referendum)

Staatsform/Regierungsform: Republik/Parlamentarische Demokratie (Verfassung vom 17.11.1991; geändert aufgrund EG-Badinter-Kommission am 06.01.1992 und gemäß Ohrid-Rahmenabkommen am 16.11.2001)

Staatsoberhaupt: Staatspräsident Prof. Gjorge Ivanov (seit 12.05.2009),

Regierungschef: Ministerpräsident Nikola Gruevski, VMRO-DPMNE (seit 26.08.2006)

Außenminister: Nikola Poposki (seit 27.07.2011)

Parlament: Versammlung der Republik Mazedonien: Einkammersystem, 123 Abgeordnete, Präsident: Trajko Veljanovski (VMRO-DPMNE), letzte Wahl 05.06.2011 (vorgezogene Neuwahlen)

Regierungsparteien: VMRO-DPMNE (deutsch.: Innere Mazedonische Revolutionäre Organisation – Demokratische Partei der Mazedonischen Einheit): 56 Sitze, DUI (Demokratische Union für Integration; albanisch geprägte Partei ): 15 Sitze

Opposition:  SDSM (deutsch: Sozialdemokratische Union Mazedoniens): 42 Sitze, DPA (deutsch: Demokratische Partei der Albaner): 8 Sitze; ND (deutsch: Nationale demokratische Wiedergeburt): 2 Sitze

Gewerkschaften: Dachverband SSM (Sojus na Sindikatite na Makedonija): 15 Branchengewerkschaften); Verband der unabhängigen und autonomen Gewerkschaften (UNASM)

Verwaltungsstruktur: Zentralstaat mit 85 Gemeinden (Gesetz zur territorialen Neuordnung und Gesetz über die Stadt Skopje vom 11.08.2004), Gesetz über Lokale Selbstverwaltung vom 24.01.2002

EU-Beitrittsstatus: Beitrittskandidat seit Dezember 2005, ungelöster Namensstreit mit Griechenland blockiert Aufnahme von Beitrittsverhandlungen (KOM-Empfehlung seit 2009 jährlich wiederholt)

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen: VN (seit 08.04 1993), IWF (seit 21.04.1993, rückwirkend ab Dezember 1992), Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, Weltbank (IDA – Internationale Entwicklungsassoziation, IFC – Internationale Finanz-Corporation und IBRD – Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung), WHO (Weltgesundheitsorganisation, seit 03.05.1993), ITU (internationale Fernmeldeunion, seit 04.05.1993), IRU (International Road Transport Union, seit April 1993), ILO (Internationale Arbeitsorganisation, seit 28.05.1993), UNESCO (Organisation der VN für Erziehung, Wissenschaft und Kultur, seit 28.06.1993), European Broadcasting Union, UPU (Weltpostverein, seit 12.07.1993), IAEO (internationale Atomenergiebehörde, seit 27.09.1993), UNICEF (VN-Kinderhilfswerk, seit September 1993), Interpol (04.10.1993), FAO (VN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation, UNCTAD (VN-Handels- und Entwicklungskonferenz), UNDP (VN-Entwicklungsprogramm), UNIDO (VN-Organisation für industrielle Entwicklung), IFAD (Internationale Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung), IMO (Internationale Seeschifffahrts-Organisation), IPU (Interparlamentarische Union), ICAO (internationale Zivilluftfahrt-Organisation), WMO (Weltorganisation für Meteorologie), WIPO (Weltorganisation für geistiges Eigentum), IOC (internationales Olympisches Komitee), Interparlamentarische Union, Europarat (19.10.1995); WTO (Welthandelsorganisation, März 2003), SAA-Abkommen mit der EU seit 01.04.2004 in Kraft. Im August 2006 Beitritt zum Zentraleuropäischen Freihandelsabkommen (CEFTA), seit 01.01.2007 in Kraft

Bruttoinlandsprodukt (BIP): 7,4 Milliarden Euro (2012)

BIP pro Kopf: 3540 Euro (2012)

Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.