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Rede von Staatsminister Gernot Erler zur Eröffnung der Konferenz „Sicherheitsbedrohung Klimawandel – Handlungsoptionen für Politik, Wissenschaft und Wirtschaft“

06.11.2008

Exzellenzen,
verehrte Gäste,
meine sehr verehrten Damen und Herren,

ich begrüße Sie herzlich zur Eröffnung der Internationalen Konferenz „Sicherheitsbedrohung Klimawandel – Handlungsoptionen für Politik, Wissenschaft und Wirtschaft“ in Freiburg, und ich bin froh, dass Sie so zahlreich unserer Einladung gefolgt sind.

Ich möchte als erstes diejenigen begrüßen, die heute diese Konferenz eröffnen und die hier oben auf dem Podium Platz genommen haben. Am weitesten gereist ist Dr. Rajendra Pachauri aus Indien, der Vorsitzende des Weltklimarates, Generaldirektor des Energy and Resources Institute in New Delhi und Friedensnobelpreisträger von 2007. Herzlich Willkommen, Herr Pachauri, in Freiburg! Wir sind sehr froh, dass Sie den weiten Weg aus Indien nach Freiburg auf sich genommen haben, und wir freuen uns auf Ihren Impulsvortrag. Ich begrüße ebenso herzlich Dr. Frank-Walter Steinmeier, Bundesminister des Auswärtigen und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland. Dass die deutsche Außenpolitik sich im Rahmen eines erweiterten Sicherheitsverständnisses inzwischen intensiv mit Energie und Klimawandel beschäftigt, das verdanken wir der Initiative des deutschen Außenministers, und ich freue mich, dass Freiburg jetzt ein Meilenstein in dieser neuen Außenpolitik wird, die das Ziel einer globalen Verantwortungsgemeinschaft verfolgt. Das führt mich auch zur dritten Person auf dem Podium, zu Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon. Er ist nicht Gast, sondern vielmehr selbst Gastgeber und Partner des Auswärtigen Amtes bei der Ausrichtung dieser Konferenz. Herzlichen Dank für die gute Zusammenarbeit und die Gastfreundschaft hier im Konzerthaus Freiburg.

Meine Damen und Herren, ich habe eine schier endlose Liste von wichtigen Teilnehmern an dieser Konferenz und von hochverehrten Ehrengästen, aber ich bitte um Verständnis, dass ich diese nicht alle einzeln begrüßen kann. Ich kann nur wenige stellvertretend für viele ansprechen. Das fängt schon an mit den Keynote-Speakern und Panelisten der Konferenz, es sind zusammen 17 aus acht verschiedenen Ländern: außer aus Deutschland auch aus Bangladesh, China, Dänemark, Großbritannien, aus Indien, Nigeria und den Vereinigten Staaten. Sie sind uns alle herzlich willkommen, und wir freuen uns, dass sie alle nach Freiburg gekommen sind.

Ich begrüße meine Bundestagskollegin Kerstin Andreae, mit ihr zahlreiche weitere Abgeordnete aus Bund, Land und Kommunen, Mandatsträger, die sich alle für den Verlauf dieser Konferenz angemeldet haben. Auch heiße ich herzlich willkommen Botschafter Funde und alle Mitglieder des Diplomatischen Corps. Wir freuen uns, dass Pro-Rektor Professor Schanz und der ehemalige Rektor Professor Jäger die Universität Freiburg hier vertreten und dass zahlreiche Honoratioren der Stadt hier erschienen sind, darunter Ehrenbürger Dr. Rolf Böhme, ehemaliger Oberbürgermeister, und Dr. Eugen Martin. Allen ein herzliches Willkommen! Gekommen sind auch mit Renate Buchen, Gerolf Staschull und Atai Keller drei Fraktionsvorsitzende aus Freiburg, begleitet von einer großen Zahl von Stadträten. Stellvertretend für die vielen anwesenden Verbände möchte ich begrüßen Johannes Burger, Geschäftsführer der Handwerkskammer Freiburg, und für die zahlreichen Behörden, Heiner Amman, den Leitenden Kriminaldirektor. Für die Medien und die Presse heiße ich den Verlagsleiter und Herausgeber der Badischen Zeitung, Dr. Christian Hodeige, herzlich willkommen, und für die Wirtschaft geht mein Gruß an Georg Salvamoser, den Gründer der Freiburger Solarfabrik.

Vor allem aber, meine Damen und Herren, schaue ich auf die voll besetzten Ränge des Konzerthauses und sage, es ist toll, dass Sie alle gekommen sind. Wir haben sage und schreibe Anmeldungen aus 30 verschiedenen Ländern; der Anmeldestand lag heute morgen bei 1.318, darunter auch ganze Schulklassen und Studiengruppen, z.B. die Klasse 10a des Rotteck-Gymnasiums oder der Seminarkurs des Marie-Curie-Gymnasiums aus Kirchzarten, aber auch Master-Studien-Panels von der Freiburger Universität zu Environmental Governance, Forest Ecology and Management. Herzlich willkommen! Dass es ein so großes Interesse gibt, ist eine große Genugtuung für uns.

Das beweist auch, lieber Frank-Walter Steinmeier, dass es richtig war, mit dieser Konferenz nach Freiburg zu gehen, eine Stadt mit langer Tradition im Umweltdenken und Umwelthandeln, eine Stadt mit solchen Einrichtungen wie dem Öko-Institut, mit ICLEI, mit dem Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme und dem Zentrum für Erneuerbare Energien. Mit diesen vier Organisationen habe ich im Sommer vergangenen Jahres begonnen, diese Konferenz vorzubereiten, und ich darf an dieser Stelle einen herzlichen Dank für die gute Zusammenarbeit sagen. Auch möchte ich darauf hinweisen, dass es in Freiburg noch andere Institutionen dieser Art gibt. Sie alle sind hier vertreten mit eigenen Ständen, rechts von mir hier gesehen im Foyer, und ich hoffe, meine Damen und Herren, dass Sie nachher in den Pausen auch Zeit finden, sich dort informieren zu lassen.

Meine Damen und Herren,
die Freiburger Konferenz soll nicht irgend eine weitere Konferenz zum Klimawandel sein. Natürlich wird sie am Anfang versuchen, noch einmal die Gefährdung und das Gefährdungspotential durch den Klimawandel auf den Punkt zu bringen. Aber sie hat ein ganz spezifisches Ziel. Nämlich, konkrete Antworten zu erarbeiten: Was kann die Politik gegen diese konkreten Gefahren des Klimawandels ausrichten? Was können Wissenschaft und Technologie in diesem Zusammenhang leisten und welche Handlungsoptionen haben wir in den letztlich am meisten betroffenen Kommunen? Und weil wir nicht nur analysieren wollen, sondern Antworten auf diese Fragen suchen, sind auch zahlreiche Mitarbeiter aus dem Auswärtigen Amt hier, die nicht nur die Organisation besorgen, sondern die auch versuchen werden, alles das, was hier an konstruktiven Ideen kommt, mitzunehmen und umzusetzen in konkrete Politik.
Die Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit unseres Fragens beginnt schon mit dem Rahmen dieser Konferenz. Ich kann Ihnen sagen, Sie nehmen sozusagen teil an einem klimaschonenden Gesamtkunstwerk. Alles, was bei dieser Konferenz an Emissionen anfällt, wie zum Beispiel durch An- und Abreise, Unterbringung, Versorgung usw., wird durch Klimamaßnahmen anderenorts neutralisiert. Wir haben uns diesbezüglich für den Ankauf von Zertifikaten bei der Firma First Climate für den Bau einer Windkraftanlage im indischen Bundesstaat Maharashtra entschieden. Und gestern Abend, meine Damen und Herren, war dieses Konzerthaus ausverkauft bei einem sehr schönen Konzert des Freiburger Barockorchesters, einem Benefizkonzert, mit dessen Erlös wir die Initiative „Lighting Up Hope and Communities in Rural Nicaragua” unterstützen werden. Dies ist eine Initiative, die die Anwendung von Solarenergie im ländlichen Nicaragua in Totogalpa unterstützt, einer Region etwa 200 km entfernt von Freiburgs Partnerstadt Wiwilí. Den Scheck, der – das wissen wir jetzt schon – mehr als 30.000,00 Euro betragen wird, werde ich morgen am Ende der Konferenz an die Organisation SEED, die das Benefizprojekt betreut, überreichen. Das Benefizkonzert und die Klimaneutralstellung der Konferenz wurden nur möglich durch eine großzügige Spende der Deutschen Telekom, bei der ich mich dafür herzlich bedanken möchte, ganz besonders bei Herrn Dr. Ignacio Campino, der auch aktiv als Panelist hier auftreten wird. Mein Dank geht auch an Adelphi Research, die für das Konferenzmanagement verantwortlich waren.

Abschließend möchte ich alle Teilnehmer aus den verschiedenen Ländern, aus Freiburg und der Region, noch einmal herzlich hier willkommen heißen. Ich gebe jetzt das Wort an den Oberbürgermeister der Stadt Freiburg, Dr. Dieter Salomon. Herzlich Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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