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Pressemitteilung

Auswärtiges Amt zum Treffen der Anti-IS-Koalition in Berlin

17.11.2016

Zum heutigen Treffen der Kerngruppe („Small Group“) der internationalen Anti-IS-Koalition in Berlin, eröffnet durch Staatssekretär Markus Ederer und den Sondergesandten des US-Präsidenten für die internationale Anti-ISIS-Koalition, Brett McGurk, erklärte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts heute (17.11.):

Im Kampf gegen IS geht es voran – die Terrormiliz IS ist aus weiten Teilen der Gebiete zurückgedrängt worden, die sie in Irak und Syrien in ihre Gewalt gebracht hatte. Gleichwohl ist die Gefahr, die von IS ausgeht, noch lange nicht gebannt und die Arbeit keinesfalls getan. Die internationale Anti-IS-Koalition hat daher heute in Berlin intensiv darüber beraten, was die nächsten Schritte sein werden, vor Ort in Irak oder Syrien, aber auch in Europa, wenn es etwa darum geht, weiterhin zu verhindern, dass junge Menschen der menschenverachtenden Ideologie von IS anheimfallen.       

Noch lässt sich nicht absehen, wie lange es dauern wird, die Städte Mossul oder Rakka von IS zu befreien. Klar ist aber, dass es dringend notwendig ist, für den Tag danach zu planen, die einmal befreiten Gebiete zu sichern, zu stabilisieren und den Menschen dort Zukunftsperspektiven zu bieten. Das kann nur gelingen, wenn alle Beteiligten, international wie vor Ort, an einem Strang ziehen.       

Letztlich sind es die Menschen im Irak und Syrien selbst, die das Joch von IS abschütteln und den Wiederaufbau ihrer Heimat vorantreiben werden. Die internationale Gemeinschaft und Deutschland stehen dabei fest an ihrer Seite.

Hintergrund:

Der internationalen Anti-IS-Koalition gehören, mit dem heutigen Beitritt Libyens, mittlerweile 65 Staaten und mit der Arabischen Liga, der Europäischen Union und Interpol drei internationale Organisationen an. Unter anderem im Rahmen der Kerngruppe („Small Group“) der Koalition findet ein regelmäßiger Austausch, im Wechsel auf Minister- und hoher Beamtenebene, statt. Das letzte Ministertreffen tagte am 21. Juli 2016 in Washington. Deutschland ist einer der größten Geber in der humanitären und der Stabilisierungshilfe für Irak und Syrien und hält, gemeinsam mit den Vereinigten Arabischen Emiraten, den Ko-Vorsitz der Arbeitsgruppe Stabilisierung der internationalen Anti-IS-Koalition.

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