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Pressemitteilung

Sprecherin des Auswärtigen Amts zur Lage in Jemen

17.08.2016

Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts sagte heute (17.08.) zu Berichten über die Bombardierung eines Krankenhauses von Ärzte ohne Grenzen im Nordosten Jemens und einen Raketenangriff auf die Stadt Nadschran im Süden Saudi-Arabiens :

"Wir sehen mit großer Sorge die erneute Zunahme von Gewalt in Jemen und sind erschüttert über die Nachricht von der Bombardierung eines Krankenhauses in der Provinz Hadscha in Nordostjemen. Wir fordern, dass der Vorfall schnell aufgeklärt wird. Mit Bestürzung haben wir auch Berichte über einen erneuten Raketenangriff auf die Stadt Nadschran im Süden Saudi-Arabiens zur Kenntnis genommen. Wir verurteilen diese Angriffe und rufen dazu auf, die Gewalt sofort zu beenden.

Die zivilen Opfer der Kampfhandlungen auf beiden Seiten zeigen, dass es keine militärische Lösung für Jemen geben kann. Die Konfliktparteien müssen zügig zu einem Verhandlungsprozess unter Ägide der Vereinten Nationen zurückfinden und Abstand von jeglichen Maßnahmen nehmen, welche die Fortführung der Verhandlungen behindern könnten."

Hintergrund:

Laut der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen sollen bei einem Luftangriff der arabischen Koalition auf ein Krankenhaus in Abs im Nordosten des Landes mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen sein, viele wurden verletzt. Nach Berichten saudischer Medien wurden bei einem Raketenangriff auf die Stadt Nadschran im Süden Saudi-Arabiens, der den Huthi-Rebellen zugeschrieben wird, sieben Menschen getötet. Die durch die Vereinten Nationen geleiteten Friedensgespräche für Jemen in Kuwait sind am 06. August nach dreieinhalb Monaten ohne Einigung zu Ende gegangen, seitdem haben die Kampfhandlungen wieder zugenommen.

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