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Weimarer Dreieck: 35 Jahre Zusammenarbeit zwischen Deutschland, Frankreich und Polen

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30.04.2026 - Artikel

Über drei Jahrzehnte nach seiner Gründung ist das trilaterale Weimarer Dreieck wichtiger denn je zur Abstimmung über grenzüberschreitende, europapolitische sowie internationale Angelegenheiten.

35 Jahre nach seiner Gründung ist das trilaterale Weimarer Dreieck wichtiger denn je zur Abstimmung über grenzüberschreitende, europapolitische sowie internationale Angelegenheiten.

Die Flaggen Frankreichs, Polens, Deutschlands und der EU vor dem Rathaus von Weimar
Die Flaggen Frankreichs, Polens, Deutschlands und der EU vor dem Rathaus von Weimar © picture-alliance/dpa

Das Weimarer Dreieck bietet Deutschland, Frankreich und Polen ein wichtiges Forum, um sich zu Antworten auf gemeinsame Herausforderungen abzustimmen. Neben den Regierungen arbeiten auch die Parlamente und Zivilgesellschaften eng in diesem Format zusammen.

Am 28. August 1991 trafen sich die damaligen Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Polens - Hans-Dietrich Genscher, Roland Dumas und Krzysztof Skubiszewski - an Goethes Geburtstag in Weimar, um das Weimarer Dreieck ins Leben zu rufen. Ihr Bestreben war es, gemeinsame Grundinteressen für die Zukunft Europas zu identifizieren sowie die grenzüberschreitende Zusammenarbeit auszubauen. In einer 10-Punkte-Erklärung bekräftigten die Minister damals die maßgebliche Verantwortung der drei Länder für den europäischen Integrationsprozess. Historische Wegmarken seitdem stellen insbesondere die Aufnahme Polens in die NATO (1999) sowie in die Europäische Union (2004) dar.

Über drei Jahrzehnte nach seiner Gründung ist dieses trilaterale Gesprächs- und Kooperationsformat wichtiger denn je, um dem politischen und zivilgesellschaftlichen Austausch neue Impulse zu geben und damit Europa geeinter und handlungsfähiger zu machen. Das Weimarer Dreieck steht wie vielleicht kein zweites Format für den Zusammenhalt Europas und versinnbildlicht, wie auf vielen verschiedenen Ebenen gemeinsam Zukunft in Europa gestaltet werden kann. Dabei suchen unsere drei Länder auch den gemeinsamen Austausch mit weiteren Partnern, beispielsweise mit Moldau und der Ukraine, oder wie im Januar 2026 auch mit Indien.

Die früheren Außenminister von Polen, Deutschland und Frankreich, (l-r) Krzystof Skubiszewski, Hans Dietrich Genscher und Roland Dumas am 29.08.2006 im Rathaus von Weimar.
Die früheren Außenminister von Polen, Deutschland und Frankreich, (l-r) Krzystof Skubiszewski, Hans Dietrich Genscher und Roland Dumas am 29.08.2006 im Rathaus von Weimar. © picture-alliance/ dpa

In den vergangenen 35 Jahren hat der Austausch der Zivilgesellschaften im Weimarer Dreieck zunehmend an Bedeutung gewonnen, der von vielen verschiedenen Trägern organisiert wird. Besonders sichtbar sind dabei Städtepartnerschaften, Jugendbegegnungen und vielfältigste Kulturveranstaltungen. Einen besonderen Schwerpunkt der letzten Jahre bildeten dabei gemeinsame Projekte und Veranstaltungen mit und zur Unterstützung der Ukraine. Und in all unseren drei Ländern existieren mittlerweile eingetragene „Weimarer-Dreiecks“-Vereine. Diese lebendigen Treffen leisten damit einen wesentlichen Beitrag für ein noch engeres Zusammenwachsen der Bürger aus diesen drei Staaten in der Mitte Europas.



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