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Austausch mit Afrika

28.07.2014 - Artikel

Simon Brombeiss und Bo Won Kim berichten vom Treffen der Teilnehmer des achten Lehrgangs für Diplomatinnen und Diplomaten aus Afrika mit der 69. Crew des Auswärtigen Amts.

Das Motto des Auswärtigen Dienstes "Ihr Arbeitsplatz: Die Welt" prägt schon unsere Ausbildung. Einige politisch wichtige europäische Destinationen wie Brüssel, Den Haag, Wien und Genf besuchen wir im Rahmen sogenannter Lehrbesichtigungsfahrten während des Vorbereitungsdienstes mit der Crew. Der "boomende Kontinent" Afrika ist leider schwieriger erreichbar.

Aber: Während eines einmonatigen Lehrgangs waren im Juni junge Diplomatinnen und Diplomaten im Rahmen der Internationalen Diplomatenausbildung des Auswärtigen Amts zu Gast in Deutschland.

Teilnehmer des 8. Lehrgangs für Diplomaten aus Afrika und die Attachés der 69. Crew
Teilnehmer des 8. Lehrgangs für Diplomaten aus Afrika und die Attachés der 69. Crew© Auswärtiges Amt

Klar, dass wir uns die Gelegenheit zu einem persönlichen Kennenlernen nicht nehmen ließen! Dass gerade ein Paradigmenwechsel in der Sicht auf Afrika stattfindet, war uns allen bewusst. Dieser spiegelt sich auch in den neuen "Afrikapolitischen Leitlinien der Bundesregierung" wider. Einige von uns haben bereits berufliche Erfahrung in oder mit Afrika gesammelt und wie überall gilt: Mindestens genauso wichtig und hilfreich wie Strategien oder Konzeptpapiere ist der direkte Austausch.

Bei einem kleinen Empfang am Tegeler See haben wir unsere Gäste herzlich willkommen geheißen. Unsere afrikanischen Kollegen bestätigen: Was das deutsche Engagement in Afrika angeht, sind wir beliebte Partner. Nach Ansicht unserer afrikanischen Freunde könnten wir unser Potential jedoch noch mehr nutzen. In den Gesprächen kam auch Unerwartetes zutage: Wir hätten nicht gedacht, dass die Diplomatenausbildung in Kamerun der deutschen verblüffend ähnelt.

Gute Stimmung nach dem WM-Spiel Deutschland-Ghana
Gute Stimmung nach dem WM-Spiel Deutschland-Ghana© Bo Won Kim

In guter Erinnerung bleiben wird auch unser gemeinsamer WM-Fußballabend. Deutschland spielte gegen die "Black Stars" aus Ghana. Die Partie endete glücklicherweise mit einem sehr versöhnlichen 2:2. Die Lektion des Abends war eindeutig: der Stellenwert der Fußballs und sein Einfluss auf die diplomatischen Beziehungen darf nicht unterschätzt werden. Ein Grundverständnis für diesen Sport, der so viele ergreift und begeistert, gehört zweifelsohne in das Handwerkszeug jedes angehenden Diplomaten - ob aus Deutschland oder Afrika.

Von Simon Brombeiss und Bo Won Kim.

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