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Die 71. Crew hat ihre Ausbildung begonnen

20.05.2016 - Artikel

Seit der Bewerbung ist knapp ein Jahr vergangen, aber jetzt geht es endlich los. Wir beginnen unsere Ausbildung im höheren Auswärtigen Dienst als Mitglieder der 71. Crew.

Jetzt sind wir also dabei! Von der Bewerbung bis zur Einstellung hat es knapp ein Jahr gedauert, aber jetzt geht es endlich los: Als 71. Crew beginnen wir unsere Ausbildung für die Laufbahn des höheren Dienstes im Auswärtigen Amt.

Die 71. Crew bei ihrer Vereidigung am 02.05.16.
Die 71. Crew bei ihrer Vereidigung am 02.05.16.© AA

Die Zusammensetzung: Bunt

Wir, das sind 51 Attaché(e)s mit den unterschiedlichsten Hintergründen und Erfahrungen: Einige kommen frisch von der Uni, andere blicken auf mehr als zehn Jahre Berufserfahrung zurück. Und neben Jura und Politikwissenschaft, als klassische Profile für den Auswärtigen Dienst, finden sich in unserer Mitte auch Anwärterinnen und Anwärter mit Abschlüssen, die man mit der Diplomatie nicht unbedingt in Verbindung bringen würde. Medizin und Physik zum Beispiel.

Bei allen Unterschieden eint uns die Neugier auf einen Beruf, der uns im Rahmen der Rotation alle drei bis fünf Jahre vor eine völlig neue Herausforderung stellen wird. In der Akademie des Auswärtigen Dienstes in Tegel lernen wir dafür in den nächsten 14 Monaten das Handwerkszeug. Auf diesem Blog wollen wir davon berichten, denn die diplomatische Ausbildung ist vielseitig und verspricht spannend zu werden. Das zeichnete sich bereits in unserer ersten Woche ab.

Die Villa Borsig bei wunderschönem Frühlingswetter.
Die Villa Borsig bei wunderschönem Frühlingswetter.© AA

Die Vereidigung: Ein sonniger Start

Vereidigt wurden wir bei wunderschönem Frühlingswetter am 2. Mai 2016 in der Villa Borsig, dem Gästehaus des Außenministers. Aus den Reden zu diesem Anlass nehmen wir für unser zukünftiges Berufsleben vor allem zweierlei mit: Das Schiff Auswärtiger Dienst lässt sich nur durch die Teamarbeit aller Beschäftigten segeln, besonders bei schwerer See. Und um es in die richtige Richtung zu lenken, werden wir nicht nur Mut und Kreativität brauchen, sondern auch eine Portion Demut und einen gut justierten moralischen Kompass.

Am Tag nach unserer Vereidigung lernten wir das Haupthaus am Werderschen Markt kennen, das mit seiner bewegten Geschichte die besondere Verantwortung deutscher Diplomatie verdeutlicht: Im Nationalsozialismus als Erweiterungsbau der Reichsbank errichtet, war es in der DDR Sitz des Zentralkomitees der SED. Nach dem Fall der Mauer beherbergte es für kurze Zeit die Büros der Parlamentarierinnen und Parlamentarier der ersten frei gewählten Volkskammer, bevor es mit dem Umzug der Bundesregierung nach Berlin 1999 zum Hauptsitz des Auswärtigen Amtes wurde. Spannend waren aber nicht nur diese historischen Eindrücke, sondern auch unser Besuch im Krisenreaktionszentrum und der Austausch mit verschiedenen Vorgängercrews, die wir zum Mittagessen auf der Dachterrasse des Auswärtigen Amtes trafen.

Die 71. Crew bringt verschiedene Hintergründe und Erfahrungen mit.
Die 71. Crew bringt verschiedene Hintergründe und Erfahrungen mit.© AA

Am dritten Tag setzten wir uns in einem Seminar damit auseinander, welche Stärken, Risiken und Erwartungen wir mit unseren verschiedenen Hintergründen und Persönlichkeiten ins Auswärtige Amt einbringen und welche unterschiedlichen Rollen wir in der Teamarbeit spielen können. Wir erfuhren dabei, welche Anteile einer kontaktfreudig, dynamisch oder rational gefärbten Persönlichkeit in uns schlummern: Ein Großteil der Crew zeichnete sich durch hohe Kontaktfreudigkeit aus, ein Wesenszug, der für die Arbeit im Auswärtigen Dienst sicherlich nützlich ist.

Wir sind nicht allein: Unsere Familien begleiten uns

Das Rotationsprinzip und der regelmäßige Wechsel des Dienstortes machen die diplomatische Tätigkeit zu einem Beruf, der die Familien der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Auswärtigen Amt in besonderer Weise mit einbezieht - als sogenannte MaPs (Mitausreisende Partner) packen auch sie alle drei bis fünf Jahre ihre Koffer und wechseln den Wohnort. Aus diesem Grund lud sie die Akademie am letzten Tag unserer Einführungswoche zu einer Informationsveranstaltung ein. Fürsorge- und Personalreferat berichteten dort über das Verfahren der Postenvergabe und das breite Spektrum an Unterstützungsmöglichkeiten - von Beratung, über Sprachkurse bis hin zu beruflicher Fortbildung - die das Auswärtige Amt mitausreisenden Angehörigen gewährt. Bei einem anschließenden Grillabend konnten sich nicht nur die Attaché(e)s, sondern auch die Partnerinnen, Partner und Kinder besser kennenlernen. Auch sie gehören schließlich zur 71. Crew und werden uns während der nächsten 14 Monate auf unserem Abenteuer Diplomatenausbildung begleiten.

Blogeintrag von Anika Jafar und Marcel Humuza

Zum Weiterlesen:

Bewerbung und Auswahlverfahren für den höheren Auswärtigen Dienst

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