Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Gelebte deutsch-französische Freundschaft in Berlin

04.08.2016 - Artikel

Attaché-Ausbildung: Während unsere Kolleginnen und Kollegen der 70. Crew im vergangenen Jahr das Vergnügen hatten, Paris zu erkunden, wurde uns in diesem Jahr das Privileg zuteil, unsere französischen Kolleginnen und Kollegen in Berlin empfangen zu dürfen.

Intuitiv wussten wir es schon lange: Die deutsch-französischen Beziehungen sind nicht alles, aber ohne sie ist vieles nichts. Vor dem Hintergrund der vielen gemeinsamen Herausforderungen erscheint die Stärkung des deutsch-französischen und europäischen "Reflexes" wichtiger denn je.

Während unsere Kolleginnen und Kollegen der 70. Crew im vergangenen Jahr das Vergnügen hatten, Paris zu erkunden, wurde uns in diesem Jahr das Privileg zuteil, unsere französischen Kolleginnen und Kollegen in Berlin empfangen zu dürfen.

Gegenseitiges Verstehen – Gemeinsames Arbeiten

Nachdem unser Empfangskomitee die französischen Attachés am Flughafen Tegel willkommen geheißen hatte, ließen wir den lauen Sommerabend gemeinsam ausklingen, um eine spannende Woche im Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft einzuläuten. Unser Programm war vielfältig: Neben aktuellen weltpolitischen Themen sprachen wir über die Erfolge unseres Kulturaustausches, trafen Austauschbeamte aus Frankreich und Deutschland und tauschten uns mit dem Vorsitzenden der deutsch-französischen Parlamentariergruppe aus.

Um den französischen Attachés ein vielfältiges Bild von Deutschlands politischen Institutionen zu vermitteln, besuchten wir gemeinsam das Bundeskanzleramt sowie die Vertretung des Landes Baden-Württemberg, wo wir über den deutschen Föderalismus sprachen und wo auch ein wenig Regionalkolorit mitschwang. Sehr herzlich und mit kulinarischer Gastfreundschaft wurden wir auch in der Französischen Botschaft am Pariser Platz vom Botschafter und seinen Mitarbeitern empfangen, die uns einen umfassenden Überblick über ihre diplomatische Arbeit in Berlin gaben.

Gleichzeitig gab es genügend Anlässe unsere gemeinsame europäische Geschichte zu ergründen. Nach dem Besuch des Deutschen Historischen Museums bot insbesondere der 100. Jahrestag der Schlacht von Verdun die Gelegenheit über eines der dunkelsten Kapitel der deutsch-französischen Geschichte zu reflektieren. Die einzigartige, historische Errungenschaft unserer grenzüberschreitenden Freundschaft wurde auch noch einmal im Gespräch mit unserem Staatsminister für Europa Michael Roth deutlich.

Ergebnispräsentation der Arbeitsgruppe zu den bilateralen Beziehungen
Ergebnispräsentation der Arbeitsgruppe zu den bilateralen Beziehungen© AA

In Arbeitsgruppen lernten wir, wie wir aus gemeinsamen Interessen und Werten praktische Antworten entwickeln können. Wir beschäftigten uns mit aktuellen globalen Fragen des Terrorismus, des Klimaschutzes, der Flüchtlingskrise, der Afrika-Politik, des "Brexit", der Wirtschaftsdiplomatie, der Zukunft der EU sowie mit der Verbesserung des Schutzes und der Sicherheit deutscher und französischer Staatsangehöriger im Ausland.

Die Diskussionen verliefen intensiv und produktiv – auch dank der vielen hervorragend deutsch-sprechenden französischen Kolleginnen und Kollegen.

Freundschaft mit Leben füllen

Gemeinsamer Fanjubel beim traditionellen deutsch-französischen Fußballspiel
Gemeinsamer Fanjubel beim traditionellen deutsch-französischen Fußballspiel© AA

Natürlich durften wir den französischen Gästen unsere wunderschöne Akademie im Herzen des Tegeler Forsts nicht vorenthalten und haben dort gleich zusammen ein paar Sprünge in den noch etwas frischen See gewagt. Eine Stadtführung durch die verschiedenen Berliner Bezirke durfte auch nicht fehlen und es wurden nicht nur Brandenburger Tor und Fernsehturm gezeigt, sondern auch weniger touristisch erschlossene Bezirke wie Wedding und Schöneberg. Zum „Erlebnis“ unserer Freundschaft trug auch das mittlerweile traditionelle deutsch-französische Fußballspiel bei (das Ergebnis wird aus diplomatischen Gründen nicht verraten!).

Wir haben gemeinsam weiter hart am deutsch-französischen Zusammenhalt gearbeitet, aber auch viel gelacht, gemeinsam gefeiert und musiziert. Wir sind uns einiger Unterschiede, aber vor allem unserer gemeinsamen Werte und Ziele bewusst geworden. Und so packte uns der Abschiedsschmerz, als unsere französischen Kolleginnen und Kollegen wieder abreisen und wir nun die nächsten zwölf Monate wieder ohne sie bestreiten müssen. Aber – ein Wiedersehen ist gewiss, denn Wege der Freundschaft müssen begangen werden, sonst wachsen sie zu!

Als Zeichen unserer engen Verbundenheit darf ein kleiner Bericht unserer französischen Freunde am Ende nicht fehlen.

... und noch ein "Bonjour" aus Paris

Quel meilleur moyen de faire vivre l'amitié franco-allemande que de faire se rencontrer les jeunes diplomates allemands et français, nouvellement recrutés à l'Auswärtiges Amt et au Quai d'Orsay ?

Formations en commun, rencontres avec des personnalités qui participent au quotidien au renforcement de la relation entre nos deux États, échanges et débats sur les grands défis de demain : tel était le programme du séminaire franco-allemand qui s'est déroulé récemment à Berlin.

Après un accueil chaleureux à l'Académie diplomatique, sur un site magnifique au bord du Tegeler See, des échanges ont permis de comprendre les positions françaises et allemandes sur de grands sujets d'actualité : lutte contre le terrorisme, migrations, avenir de l'Union européenne, diplomatie économique... Cette immersion dans la formation à l'Académie a permis non seulement d'apprendre à travailler ensemble, mais aussi de créer des liens d'amitié.

Les deux promotions française (74 auditeurs) et allemande (51 attachés) ont notamment assisté à des présentations sur le tandem franco-allemand par le directeur de la section Europe, la responsable du bureau chargé des relations franco-allemandes, mais également à une intervention consacrée au souvenir de la bataille de Verdun dont on célébrait les 70 ans quelques jours plus tôt. Les auditeurs ont également eu l'opportunité de rencontrer plusieurs personnalités politiques de premier plan : l'actuel ministre des affaires étrangères, Frank-Walter Steinmeier , le ministre-adjoint, Michael Roth et le conseiller diplomatique de la chancelière.

Une séquence du module fut consacrée aux « regards croisés » portés par et sur nos deux pays, en présence d'un journaliste français correspondant à Berlin et d'un journaliste allemand correspondant à Paris. S'en sont suivis de passionnants échanges en petits groupes sur les différents sujets d'actualité de politique étrangère et leurs collègues allemands la semaine précédente.

Ce module constitue sans nul doute l'un des temps forts de la formation des diplomates français et allemands. Maintenir et renforcer ce lien indéfectible qui unit nos deux pays paraît indispensable au vu des défis d'aujourd'hui et de demain...

Dem können wir uns nur anschließen mit einem großen „Merci“ nach Paris für die tolle gemeinsame Zeit!

  • Blogeintrag von Rebecca Dovergne und Thomas Stiegler
  • Video von Marcel Humuza
  • Französischer Beitrag von Laetitia Bilgorai und Mariana Duqué

Verwandte Inhalte

Schlagworte

nach oben