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Ein Wochenende in Hamburg – europäische Nachwuchsdiplomaten erkunden die Hansestadt

26.10.2016 - Artikel

55 JungdiplomatInnen aus Belgien, Frankreich, Luxemburg, den Niederlanden und Deutschland trafen sich in der Hansestadt - zum gegenseitigen Kennenlernen und zum Einüben der späteren Zusammenarbeit im europäischen Rahmen.

Von der Idee...

Die JungdiplomatInnen im Hamburger Rathaus
Die JundiplomatInnen im Hamburger Rathaus© AA

Die Idee entstand in einem kleinen Café auf dem Haager "Plein", dem Hauptplatz in Den Haag. Wir hatten die Internationalen Gerichtshöfe in Den Haag besucht und ließen den Abend mit den niederländischen NachwuchsdiplomatInnen ausklingen. Vorher hatten wir bereits ein gemeinsames Seminar mit den französischen KollegInnen absolviert und nun ging vielen von uns der gleiche Gedanke durch den Kopf: Irgendwie reicht uns das noch nicht. Wir wollen unsere europäischen KollegInnen gerne noch besser kennen lernen. So kamen wir auf die Idee, unsere neu geknüpften Kontakte bei einem informellen Treffen weiter auszubauen und unsere KollegInnen für ein Wochenende nach Deutschland einzuladen.

Wir entschieden uns für Hamburg. Mit den Niederländern und Franzosen holten wir auch den belgischen und luxemburgischen Diplomatennachwuchs mit ins Boot. In den folgenden Wochen hieß es ein Hotel buchen, ein Programm zusammenstellen, Restaurants reservieren und Ausflüge organisieren. Und hoffen, dass das Hamburger Wetter mitspielt.

...zur Umsetzung: Europäische Zusammenarbeit üben

Verhandlungstraining im Kaisersaal des Hamburger Rathauses
Verhandlungstraining im Kaisersaal des Hamburger Rathauses© AA

Am 16. September war es dann endlich soweit. 55 JungdiplomatInnen aus Belgien, Frankreich, Luxemburg, den Niederlanden und Deutschland trudelten nach und nach in der Hansestadt ein. Nach einer Erkundungstour durch das Schanzenviertel am Freitagabend stand am Samstagmorgen harte Arbeit auf dem Programm. In einer Verhandlungssimulation bereiteten wir uns auf unsere spätere Zusammenarbeit im Rahmen der Europäischen Union vor.

Dazu fanden wir uns frühmorgens an Hamburgs bester Adresse ein, im Kaisersaal des Hamburger Rathauses. Unter der Anleitung zweier niederländischer Kollegen handelten wir in Kleingruppen Texte zu einer fiktiven Krisensituation aus. Die wichtigste Lektion: Auch wenn am Ende jede Hauptstadt mit dem Resultat zufrieden sein muss, sollte man sich kompromissbereit zeigen – schließlich sieht man sich in Brüssel im Zweifel am nächsten Tag bereits wieder. Und dann hilft es, an die Kompromissbereitschaft des Vortages und an gemeinsame Erfolge anzuknüpfen.

Zugabe: Barkassenfahrt und Jamsession

Hafenrundfahrt
Hafenrundfahrt© AA

Zum Glück wurde die Stimmung in unserer Gruppe von den harten Verhandlungen nicht getrübt und wir zogen weiter Richtung Landungsbrücken – natürlich nicht, ohne uns auf dem Weg an einer Fischmahlzeit zu stärken. An der Landungsbrücke 1 wartete dann bereits die "Brigitta" auf uns; eine Barkasse, die uns bei strahlendem Sonnenschein zwei Stunden durch die Speicherstadt und den Hamburger Hafen schipperte. Eine Parade traditioneller Segelboote tat das Übrige, diese Barkassenfahrt zum Höhepunkt des Wochenendes zu machen.

Beim Abendessen am Großneumarkt zeigte sich, dass wir unser Ziel erreicht hatten: Die neuen Kontakte nicht nur in der professionellen Zusammenarbeit zu üben, sondern unsere KollegInnen auch privat besser kennen zu lernen. Da wir nicht nur einen französischen Jazzpianisten, sondern auch eine belgische, ausgebildete Sängerin unter uns hatten, kam es am restauranteigenen Klavier zu einer spontanen Jamsession. Danach erkundeten wir selbstverständlich noch das Hamburger Nachtleben, und für die Wackersten unter uns war am Sonntagmorgen sogar noch mal ein Fischbrötchen drin…

Als wir am Sonntag schließlich erschöpft aber voller Euphorie im Bus nach Berlin saßen, stand für uns fest: Das Treffen wiederholen wir im nächsten Jahr! Eine Rückeinladung der Franzosen gibt es schon.

Ein Blogbeitrag von Ellen Harte und Tjalke Weber

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