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Die 74. Crew ist angeheuert

15.05.2019 - Artikel

38 Attachées und 32 Attachés haben am 02.05.2019 den zwölfmonatigen Vorbereitungsdienst für den höheren Auswärtigen Dienst angetreten, begleitet von einem japanischen Austauschdiplomaten.

Der erste Tag – Begrüßung und Vereidigung

Gruppenfoto der 74. Crew
Die 74. Crew stellt sich vor.© AA / Glanzlicht Fotostudio

Das Gelände der Akademie Auswärtiger Dienst auf der Halbinsel Reiherwerder in Berlin-Tegel ist ein kleines Stück Paradies. Der Tegeler See zieht mit seinen zahlreichen Seevögeln und alten Bäumen den naturliebenden Besucher in seinen Bann. Am Morgen schreiten die Mitglieder der 74. Attaché(e)-Crew durch das Tor zur Akademie. Alle waren schon einmal zum mündlichen Auswahlverfahren hier, der letzten Hürde auf dem Weg in den Auswärtigen Dienst. Damals kamen wir voller Anspannung ob der bevorstehenden Prüfung, diesmal in gespannter Vorfreude auf den Beginn eines einzigartigen beruflichen Lebenswegs.

„Willkommen in der Familie des Auswärtigen Amtes!“ – so herzlich begrüßen uns dann am Vormittag unsere Ausbildungsleiterin Anita Ohl-Meyer und der Leiter der Akademie Auswärtiger Dienst, Botschafter Dr. Horst Freitag. Ganz in diesem Sinne nutzt Herr Freitag später seine Begrüßungsrede auch, um die Bedeutung des – laufbahnübergreifenden – Teamworks für den Auswärtigen Dienst herauszustellen:

Niemand ist perfekt, keiner weiß alles, aber zusammen können wir viel erreichen!

Staatssekretär Andreas Michaelis, der den Jahrgang am Nachmittag vereidigt, ermutigt uns in Zeiten komplizierter werdender Diplomatie schließlich zur Kreativität: „Und ja: das können auch Beamte. Beweisen Sie es uns.“

Die Crew – größer, weiblicher, diverser

Wir sind mit 70 Anwärtern nicht nur einer der größten Jahrgänge, sondern auch einer der vielfältigsten: Mit einem Frauenanteil von 54,3 Prozent ist der 74. Attaché(e)-Jahrgang einer der ganz wenigen mehrheitlich weiblichen Attaché(e)-Lehrgänge! Das jüngste Crewmitglied ist Jahrgang 1993, das älteste Jahrgang 1973. Zusammen beherrschen wir über zwei Dutzend Fremdsprachen; allein zwölf von uns können Chinesisch. Viele Crewmitglieder waren zuvor bereits als Zeitvertragskräfte oder Angehörige des gehobenen Dienstes im Auswärtigen Amt beschäftigt, andere waren bei internationalen Organisationen, Organen der EU oder in der Wirtschaft tätig. Und dann haben wir noch einen Ingenieur, einen Professor, eine Archäologin und einen Koch.

Die erste Woche – Vorbereitung auf Paris

Die erste Ausbildungswoche in der Akademie war ganz der Vorbereitung auf die Lehrbesichtigungsfahrt nach Paris (12. bis 16.05.) zu unseren Amtskollegen vom Ministère de l'Europe et des Affaires étrangères gewidmet (hierzu mehr im nächsten Tagebucheintrag). Insofern standen v.a. intensive Französischeinheiten auf dem Stundenplan. Der diplomatische Ernstfall wurde außerdem anhand eines inszenierten – sehr kurzweiligen – Empfangs der französischen Botschaft im Phantasiestaat Kiwala geprobt.

Verfasst von:
Andreas Feil, Moritz Heuser

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