Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Steinmeier bei Treffen der Anti-IS-Koalition in Washington DC

21.07.2016 - Artikel

Am heutigen Donnerstag kommt Außenminister Steinmeier mit seinen Amtskollegen der Anti-IS-Koalition zusammen, um über das gemeinsame Vorgehen im Kampf gegen die Terrororganisation zu beraten.

Am heutigen Donnerstag kommt Außenminister Steinmeier mit seinen Amtskollegen der Anti-IS-Koalition in Washington DC zusammen, um über das gemeinsame Vorgehen im Kampf gegen die Terrororganisation zu beraten.

Steinmeier mit seinen Amtskollegen der Anti-IS-Koalition in Washington.
Steinmeier mit seinen Amtskollegen der Anti-IS-Koalition in Washington.© Thomas Imo/photothek.de

Bereits gestern stand die Irak-Geberkonferenz im Zeichen der Bekämpfung des IS. Dabei sagten die Teilnehmerstaaten insgesamt über zwei Milliarden Dollar für die Stabilisierung des Irak zu. Deutschland steuert weitere 160 Millionen Euro für Stabilisierungsmaßnahmen und humanitäre Hilfe bei. "Das ist ein wichtiges Signal an die Menschen des Irak, dass wir sie auch nach der Befreiung von der Geißel des IS nicht allein lassen", so Steinmeier. Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Bemühungen im Kampf gegen die Terrororganisation IS und das Engagement bei der Stabilisierung des Irak weiter Hand in Hand gehen müssen.

IS militärisch in der Defensive

Im Kampf gegen die Terrororganisation IS hat es im Irak zuletzt wichtige Fortschritte gegeben. Der sogenannte IS ist militärisch in der Defensive: Die Stadt Falludscha konnte von der Anti-IS-Koalition zurückerobert werden, insgesamt wird der IS im Irak zunehmend zurückgedrängt und verliert Teile seines Territoriums. Das internationale Vorgehen gegen die Terrorgruppe zeige also Wirkung, so Joachim Rücker, Sonderbeauftragter für die Stabilitätspartnerschaft Mittlerer Osten, der Irak vergangene Woche besucht hatte. Um die Terrormiliz noch weiter zurückzudrängen und zu isolieren, beraten die Außenminister heute im Rahmen der Anti-IS-Koalition über die nächsten militärischen Schritte.

Befreiung von Mossul von der Geißel des IS große Herausforderung

Trotz der jüngsten Erfolge bleiben große militärische und humanitäre Herausforderungen: Die irakische Armee bereitet zurzeit einen Vorstoß auf die IS-Hochburg Mossul vor. Heftige Kämpfe sind zu erwarten. Die Vereinten Nationen befürchten, dass im schlimmsten Fall mehr als eine Million Menschen aus Mossul und weitere 830.000 aus dem Umland fliehen könnten. Diese Menschen müssten mit humanitären Hilfsmaßnahmen versorgt werden.

Außenminister Steinmeier: Wir müssten den Menschen eine nachhaltige Perspektive geben.
Außenminister Steinmeier: "Wir müssten den Menschen eine nachhaltige Perspektive geben."© Thomas Imo/photothek.de

Militärischer Ansatz allein reicht nicht: Den Menschen eine nachhaltige Perspektive geben

Außenminister Steinmeier weist immer wieder darauf hin, dass es einen umfassenden Ansatz braucht, um den IS nachhaltig zurückzudrängen. Der Terror des IS lässt sich nicht allein militärisch besiegen. Um der Terrororganisation den Nährboden zu entziehen, muss die internationale Gemeinschaft so eng wie möglich zusammenarbeiten. Ziel muss es auch sein zu verhindern, dass sich die Propaganda des IS in den Köpfen und Herzen junger Menschen einnistet. Diesen Kampf kann die internationale Gemeinschaft nur gewinnen, wenn sie bessere Perspektiven für die Menschen schafft und sich für einen nachhaltigen Wiederaufbau des Irak engagiert. Umso wichtiger ist daher, dass es gestern im Rahmen der Irak-Geberkonferenz gelungen ist, zusätzliche finanzielle Mittel für die humanitäre Hilfe und Stabilisierung zu gewinnen. Deutschland, das gemeinsam mit den Vereinigten Arabischen Emiraten den Vorsitz der Arbeitsgruppe Stabilisierung der Anti-IS-Koalition innehat, leistet mit weiteren 160 Millionen für Stabilisierungsmaßnahmen und Humanitäre Hilfe einen substanziellen Beitrag.

Zum Weiterlesen:

Kampf gegen den Terrorismus

Länderinformationen Irak

Verwandte Inhalte

Schlagworte

nach oben