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Flucht und Migration: Deutschland unterstützt Initiative von EU und IOM mit 48 Millionen Euro

16.12.2016 - Artikel

Eine gemeinsame Initiative der EU und der Internationalen Organisation für Migration soll Fluchtrouten sicherer machen und Menschen bei der Rückkehr in ihre Heimatländer helfen.

Eine gemeinsame Initiative der EU und der Internationalen Organisation für Migration soll Fluchtrouten sicherer machen und Menschen bei der Rückkehr in ihre Heimatländer helfen. Deutschland beteiligt sich mit 48 Millionen Euro an der Initiative.

Burkina Faso, Kamerun, Tschad, Gambia, Ghana, Guinea-Bissau, Guinea, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Senegal, Côte d’Ivoire und Libyen: diese Länder sind Partnerländer der gemeinsamen Initiative der EU und der Internationalen Organisation für Migration, die Fluchtrouten, insbesondere im Mittelmeerraum, sicherer machen und Menschen bei der Rückkehr in ihre Heimatländer helfen will.

Deutscher Beitrag: 48 Millionen Euro

Das Flüchtlingslager Zaatari in Jordanien
Das Flüchtlingslager Zaatari in Jordanien© photothek.net

Finanziert wird die Initiative durch den Emergency Trust Fund for Africa der EU. 100 Millionen Euro sollen insgesamt in den nächsten Jahren eingesetzt werden. Deutschland will sich mit 48 Millionen Euro an den Programmen beteiligen. Außenminister Steinmeier sagte zu der Initiative: „So wie die Bewältigung von Fluchtursachen nicht von einem Land allein geschultert werden kann, so müssen wir auch die bessere Steuerung von Migration auf europäischer und globaler Ebene angehen.“

Die Migrationsströme in der Region sind komplex; verschiedene Gruppen begeben sich aus unterschiedlichen Gründen auf die Flucht, Arbeiterinnen und Arbeiter ebenso wie unbegleitete Minderjährige und Schutzsuchende. Unabhängig vom Status lauern Gefahren auf den Fluchtrouten, insbesondere durch Schleppernetzwerke.

Oberste Priorität der Initiative sei es, so Steinmeier, Menschen davor zu bewahren, sich auf lebensgefährliche Fluchtrouten zu begeben, beziehungsweise ihnen auf diesen Schutz und Hilfe zu bieten. Herkunfts- und Transitländer vor allem in Westafrika und der Sahel-Zone sollen dabei unterstützt werden, glaubhafte Perspektiven zum Verbleib im Land oder für eine freiwillige Rückkehr zu schaffen.

Migrationszentren als Informations- und Unterstützungspunkte

Steinmeier in einer Übergangsunterkunft für Flüchtlinge in Mali (Archiv)
Steinmeier in einer Übergangsunterkunft für Flüchtlinge in Mali (Archiv)© Imo/photothek.net

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, setzt die Initiative verschiedene Schwerpunkte für die kommenden drei Jahre. Zum einen sollen entlang der Hauptfluchtrouten Migrationszentren gegründet werden, die Flüchtende informieren und unterstützen. Neben einer grundlegenden Versorgung mit Lebensmitteln soll es auch gesundheitliche und psychosoziale Unterstützung geben. Gleichzeitig soll auf diesem Wege der Zugang zu Informationen zum Beispiel über die Zielländer verbessert werden, auch bei der Suche nach Familienangehörigen sollen die Zentren helfen. Zudem sollen die Zentren Menschen auch bei der freiwilligen Rückkehr in ihre Heimatländer helfen, auch die Reintegration vor Ort ist Thema.

Darüber hinaus wollen die Migrationszenten auch Daten über die Anzahl der Flüchtenden und die Art der Migrationsströme erheben, um Fluchtursachen und Migrationsgründe besser zu verstehen und politische Antworten entsprechend anzupassen.

Zum Weiterlesen:

Flucht und Migration - das leistet die deutsche Außenpolitik

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