Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Zeichen gegen Rassismus, Homophobie und Transphobie

05.05.2015 - Artikel

Am Dienstag (05.05.) hat Staatsminister Roth im Auswärtigen Amt den "Regenbogenkuchen" angeschnitten. Die Aktion gehört zur Kampagne "Kiss Kiss Berlin", die Vielfalt und Toleranz fördern will.

Es war ein symbolischer Kuchen, den Europa-Staatsminister Michael Roth zusammen mit dem Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Christoph Strässer, und weiteren Unterstützern vor zahlreichen Gästen am 05.05. im Auswärtigen Amt anschnitt: Der "Regenbogenkuchen" soll ein sichtbares Zeichen setzen "gegen jede Form von Ausgrenzung", so Roth.

Bastian Finke (MANEO), Botschafterin Marta Kos Marko, Staatsminister Michael Roth, Lala Süsskind (MANEO), Menschenrechtsbeauftragter Christoph Strässer (v.l.)
Bastian Finke (MANEO), Botschafterin Marta Kos Marko, Staatsminister Michael Roth, Lala Süsskind (MANEO), Menschenrechtsbeauftragter Christoph Strässer (v.l.)© AA

"Ich tue das im Namen aller, die für unser Haus Verantwortung tragen auf der politischen Ebene", betonte Staatsminister Roth zur Begrüßung: Gemeinsam mit Rainbow, dem Arbeitskreis für Schwule und Lesben im Auswärtigen Amt, und mit MANEO hatte Roth zu diesem ungewöhnlichen Termin am Dienstag ins Auswärtige Amt geladen. Der Staatsminister betonte, dass jeder, der sich gegen Homophobie ausspricht, auch "ein Kämpfer gegen Rassismus, Antisemitismus, gegen die Unterdrückung von Ethnien und Kulturen" sei. Roth weiter: "Wir sind alle in einem Boot. Es gibt keine Diskriminierung erster und zweiter Klasse."

Auf die Arbeit des Auswärtigen Amts bezogen, macht Roth deutlich, dass "gegen jede Form von Diskriminierung und Ausgrenzung" gekämpft werde. Dabei gehe es nicht nur um Toleranz, sondern um den Einsatz für Respekt und Akzeptanz. Der Staatsminister unterstrich, dass es aber auch in Deutschland noch viel zu tun gebe. In Anwesenheit der slowenischen Botschafterin, Marta Kos Marko, hob er das positive Beispiel Sloweniens hervor. Das Land hat im März diesen Jahres die Eheschließung für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet.

Teil der "Kiss Kiss Berlin"-Kampagne

Die Aktion ist Teil der jährlichen Kampagne "Kiss Kiss Berlin", die zum Ziel hat, ein sichtbares Zeichen gegen Rassismus, Homophobie, Transphobie und gegen jede Form von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zu setzen. Vielfalt und Toleranz sowie ein buntes und weltoffenes Gesellschaftsbild sollen so gefördert werden. Die Aktion wird initiiert von "MANEO - Das Schwule Anti-Gewalt-Projekt in Berlin".

Im Rahmen der Kampagne, die vom 21. März (Internationaler Tag gegen Rassismus) bis zum 17. Mai (Internationaler Tag gegen Homophobie und Transphobie) läuft, werden an 21 verschiedenen Orten "Kiss Kiss Berlin – Regenbogenkuchen" angeschnitten. Der erste Kuchen war am Montag (04.05.) in der Barnim-Schule in Berlin-Lichtenberg verspeist worden: Einige Schülerinnen und Schülern kamen gemeinsam mit ihrer Lehrerin auch am Dienstag ins Auswärtige Amt. Weitere "Regenbogen-Kuchen" werden in den kommenden Wochen im Berliner Abgeordnetenhaus, im Berliner Rathaus, in der Landespolizeischule Berlin, im Schwulenmuseum und im Wohnheim Zeughofstraße des Diakonischen Werkes angeschnitten, in dem Bürgerkriegsflüchtlinge und Asylsuchende wohnen.

Mehr zur Arbeit des Auswärtigen Amts im Bereich Menschenrechte

Verwandte Inhalte

Schlagworte