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Jeder Anschlag ist ein Anschlag zuviel: Staatsministerin Böhmer trifft Vorsitzenden des Menschenrechtsausschusses des türkischen Parlaments:

25.08.2014 - Artikel

Staatsministerin Böhmer traf sich am 25.08. mit dem Vorsitzenden des Menschenrechtsausschusses des türkischen Parlaments, um über die Brände in deutschen Moscheen zu sprechen.

Staatsministerin Böhmer mit Mitgliedern des Menschenrechts-ausschusses der Großen Nationalversammlung der Türkei
Staatsministerin Böhmer mit Mitgliedern des Menschenrechtsausschusses der Großen Nationalversammlung der Türkei© AA

Vor dem Hintergrund der jüngsten Brände in der Mevlana Moschee in Berlin und im Gebetsraum eines türkischen Kultur- und Bildungszentrums in Bielefeld traf Staatsministerin Maria Böhmer am 25. August den Vorsitzenden des Menschenrechtsausschusses der Großen Nationalversammlung der Türkei, Ayhan Sefer Üstün, sowie den Präsidenten des Amts für Auslandstürken und Verwandte Völker, Kudret Bülbül, zu einem Gespräch im Auswärtigen Amt.

Die Staatsministerin nahm großen Anteil an den Vorfällen. Sie verurteilte jede Form von Rassismus aufs Schärfste und betonte, dass die im Grundgesetz verbriefte Religionsfreiheit auch in der Realität tagtäglich gelebt werden müsse.

Jede Zerstörung eines Gotteshauses ist eine Katastrophe für die ganze Gemeinde. Jede rassistisch oder religiös motivierte Straftat ist ein Angriff auf uns alle, auf die gesamte Gesellschaft. Jeder Anschlag ist ein Anschlag zu viel, jeder Angriff ist ein Angriff zu viel.

Böhmer: Deutschland lebt von seiner Vielfalt

Böhmer zeigte sich solidarisch mit den Gemeinden, die von den Bränden in Berlin und Bielefeld betroffenen sind. Sie rief alle in Deutschland lebenden Muslime auf, sich nicht entmutigen zu lassen und zum gegenseitigen Verstehen beizutragen. Dass es in Deutschland zu antimuslimischen und islamfeindlichen Straftaten komme, bedauere sie sehr, so die Staatsministerin weiter:

Deutschland lebt von seiner Vielfalt. Wir freuen uns, dass so viele türkischstämmige Frauen, Männer und Kinder, oft bereits in vierter Generation, gern in unserem Land leben. Sie sind Teil der deutschen Gesellschaft. Wir wollen, dass alle Menschen in unserem Land in Frieden, Sicherheit und gutem Miteinander leben.

Einander kennen, um einander zu verstehen

Staatsministerin Böhmer und ihre türkischen Gesprächspartner waren sich einig, dass die Deutsche Islam Konferenz, der Deutsche Integrationsgipfel und die von den islamischen Religionsgemeinschaften in Deutschland veranstalteten "Tage der offenen Moschee" wichtige Orte des interkulturellen und interreligiösen Dialogs seien. Die Menschen müssten sich darüber hinaus aber auch im Verein, am Arbeitsplatz und in der Schule die Hand reichen. Man müsse einander kennen, um einander zu verstehen, so Böhmer.

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