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Erster Welttag gegen Menschenhandel

30.07.2014 - Artikel

Die Vereinten Nationen haben den 30. Juli zum internationalen Tag gegen den Menschenhandel ausgerufen.

Die Vereinten Nationen (UNO) haben den 30. Juli zum internationalen Tag gegen den Menschenhandel ausgerufen: UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon bezeichnete den Tag als einen „Aufruf zum Handeln, um dieses Verbrechen zu beenden und den Opfern Hoffnung zu geben, die oft unerkannt unter uns leben.“ Die Bundesregierung setzt sich auf nationaler und internationaler Ebene für die Bekämpfung des Menschenhandels ein.
UN-Infografik zum Menschenhandel: Die meisten Opfer sind Frauen
UN-Infografik zum Menschenhandel: Die meisten Opfer sind Frauen© UNODC

Menschenhandel stellt in all seinen Ausprägungen - ob in Form sexueller Ausbeutung, zur Arbeitsausbeutung oder in anderer Form - eine schwere Menschenrechtsverletzung dar. Die meisten Opfer sind Frauen und Kinder, die oftmals unter sklavenähnlichen Bedingungen zur Arbeit gezwungen oder sexuell ausgebeutet werden.

UN-Generalsekretär Ban appellierte anlässlich des Welttags an alle Länder, das UN-Protokoll zur Verhütung, Bekämpfung und Bestrafung des Menschenhandels aus dem Jahr 2000 zu ratifizieren und umzusetzen. Deutschland ist dem Protokoll im Jahr 2006 beigetreten.

Grundprobleme: Armut und Ungleichheit

Rechtliche Maßnahmen, internationale Zusammenarbeit und Informationsaustausch seien wichtige Faktoren bei der Bekämpfung des Menschenhandels, so der UN-Generalsekretär. Ban bekräftigte jedoch auch:

Um den Menschenhandel zu beenden, muss man sein Grundproblem bekämpfen: Extreme Armut, tief verwurzelte Ungleichheit und ein Mangel an Bildung und Möglichkeiten schaffen Verletzbarkeiten, die Menschenhändler ausnützen. Der beste Schutz ist letztlich, die Entwicklung für Alle zu beschleunigen.


Intensive weltweite Zusammenarbeit

Verschleppte pakistanische Kinder auf dem Weg zurück in ihre Heimat
Verschleppte Kinder in Pakistan© picture-alliance/dpa

Da Menschenhandel typischerweise ein grenzüberschreitendes Problem ist, setzt sich die Bundesregierung auf internationaler und nationaler Ebene für die Bekämpfung des Menschenhandels ein. Durch eine Reihe von multinationalen Verträgen (wie zum Beispiel das oben genannte UN-Übereinkommen) und EU-Rechtsinstrumenten wurde in den letzten Jahren die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Menschenhandels intensiviert.

Auf deutsche Initiative wurde außerdem das Mandat eines UN-Sonderberichterstatters für Menschenhandel eingerichtet: Derzeit hat die Nigeranierin Joy Ngozi Ezeloi das Mandat inne. Sie veröffentlicht jährlich Berichte zu unterschiedlichen Aspekten des Menschenhandels.

Innerhalb Deutschlands liegt die Federführung für die Bekämpfung des Menschenhandels beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Weitere Informationen

Informationen zum Menschenhandel auf der Internetseite des BMFSFJ

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