Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Wissenschaft und Hochschulen

10.04.2019 - Artikel

Internationale Kooperationen von Hochschulen, Wissenschaft und Forschung spielen eine immer größere Rolle. Deutschland gestaltet diese Vernetzung aktiv mit und setzt sich weltweit für die Freiheit von Wissenschaft und Forschung ein.

Globale Herausforderungen gemeinsam lösen

Internationale Hochschulpartnerschaften, Doppelstudiengänge, akademische Austauschprogramme – immer mehr sind Universitäten und wissenschaftliche Einrichtungen weltweit miteinander vernetzt. Denn: globale Herausforderungen können nur gemeinsam mit internationalen Partnern gelöst werden. Deutschland als Innovations-, Wissenschafts- und Forschungsstandort gestaltet diese Vernetzung aktiv mit.

Stipendienprogramme

Den Kern der auswärtigen Wissenschafts- und Hochschulpolitik bilden Stipendienprogramme, die Aufenthalte ausländischer Studierender und Wissenschaftler/innen in Deutschland fördern. Hier arbeitet das Auswärtige Amt eng mit Mittlerorganisationen zusammen.

So vergeben zum Beispiel der Deutsche Akademische Austauschdienst und die Alexander-von-Humboldt-Stiftung mit eigenen Programmen Stipendien oder Reisekostenzuschüsse. Dabei arbeiten sie eng mit den deutschen Auslandsvertretungen zusammen und entwickeln mitunter umfassende Förderprojekte wie für den akademischen Wiederaufbau in Afghanistan.

Deutsche Universität in Kairo
Deutsche Universität in Kairo© EPA

Hochschulpartnerschaften

Über die Stipendienprogramme hinaus fördert Deutschland auch weltweite Hochschulpartnerschaften,  zum Beispiel mit Ungarn, der Türkei, Kasachstan, China und Oman. In diesem Zuge sind auch Doppelstudiengänge und Hochschulen mit Deutschlandbezug im Ausland entstanden, wie die Deutsche Universität in Kairo oder die Deutsch-Türkische Universität in Istanbul.

Umsetzung durch Mittlerorganisationen

All diese Maßnahmen führt das Auswärtige Amt jedoch nicht selbst durch, sondern hat diese Aufgabe unabhängigen Mittlerorganisationen übertragen, denen es Mittel aus dem Bundeshaushalt zur Durchführung der jeweiligen Programme zur Verfügung stellt.  

Zusammenarbeit in Europa

Im europäischen Kontext nimmt die Bundesregierung aktiv am so genannten Bologna-Prozess teil:  85 Prozent der Studiengänge wurden bereits auf die Abschlüsse Bachelor und Master umgestellt.

Weiterhin gibt es enge Kooperationsprojekte mit den Nachbarstaaten. Hierzu gehören die Deutsch-Französische Hochschule, die Möglichkeiten der intensiven Zusammenarbeit für knapp 200 beteiligte Hochschulen in beiden Ländern eröffnet, und das Deutsch-Französische Forum, auf dem es einmal im Jahr alles Wissenswerte sowohl über das Studium im Partnerland als auch über deutsch-französische Berufsperspektiven zu erfahren gibt.

Mit der Gründung einer Deutsch-Polnischen Wissenschaftsstiftung wurde der Grundstein für eine vertiefte Zusammenarbeit mit unserem östlichen Nachbarland gelegt. Zudem besteht seit 2002 die deutschsprachige Andrássy-Universität in Budapest, ein Gemeinschaftsprojekt von Ungarn, Deutschland, Österreich und den Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern.

Marketing für den Standort Deutschland

Die Förderung der internationalen Zusammenarbeit ist für ein Hochtechnologieland wie Deutschland ein essentielles Element jeder Zukunftsstrategie. Dazu gehört auch ein intensives Marketing für den Studien- und Forschungsstandort Deutschland, der auf Bildungsmessen, durch spezielle Beratungsangebote und mit vielfältigen Publikationen international noch bekannter gemacht werden soll.

Insgesamt erfolgt die „Außenwissenschaftspolitik“ in Übereinstimmung mit der Strategie der Bundesregierung zur Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung in Deutschland und in Abstimmung mit anderen Bundesministerien.

Schlagworte

nach oben