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Wissenschaft und Hochschulen

27.08.2019 - Artikel

Internationale Kooperationen von Hochschulen, Wissenschaft und Forschung spielen eine immer größere Rolle. Deutschland gestaltet diese Vernetzung aktiv mit und setzt sich weltweit für die Freiheit von Wissenschaft und Forschung ein.

Globale Herausforderungen gemeinsam lösen

Internationale Hochschulpartnerschaften, Doppelstudiengänge, akademische Austauschprogramme – immer mehr sind Universitäten und wissenschaftliche Einrichtungen weltweit miteinander vernetzt. Denn: globale Herausforderungen können nur gemeinsam mit internationalen Partnern gelöst werden.

Deutschland als Innovations-, Wissenschafts- und Forschungsstandort gestaltet diese Vernetzung aktiv mit: Außenwissenschaftspolitik sichert die Rahmenbedingungen für internationale Kooperation, Austausch und Vernetzung und baut Brücken zwischen Ländern sowie ihren Gesellschaften. Eine besondere Aufgabe ist dabei der weltweite Einsatz für Wissenschaftsfreiheit und für den Schutz verfolgter Wissenschaftler.

Stipendienprogramme

Einen zentralen Punkt der auswärtigen Wissenschafts- und Hochschulpolitik bilden Stipendienprogramme, die Aufenthalte ausländischer Studierender und Wissenschaftler/innen in Deutschland fördern. Hier arbeitet das Auswärtige Amt eng mit Mittlerorganisationen zusammen.

So vergeben zum Beispiel der Deutsche Akademische Austauschdienst und die Alexander-von-Humboldt-Stiftung mit eigenen Programmen Stipendien oder Reisekostenzuschüsse. Dabei arbeiten sie eng mit den deutschen Auslandsvertretungen zusammen und entwickeln mitunter umfassende Förderprojekte wie für den akademischen Wiederaufbau in Afghanistan.

Hochschulpartnerschaften

Deutsche Universität in Kairo
Deutsche Universität in Kairo© EPA

Über die Stipendienprogramme hinaus fördert Deutschland auch weltweite Hochschulpartnerschaften,  zum Beispiel mit Ungarn, der Türkei, Kasachstan, China und Oman. Der Hochschulkompass weist rund 36.000 Kooperationen mit über 5.600 Partnerhochschulen in 157 Ländern auf (Stand: Juni 2018).

In Zuge dieser Kooperationen sind auch Doppelstudiengänge und Hochschulen mit Deutschlandbezug im Ausland entstanden, wie die Deutsche Universität in Kairo oder die Deutsch-Türkische Universität in Istanbul.

Besonderer Schwerpunkt: Schutz gefährdeter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Einen besonderen Schwerpunkt legt die AWP auf den Schutz gefährdeter Wissenschaftler. Das Auswärtige Amt hat gemeinsam mit der Alexander von Humboldt-Stiftung die „Philipp Schwartz – Initiative“ (PSI) für verfolgte Wissenschaftler auf den Weg gebracht. Mit der PSI steht erstmals ein Sonderprogramm für die Aufnahme und Integration gefährdeter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland zur Verfügung.

Ebenso ist es ein zentrales Anliegen der Bundesregierung, in Krisenzeiten und Konfliktregionen wissenschaftliche und akademische Perspektiven zu schaffen. Das gilt für junge Menschen auf dem Weg zu einem Universitätsabschluss ebenso wie für ausgebildete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Bildung und Austausch können helfen, Not und Krisen zu überwinden. Gerade durch Angebote für Flüchtlinge vor Ort werden Erstaufnahmeländer entlastet und Perspektiven im Arbeitsmarkt geschaffen. Dadurch, dass Flüchtlinge in ihren Erstaufnahmeländern Bildungschancen erhalten, kann zudem Sekundärmigration verhindert werden. In Zusammenarbeit mit dem UNHCR ermöglicht die vom Auswärtigen Amt geförderte Deutsche Akademische Flüchtlingsinitiative Albert Einstein (DAFI) seit über 25 Jahren Geflüchteten ein Hochschulstudium in einem Drittland.

Umsetzung durch Mittlerorganisationen

All diese Maßnahmen führt das Auswärtige Amt jedoch nicht selbst durch, sondern hat diese Aufgabe unabhängigen Mittlerorganisationen übertragen, denen es Mittel aus dem Bundeshaushalt zur Durchführung der jeweiligen Programme zur Verfügung stellt.  

Marketing für den Standort Deutschland

Die Förderung der internationalen Zusammenarbeit ist für ein Hochtechnologieland wie Deutschland ein essentielles Element jeder Zukunftsstrategie. Dazu gehört auch ein intensives Marketing für den Studien- und Forschungsstandort Deutschland, der auf Bildungsmessen, durch spezielle Beratungsangebote und mit vielfältigen Publikationen international noch bekannter gemacht werden soll.

Insgesamt erfolgt die „Außenwissenschaftspolitik“ in Übereinstimmung mit der Strategie der Bundesregierung zur Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung in Deutschland und in Abstimmung mit anderen Bundesministerien.

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