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Kreative gesucht! Auswärtiges Amt startet Förderstrecke zu internationaler Kreativwirtschaft

Die Informale Buenos Aires

Die Informale Buenos Aires, © Kevin McElvaney / Übermut Project

12.11.2019 - Artikel

Im kommenden Jahr stellt das Auswärtige Amt erneut Mittel für die Förderung der grenzüberschreitenden, internationalen Kultur- und Kreativwirtschaft zur Verfügung.

Gesucht werden mit der Förderstrecke „Kreative Mittel“ Konzepte, die auf die thematischen Schwerpunkte Design und digitale Gesellschaft einzahlen. Der regionale Fokus der Strecke liegt auf der Kultur- und Kreativwirtschaft in Europa und Afrika. 

Die Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt Michelle Müntefering dazu:

Die Kreativwirtschaft ist ein Motor des Wandels. Als Auswärtiges Amt tragen wir bereits einiges zu ihrer Internationalisierung bei. Dies zu bündeln und zu konzentrieren haben wir uns - mit den Schwerpunkten digitale Gesellschaft und Design in Afrika und Europa - zur Aufgabe gemacht. Wir freuen uns auf frische Ideen zu länderübergreifender Vernetzung von Kreativen, breiten Zugängen zu Kunst und Kultur, nachhaltigen Lösungen und kulturellen Ko-Produktionen. Und gern darf ein Schuss Utopie und Weitblick dabei sein.

Projektskizzen können ab 1. Dezember 2019 bis zum 31. Januar 2020 eingereicht werden. Angesprochen sind juristische Personen, deren Kern- und Haupttätigkeit in der internationalen Kultur- und Kreativwirtschaft liegt. Die Mindestförderung beträgt 50.000 Euro, die maximale Förderung 250.000 Euro. Über die Strecke „Kreative Mittel“ geförderte Projekte können voraussichtlich ab Frühsommer 2020 beginnen und maximal 24 Monate dauern.

Bereits seit 2016 hat das Auswärtige Amt rund 65 Projekte der internationalen Kreativwirtschaft unterstützt. Die Mittel wurden vom Deutschen Bundestag bereitgestellt. Der Schwerpunkt der Förderung bisher lag auf Musik, Digitalem und Film.

Beispiele der Förderung

Festival tourt um die Welt

Reeperbahn Festival, Sequencer Tour, New York
Reeperbahn Festival, Sequencer Tour, New York© Jen Maler

Das Reeperbahn Festival zieht mit rund 700 Konzerten und Programmen aus Kunst, Film, Literatur und 300 Fachbesucherprogrammen jährlich 50.000 Besucherinnen und Besucher – darunter 5.900 Musikwirtschaffende aus 52 Nationen – in Spielstätten rund um die Hamburger Reeperbahn. Durch die Förderung des Auswärtigen Amtes wurde die Internationalisierung des Festivals erfolgreich vorangetrieben: 2016 fand mit der “New York Edition” das erste Spin-Off statt, 2019 und 2020 folgen weitere in Accra, Nashville, New York, Los Angeles und Peking. Auch der heute erfolgreiche internationale Newcomer-Wettbewerb, der ANCHOR-Award, konnte 2016 mittels Förderung des Auswärtigen Amtes aus der Taufe gehoben werden.

Hoffnung durch Musik

Mit der Initiative “Music In Africa connects” wurden 2017 und 2018 sieben von Konflikten betroffene afrikanische Länder, darunter Sudan, Niger und Somalia, unterstützt. Ziel war, das kreative Potenzial der Musikszenen der Länder zu stärken und zu heben und Wissenstransfer zu ermöglichen. Als Kooperationsprojekt von Auswärtigem Amt und Siemens Stiftung steht es für neue Ansätze in der Zusammenarbeit zwischen Staat und Zivilgesellschaft. Es baute zudem auf dem Ausgangsprojekt der Online-Plattform Music In Africa auf und steht damit für nachhaltige und digitale Infrastrukturförderung in der internationalen Kreativwirtschaft.

Berlins und Hamburgs kreative Welttournee

200 Kreativschaffende aller Bereiche, 17 Metropolen rund um den Globus: Mehr als anderthalb Jahre präsentierten Hamburg und Berlin mit dem „Übermut Project“ mit aufsehenerregenden Kunstaktionen die künstlerische Schaffenskraft Deutschlands. Field-Trips, Pop-Up-Events oder Akademien waren Teile der Welttournee. Die deutsche Kultur- und Kreativszene international vorzustellen, einen weltweiten Austausch zwischen Künstlerinnen zu ermöglichen und den Rahmen für kreative Ko-Produktionen zu schaffen – dies waren Ziele von „Übermut“. Abschluss des Projektes bildete „Die Informale“ in Buenos Aires. Zahlreiche Arbeiten renommierter Berliner Video-Künstler wurden dort präsentiert und erweckten ungenutzte Orte wieder zum Leben.

Weitere Informationen

Kontakt: kreative-mittel@diplo.de

Handreichung für Antragstellende

Formular für Antragsskizzen

22. Bericht der Bundesregierung zur Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik

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