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"Perspektivwechsel" - die weltweite Residenzarbeit des Goethe Instituts

27.09.2016 - Artikel

Residenzprogramme für Künstlerinnen und Künstler sind eine Erfolgsgeschichte für die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik. In Berlin präsentierten einige von ihnen nun die Frucht ihrer Aufenthalte in Istanbul und Kyoto.

Staatsministerin Maria Böhmer
Staatsministerin Maria Böhmer© Bernhard Ludewig

Residenzprogramme für Künstlerinnen und Künstler wie in der Kulturakademie Tarabya in Istanbul, der Villa Massimo in Rom oder der Villa Kamogawa in Kyoto sind eine Erfolgsgeschichte für die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik. Im "Silent Green Kulturquartier" in Berlin präsentierten am 27. September ehemalige Stipendiatinnen und Stipendiaten die Frucht ihrer Aufenthalte in Istanbul und in Kyoto vor etwa 200 Gästen aus Kultur und Politik.

Staatsministerin Maria Böhmer eröffnete die Veranstaltung mit einigen persönlichen Worten zu ihren inspirierenden Erfahrungen mit der Kulturakademie Tarabya:

Ich gestehe: Der Funke sprang sofort über. Das Residenzprogramm der Kulturakademie Tarabya begeisterte mich von Anfang an. Die Kulturakademie Tarabya bringt Künstlerinnen und Künstler aus beiden Ländern zueinander und lässt Gemeinsames entstehen. [...] Oft ist die Rede davon, dass das Auswärtige Amt Türöffner für die deutsche Wirtschaft ist. Mit dem Residenzprogramm ist das Auswärtige Amt auch Türöffner für deutsche Künstlerinnen und Künstler.
Präsentation der Residenzarbeit im Berliner Kulturquartier silent green
Präsentation der Residenzarbeit im Berliner Kulturquartier silent green© Bernhard Ludwig

Das Programm veranschaulichte die große Bandbreite des Residenzprogramms: Antje Töpfer faszinierte mit einem Tanz an japanischem Faltpapier. Die Autoren David Wagner und Matthias Göritz gaben unterhaltsame Einblicke in ihr Schaffen und ihr Werk. Zum Abschluss präsentierte die Musikerin Ulrike Haage neue Kompositionen, die von ihrem Aufenthalt in Kyoto inspiriert wurden.

Der Präsident des Goethe Instituts Klaus-Dieter Lehmann und Generalsekretär Johannes Ebert gaben persönliche Einblicke in ihre eigene Biographie und die prägende Erfahrung von Leben und Arbeiten an fernen Orten. Alumnus Matias Aguayo sorgte als DJ des Abends für einen stimmungsreichen Ausklang.

Residenzprogramme an über 40 Standorten

Das Residenzprogramm ermöglicht Künstlern aus Deutschland mehrmonatige Aufenthalte an den Residenzorten. Sie können dort, losgelöst vom Alltag in Deutschland, in eine andere Welt eintauchen und ihre Kreativität voll entfalten.

Neben der Villa Massimo in Rom, der Kulturakademie Tarabya in Istanbul, der Villa Aurora bei Los Angeles oder der Villa Kamogawa in Kyoto bietet das Goethe Institut zusammen mit verschiedenen Kooperationspartnern mittlerweile Residenzprogramme an über vierzig Standorten weltweit an.

Raum für grenzüberschreitenden Austausch

Residenzarbeit gibt Raum für grenzüberschreitenden Austausch künstlerischer und wissenschaftlicher Impulse und für kulturelles Verstehen. Gerade in Zeiten instabiler internationaler Ordnungen rückt sie daher gegenwärtig zu Recht in den Fokus von Außen- und Kulturpolitik.

Mehr lesen:

Informationen über die Residenzarbeit auf der Webseite des Goethe Instituts

Grußwort von Staatsministerin Böhmer zur Veranstaltung

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