Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Internationales Literaturfestival Odessa (ILO)

Literaturfestival

Literaturfestival, © Hartwig Klappert

06.06.2016 - Artikel

Erstmals fand vom 1.-4. Oktober 2015 das internationale literaturfestival odessa (ILO) mit 3.500 Besuchern statt. Mit einem weltoffenen und literarisch hochwertigen Festivalprogramm wurde die Internationalität und kulturelle Ausstrahlung der Stadt Odessa unterstrichen.

Erstmals fand vom 1.-4. Oktober 2015 das internationale literaturfestival odessa (ILO) mit 3.500 Besuchern statt. Mit einem weltoffenen und literarisch hochwertigen Festivalprogramm wurde die Internationalität und kulturelle Ausstrahlung der Stadt Odessa unterstrichen.

Die Idee für das Festival in Odessa entwickelte sich in einem Gespräch im Oktober 2013, das der Kiewer Autor Andrej Kurkow, Hans Ruprecht aus Bern und Ulrich Schreiber aus Berlin in Iasi, Rumänien, am Rande des dortigen Literaturfestivals im Oktober 2013 führten. Warum Odessa? Zwei Gründe: Odessa ist eine der großen europäischen Städte der Kultur und Literatur – Alexander Puschkin und Isaak Babel sind nur zwei der vielen Autoren, die Literaturgeschichte in der noch relativ jungen Stadt schrieben. Und: Odessa ist eine der schönsten Städte Osteuropas, eine weltoffene Großstadt am Schwarzen Meer, die Europa mit Asien und der Welt verbindet.

Christine Hamel am 11.10.2015 im Kulturjournal Bayern 2: ein Literaturfestival in Odessa ist gerade „in Zeiten der aggressiven Propaganda und Desinformation“ brückenbauend. Dazu beigetragen hat vor allem das internationale Programm des Festivals: Neben osteuropäischen Autoren und solchen aus der Region des Schwarzen Meeres unterstrichen auch Teilnehmer aus anderen europäischen und außereuropäischen Ländern die Intention der Organisatoren, die multikulturelle Gemengelage der Hafenstadt zu betonen. Gäste beim ilo 2015 waren u.a. Yuri Andrukhovych, Lukas Bärfuss, Nino Haratishvili, Sema Kaygusuz, Joachim Sartorius, Eliot Weinberger, Viktor Yerofeyev, Serhiy Zhadan und der Präsident des PEN International John Ralston Saul.

Im Blick auf die aktuellen ukrainischen Ereignisse betonte Cornelius Wüllenkemper am 04.10.2015 im Deutschlandfunk die Wichtigkeit von Literatur: „Die Festivalidee in Odessa ist aufgegangen als wichtige symbolische Begegnung zwischen Autoren und dem ukrainischen Publikum.“

Die unerwartet umfangreiche und positive Medienresonanz erfolgte nicht nur in der Ukraine, sondern auch in der deutschsprachigen Presse. „Das internationale Literaturfestival, das der Berliner Kulturmanager Ulrich Schreiber und sein Schweizer Kollege Hans Ruprecht, unterstützt durchs Auswärtige Amt, in Odessa erstmals organisierten, wird die Ukraine verändern.“ schrieb Kerstin Holm dazu am 08.10.2015 in der FAZ.

Verwandte Inhalte

nach oben