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Gernot Rohr ist Fußballbotschafter 2016

11.05.2016 - Artikel

Rohr wird der Nachfolger von Jürgen Klinsmann als deutscher Fußballbotschafter. Der 62-jährige war lange Jahre als Profi in Frankreich aktiv und zuletzt als Nationaltrainer in Burkina Faso.

Der Nachfolger von Jürgen Klinsmann als Deutschlands Fußballbotschafter ist gekürt. In seine Fußstapfen tritt Gernot Rohr, der in seiner Profikarriere mehrere Titel in Frankreich holte und zuletzt als Nationaltrainer in Burkina Faso aktiv war. Die Ehrung verlieh Außenminister Frank-Walter Steinmeier am Mittwoch (11.05.) im Auswärtigen Amt gemeinsam mit dem französischen Außenminister Jean-Marc Ayrault.

Die Außenminister Deutschlands und Frankreichs, Steinmeier und Ayrault, mit Jury-Mitglied Uwe Seeler
Die Außenminister Deutschlands und Frankreichs, Steinmeier und Ayrault, mit Jury-Mitglied Uwe Seeler© Photothek / Gottschalk

Deutsch-französische Fußballliebe

Die Fußball-Europameisterschaft wirft ihre Schatten voraus. Genau einen Monat vor dem sehnlich erwarteten Großevent in Frankreich "haben wir uns die französische Liebe zum Fußball bereits heute nach Berlin geholt: Mit Jean-Marc Ayrault", sagte Steinmeier zu beginn der Veranstaltung. Mit Ayrault teile er nicht nur die Leidenschaft für Fußball, sondern auch für "die Blauen" - auch wenn sich der deutsche Außenminister damit auf den FC Schalke 04 bezieht, während sein französischer Amtskollege seine Nationalmannschaft meint: "Les Bleus". Ayrault ermunterte das Publikum auf Deutsch, zur Europameisterschaft in sein Land zu reisen: "Ihr seid alle zu unserem großen Fußballfest eingeladen!"

Botschaftertitel und Publikumspreis

Kicker-Chefredakteur Holzschuh, Juror Uwe Seeler, Ehrenpreisträger Karl-Heinz Schnellinger und Moderatorin Nicole Fröhlich (v.l.n.r.)
Kicker-Chefredakteur Holzschuh, Juror Uwe Seeler, Ehrenpreisträger Karl-Heinz Schnellinger und Moderatorin Nicole Fröhlich (v.l.n.r.)© Photothek / Gottschalk

Der Award "Deutscher Fußballbotschafter" geht auf die Initiative von Roland Bischof zurück. Mit den Preis werden deutsche Spielerinnen oder Trainer ausgezeichnet, die sich international einsetzen und dabei gesellschaftliche Strukturen fördern und ihr Heimatland positiv repräsentieren. "Es geht um die soziale Kraft des Fußballs", sagte Steinmeier bei der Preisverleihung, denn: "Fußball bringt Menschen zusammen." Zu den Auswahlkriterien gehört neben Ansehen und sportlichem Erfolg auch die Nachhaltigkeit des Wirkens im Sportbereich. Bei Trainern ist auch die Qualität der Talent- und Nachwuchsförderung ein wichtiger Faktor.

Neben dem Titel des Fußballbotschafters wurde auch ein Publikumspreis verliehen, der in einer offenen Online-Abstimmung ermittelt wurde. Den Preis, der in den Vorjahren an Sami Khedira, André Schürrle und Mesut Özil ging, erhielt in diesem Jahr die deutsche Nachwuchshoffnung Emre Can, der für den FC Liverpool in England spielt. Ein Ehrenpreis für das Lebenswerk ging an den legendären Verteidiger Karl-Heinz Schnellinger.

Steinmeier und Ayrault mit dem neuen Fußballbotschafter Gernot Rohr
Steinmeier und Ayrault mit dem neuen Fußballbotschafter Gernot Rohr© Photothek / Gottschalk

Es kann nur einen geben

Die amtierenden Fußballbotschafter setzen sich bis zur Nominierung ihres Nachfolgers für soziale Projekte ein und können dabei auf die Unterstützung der Trägerorganisation unter der Schirmherrschaft von Rudi Gutendorf zählen. In der Jury, die die Preisträger auswählt, sitzen unter anderem der kicker-Chefredakteur Rainer Holzschuh und die Fußball-Legende Uwe Seeler. Weitere Kandidaten in der Finalrunde im Jahr 2016 waren Burkhard Pape, der sich als Entwicklungshelfer insbesondere in Ruanda, Afghanistan und Sierra Leone für den Fußball eingesetzt hat, sowie Erich Rutemöller, der zuletzt als Berater und Interimscoach für den iranischen Fußballbund aktiv war. "Gewinner sind Sie heute alle", sagte Steinmeier bei seiner Laudatio. "Aber: es kann nur einen Fußballbotschafter 2016 geben!" Und der heißt Gernot Rohr.

Der 62-jährige blickt auf eine Karriere als Spieler in der Bundesliga und mit über 350 Spielen in der französischen Division 1 zurück und trägt mittlerweile auch die französische Staatsbürgerschaft. Nach seinem Germanistik- und Romanistik-Studium war er über Jahrzehnte als Trainer aktiv, unter anderem für Burkina Faso, Niger und Gabun. "Wenn in Ihrer Brust zwei Herzen für den Fußball schlagen, dann ist wohl eines deutsch und eines französisch", vermutete Steinmeier. Es traf sich also genau richtig, dass zur Preisverleihung die Außenminister beider Länder zugegen waren.

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